Edel - Metall (Gold, Silber, Bronze) fällt nicht vom Himmel (Teil 2)

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Spitzenleistungen sind kein Wunschkonzert – was nun, was tun?

2008-08-29-2009-berlin-2012-london-teil229. August 2008 (© Lothar Pöhlitz) - Deutlichere Leistungsfortschritte als bisher und eine gelungene WM-Vorbereitung wären zugleich eine hoffnungsvolle Ausgangsposition für die Olympiavorbereitung 2012. Es gilt aber gleich über die WM 2009 hinaus zu denken. Die besondere Stellung Olympischer Spiele in der Öffentlichkeit und in den Medien haben wir gerade erlebt. Dass nur aller 4 Jahre olympische Medaillen und der Olympiasieg zu holen sind erfordert eine mehrjährige intensive Vorbereitung. Olympiasieger oder Medaillengewinner im Mittel- und Langstreckenlauf gehören wegen der beträchtlichen Konkurrenz in der Welt, aber auch wegen ihrer Wettkampfpräsenz zu den durch die Bevölkerung und die Medien mit am höchsten geschätzten Sportlern weltweit, sind aber auch mit einer aufwendigen Vorbereitung verbunden.

„Sei ehrgeizig – gib alles – immer! Die Leistung kommt aus dem Kopf“ Ian Thorpe Schwimmer (AUS)

Wer es sich aber zu einfach macht und unseren derzeitigen Leistungsstand auf „Probleme zwischen den Ohren“ schiebt, will nicht wahrhaben, dass die Mehrzahl unserer Läufer und Geher derzeit in etwa die Hälfte der Belastungen der Weltbesten trainiert bzw. auch trainieren kann.

Für 4 Jahre denken – 4 Jahre handeln – gemeinsam im Team

Die Vorbereitung auf bisherige persönliche Bestleistungen in den letzten Jahren sollte auf der Grundlage gewissenhafter Protokollierung analysiert werden und als Grundlage für das weitere trainingsmethodische Vorgehen verallgemeinert gelten. Die Orientierung und Trainingsplanung für die nächsten 4 Jahre ist für die Besten von den gültigen Weltrekorden, bei Berücksichtigung abzusehender Entwicklungstrends, abzuleiten, weil man erfahrungsgemäß davon ausgehen muss, dass immer zum Zeitpunkt Olympischer Spiele oder Weltmeisterschaften die Besten über eine Leistungsfähigkeit verfügen, die bei entsprechenden Wettkampfbedingungen und Rennverläufen, einen neuen Weltrekord zulassen würde! In Vorläufen setzen sich auch bei taktischen Rennverläufen die Leistungsstärksten am Ende durch. Die nachfolgende Übersicht zeigt, wie weit die deutschen Lauf- / Gehrekorde von den bestehenden Weltrekorden derzeit entfernt sind, wie groß der Abstand zur Weltspitze in allen Disziplinen ist. Dies wird noch deutlicher, wenn man die Breite in den aktuellen deutschen Bestenlisten (z.B. die Leistungen der ersten 10) mit der Leistungsdichte in der Weltspitze vergleicht. Hoffnung für die Zukunft macht die Tatsache, dass in den 80iger Jahren von den deutschen Trainern und Athleten in Ost und West viel bessere Leistungen als derzeit erarbeitet wurden und in 2008 kleine Fortschritte Hoffnung machen, das trainingsmethodische Wissen also vorhanden sein müsste. Neben zu verändernden Rahmenbedingungen ist wohl in erster Linie ein nationales Bekenntnis zur Leistung und Elite Voraussetzung für eine internationale Konkurrenzfähigkeit unserer Läufer und Geher in den nächsten Jahren. Die offensichtliche Resignation der Funktionäre in den LV gegenüber dem Leistungssport hat sich leider auf zu Viele übertragen.

WELTREKORDE im Vergleich zu DEUTSCHEN REKORDEN

MÄNNER FRAUEN
     
1:41,11 / 1:43,65 800 m 1:53,28 / 1:55,26
     
3:26,00 / 3:31,58 1500 m 3:50,46 / 3:57,71
     
12:37,35 / 12:54,70 5000 m 14:11,15 / 14:42,03
     
7:53,63 / 8:09,48 3000 m Hi 8:58,81 / 9:29,86
     
26:17,53 / 27:21,53 10000 m 29:31,78 / 31:03,62
     
2:04:26 / 2:08:47 Marathon 2:15:25 / 2:24:14
     
1:16:43 / 1:18:42 20 km Gehen 1:25:41 / 1:27:56
     
3:34:14 / 3:37:46 50 km Gehen ---
     
   
Stand: August 2008

 

Es ist noch keine Stagnation in der Leistungsentwicklung zu erwarten

Nicht nur neue Weltrekorde, auch die Leistungsverdichtung in allen Laufdisziplinen in den letzten Jahren lassen den Schluss zu, dass in den nächsten Jahren in den Ausdauerdisziplinen in Spitze und Breite noch keine Stagnation eintreten wird, zumal die IAAF bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein weltweit sicheres und wirksames Doping – Trainingskontrollsystem durchgesetzt hat, dabei drohen Experten bereits mit Gendoping. In der letzten Zeit hat sich gezeigt, dass derzeit kein Land auf das „dopingfrei“ schwören kann. Damit ist immer noch kein fairer gleichberechtigter Wettbewerb auf der Weltbühne möglich. Gelingt dies eines Tages, ist zwar mit einer Abflachung der Leistungen in der Spitze, aber nicht mit einer weniger starken Konkurrenz zu rechnen. Die Besten werden weiter die Weltspitze bestimmen, auch wenn die Leistungen zeitweilig etwas zurückgehen.
Bei optimaler Vorbereitung von außergewöhnlichen Talenten wird es in der nahen Zukunft auch weiterhin neue Weltrekorde geben.

Bei der Planung individueller Leistungsentwicklungsraten muss deshalb in einem Mehrjahresplan berücksichtigt werden, dass sich auch die Gegner im vergleichbaren Zeitraum weiterentwickeln und eine Abstandsverkürzung immer ein schnelleres eigenes Entwicklungstempo erfordert. Die Verlierer von Peking werden sich bereits bei der WM 2009 rehabilitieren wollen.

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Für die deutschen und europäischen Läufer und Geher gilt, Annäherungen an den Bereich des Weltniveaus (Tabelle) sind bei entsprechenden Rahmenbedingungen für das notwendige Training auch ohne Doping möglich. Voraussetzungen sind ein dafür erforderliches Talent, notwendig optimale Trainingsbedingungen bei optimaler medizinischer und psychologischer Begleitung, ein wirksames Höhentraining und erfahrene, kompetente Trainer. Eine Voraussetzung für den Erfolg ist, die höchste sportliche Form zum Zeitpunkt des Höhepunktes zu erreichen, besser als andere auf den vorgegebenen Wettkampfrhythmus (z.B. VL, ZL, HF, F) und auch die Spurtrennen (kurze, lange Spurts, Tempowechsel) vorbereitet zu sein und psychisch-physisch bereit zu sein, nicht nur im Finale sich im Rahmen seiner Möglichkeiten (persönliche Bestleistung) durchsetzen zu wollen.

Der Spielraum bis zum Weltniveau allein durch Training („ohne uM“) wäre für unsere Athleten gegeben, einen entsprechenden Aufwand vorausgesetzt. Leider sind derzeit viele deutsche Läufer und Geher zu weit vom Weltniveau auch im Training entfernt und eine ganze Reihe dazu auch nicht im vollen Umfange bereit. Mut müsste ihnen auch vermitteln, dass die „Gedopten“ bei Wettkämpfen nicht überall sein können.

Ein mittelmäßiger Läufer oder Geher ist, bei ausreichend Talent, das Produkt seines Denkens, Fühlens und Trainierens. Jeder schafft nur soviel wie er „denkt und will“. Einige dachten in 2008 sogar, dass es besser wäre wenn Jüngere oder auch Ältere durch Bestimmungen oder weil sie „zu alt oder zu jung sind“ besser „ausgeschlossen werden sollen“ um sich selbst besser zu platzieren (DM 2008 über 10000 m). Sie sollten ihre Gegner besser bei Volksläufen treffen.

Wichtige Voraussetzung zur Erhöhung unseres Entwicklungstempos in den nächsten Jahren durch verbessertes Training wären neben der Zeit für das erforderliche Training und eine optimale Nutzung des Höhentrainings für alle Disziplinen eine offensive sportwissenschaftliche und leistungsdiagnostische Begleitung des Trainingsprozesses durch entsprechende Teams (Sportmedizin, Physiotherapie, Psychologie, Ernährungswissenschaftler)

Die wichtigste Voraussetzung für die Trainer ist Bildung, Ausbildung und Fortbildung für die Arbeit im Hochleistungstraining, nicht nur im Erwachsenenbereich, sondern schon im Bereich des Schüler- und Jugendtrainings. Ziel muss die Befähigung sein mit höchster Qualität besser mit unseren Talenten zu arbeiten als derzeit die von uns nicht bezwingbaren Gegner. Eine für die DLV-Trainerschule außerordentliche Aufgabe.

Die Entwicklung seit den Olympischen Spielen 2004 sowie die Ergebnisse in Peking lassen die Prognose zu, dass eine Zugehörigkeit zur Weltspitze (als Voraussetzung zur erfolgreichen Teilnahme an WM / OS » Finale / Platz 1-8) in den nächsten Jahren folgende Leistungen in den Lauf- / Gehdisziplinen voraussetzen wird:

DisziplinMänner*Frauen*
 m/sZeitm/sZeit
         
800 m 7,76 1:43,0 6,86 1:56,5
1500 m 7,12 3:30,5 6,33 3:57,0
5000 m 6,49 12:50 5,71 14:35
10000 m 6,21 26:50 5,48 30:25
3000 m Hi 6,25 8:00 5,46 9:05
Marathon 5,58 2:06:00 4,95 2:22:00
20 km Gehen 4,26 1:18:20 3,83 1:27:00
50 km Gehen 3,83 3:37:30    

 

Dabei ist davon auszugehen, dass für vordere Platzierungen bei internationalen
Höhepunkten auch bei Taktikrennen eine solche Leistungsfähigkeit erforderlich ist!

Die Qualität des Wintertrainings entscheidet wesentlich über den Leistungsfortschritt
Effizienz erhöhen – Ballast abwerfen

Bei der Erschließung von Entwicklungsreserven kommt einer verbesserten Nutzung des 1. Makrozyklus von Anfang an eine wesentliche Bedeutung zu. U.a. muss auch die Effizienz des Trainings erhöht werden und der Anteil der Trainingsformen in den Mittelpunkt gestellt werden, die für eine höhere Wettkampfleistungsfähigkeit gebraucht werden. Individuell unterschiedlich sind vor allem folgende Schwerpunkte wichtig:

  • Eine neue Qualität des Trainings von Beginn der Vorbereitungsperiode an ist sowohl für den Jahrestrainingsaufbau, als auch für den Leistungsfortschritt in der Hauptwettkampfperiode erforderlich
  • Eine Erhöhung des Trainingsumfangs im allgemein-zielgerichteten, aber auch im speziellen Training
  • Eine veränderte Qualität des Grundlagenausdauer- und speziellen Krafttrainings. Dafür ist ein geschwindigkeitsorientierter Belastungsaufbau von Anfang an in beiden Bereichen erforderlich und gleichzeitig die „Leerkilometer“ zu reduzieren
  • In der Organisation regelmäßiger Spitzenbelastungswochen bei gleichzeitiger Sicherung von Belastung und Erholung
  • Eine regelmäßige begleitende Leistungsdiagnostik zur Erhöhung der Wirksamkeit des Trainings (» Ballastreduzierung) und einer verbesserten Trainingssteuerung
  • Nutzung der Gruppendynamik innerhalb gemeinsamer Trainingslager aller Laufdisziplinen bei gleichzeitig verbessertem Erfahrungs -Transfer

Auch wenn für unsere deutschen Athleten nach Peking der Fokus nun erst einmal auf die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin gerichtet ist, sollte gleichzeitig für den „Nachwuchs in Reichweite nach oben“ Aufgabe sein, auf den Zug in der Berlin-Vorbereitung aufzuspringen, um sich mit einem größeren Schritt innerhalb eines Jahres den Besten anzunähern. Wer 2012 im Blick hat muss 2009 nach Berlin wollen.

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Mikitenko – Schlangen - Schembera – Keiner – Möldner - Pollmächer verfügen aus gegenwärtiger Sicht wohl über die besten komplexen Voraussetzungen für Erfolge bei den Olympischen Spiele 2012 Über eine baldige Erweiterung dieser Liste würden sicher nicht nur wir uns freuen.

 



Prinzipien zur Sicherung der Leistungsentwicklung

Zusammengefasst gelten für alle Lauf- und Gehdisziplinen folgende Prinzipien:

die Leistungsentwicklung ist auf den jeweiligen Jahreshöhepunkt auszurichten, Wettkämpfe und Zwischen-Trainingsphasen ermöglichen eine hohe Leistungsstabilität über viele Wochen

  • der Hauptweg zur Sicherung der Leistungsentwicklung ist eine Belastungssteigerung in Einheit von Quantität und Qualität, von Umfang, Streckenlängen und Geschwindigkeit. Voraussetzung zur Umsetzung einer solchen Orientierung ist eine neue veränderte M o t i v a t i o n, der Wille schneller besser werden zu wollen, für die Sportler aber auch für die Trainer und Funktionäre

  • Wesentliche Reserven sind in der VP I zu erschließen. Das Wintertraining bestimmt die Trainingsqualität in der VP II und die Wettkampf - Stabilität im Sommer

  • für jüngere Athleten erfolgt eine Belastungssteigerung im umfassenden Sinne (unter Einbeziehung aller Bereiche, mit dem Schwerpunkt der weiteren Umfangerhöhung in den wichtigen Bereichen)

  • für ältere Athleten unter vorrangiger Erhöhung der leistungsbestimmenden Faktoren (spezielles Qualitäts-Training)

  • die Trainingsstruktur ist in den Mittelstrecken auf die Anforderungen der Leistungsziele auf der Spezialstrecke + Unterdistanzstrecke, auf den Langstrecken besser auf die Spezialstrecken + Überdistanzleistungsfähigkeit auszurichten. Individuelle Schwächen werden vor allem im ersten Teil der Vorbereitungsperioden „bekämpft bzw. aufgearbeitet“

  • eine höhere Spezifik in der Trainingsbelastung erfordert vorbereitend immer wieder einen höheren Aufwand zur Sicherung einer ganzjährigen Belastbarkeit im speziellen Training
    • im Umfang und der Qualität des zielgerichtet - vorbereitenden und disziplinspezifischen Krafttrainings, sowie der Koordination und des Beweglichkeitstrainings
    • in einer zielgerichteten mehr umfangsorientierten Vorbereitung des speziellen Trainings, dabei sind individuell weitere Reserven zur Verbesserung des Niveaus der Grundlagenausdauer (vL 2, 3, 4,) und der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max-Training) zu erschließen
    • In den Langzeitausdauerdisziplinen Marathon und Gehen sind wesentliche Reserven im Bereich des Fettstoffwechseltrainings aufzuarbeiten
  • eine steigende Belastung erfordert auch eine verbesserte Vor- und Nachbereitung des Trainings und der Wettkämpfe
    • trainingsmethodisch
    • sportmedizinisch / physiotherapeutisch / pharmakologisch
    • psychisch-mentale Einstellung auf höhere Trainingsbelastungen und harte „Gefechte“ in Wettkämpfen – konzentriert – selbstbewusst – kampfbereit – aber locker, Vorbereitung auch auf mehrere Male 100 % in VL, ZL, Finale
  • Belastung und Erholung sind gleichermaßen für den Leistungsfortschritt wichtig, die erforderliche Zeit und die Maßnahmen für die Erholungs- und Wiederherstellungsprozesse müssen wirksam und organisiert sein

  • Entlastungszeiträume zur Transformation realisierter Trainingsbelastungen sind am Ende von Ausbildungsetappen zu planen und auch zu realisieren

  • im Jahresverlauf ist die Belastung folgerichtig und geschwindigkeitsorientiert systematisch ansteigend, aufzubauen, dabei erfolgt der Belastungsaufbau bei fließenden Übergängen schwerpunktmäßig nacheinander (Athletik » Grundlagenausdauer einschließlich Fettstoffwechseltraining » Kraft / Kraftausdauer / Schnellkraft » VO2max – spezielle Ausdauer)
    • in Einheit von Fähigkeits- und Fertigkeitsentwicklung
    • mit einem systematischen Intensitätsanstieg zum Wettkampfhöhepunkt hin, dabei nimmt in der Regel, die Geschwindigkeit (Geschwindigkeits- Umfangsbeziehung) die Führungsrolle ein
    • In den Langstrecken haben die Erarbeitung des Tempogefühls für die neue persönliche Bestleistung Priorität, dass schließt die Umsetzung der Erkenntnis ein, dass Intensität + Streckenlängen den Fortschritt bringen, gleichzeitig aber auch eine gute Spurtfähigkeit in den Endphasen vorbereitet werden muss

Das Tempo der Leistungsentwicklung kann durch folgende auf das Training und die Wettkämpfe ausgerichteten Maßnahmen erhöht werden:

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* komplexe Leistungsdiagnostik

Rückstände im Trainingsumfang im Vergleich zu den Weltbesten der jeweiligen Disziplin sind, als wichtigste Voraussetzung für die Annäherung an ihre Leistungen, zielgerichtet „abzuarbeiten“

Die besten Junioren/Innen sind in die Maßnahmen der Besten ab sofort einzubeziehen

Eine Steigerung der Wettkampfleistung bis zum Weltniveau ist möglich, wenn:
schrittweise – bei realistischen jährlichen Leistungszielen – auf der Basis eines für die jeweilige Disziplin (Spezialstrecke) erforderlichen Grundlagenausdauerniveaus ein längerfristiger, leistungszielorientierter Geschwindigkeitsaufbau (TL2, TL3, SA) bei streckenabhängigem Tempolauf - Umfang pro TE und einer entsprechenden Pausengestaltung, erfolgt.

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Fazit: Mittel-, Langstreckenläufer und Geher sind vor allem dann erfolgreich, wenn es ihnen gelingt ihr Training so zu kombinieren, dass ihre aerobe Basis möglichst hohe submaximale Geschwindigkeiten bei niedrigen Laktatauslenkungen zulässt, dass eine hohe maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) erarbeitet ist, sie mit einer hohen Laktatverträglichkeit / -toleranz und einer hohen Laufökonomie (durch Kraft, Technik und Beweglichkeit / Flexibilität) die zur Verfügung stehende Energie möglichst ökonomisch ohne große Leistungsverluste in Vortrieb / Geschwindigkeit umzusetzen in der Lage sind. Eine hohe psycho-physische Belastbarkeit und eine im Verhältnis zur Körperkonstitution stehende optimale Schrittlänge in der geplanten Geschwindigkeit über die Dauer des Wettkampfes (bei Steigerungsfähigkeit in den Endphasen) muss das Ziel des speziellen Ausdauer – Krafttrainings sein. Dabei ist ein starkes „Zentrums“ eine wichtige Voraussetzung. Noch eins: Niederlagen sind unvermeidlich, wichtig ist - sie zu verarbeiten. Nach einer Niederlage muss man zum nächsten wichtigen Wettkampf besser zurückkommen! „Wer Angst hat zu verlieren, kann nicht gewinnen“ Thomas Morgenstern – Skispringer „In 4 Jahren gibt es wieder Olympische Spiele, man muß einfach positiv denken und nach vorn schauen, wir werden zurückkommen“ (Zitat der Schlussläuferin nach dem Debakel durch Stabverlust der beiden amerikanischen 4x100 m Staffeln im Vorlauf)

Fotos: Logo der "12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften berlin 2009", Logo von den "London 2012 Olympic and Paralympic Games"