Erweiterte Strategien in der sportlichen Talentförderung

 

 

01. November 2006 (Gharavi) - Höchstleistung im Elitesport sind als Resultat multidirektionaler Bemühungen vieler verschiedener Einheiten, wie Trainer, Arzt, soziales Umfeld, Trainingsstätten, Beruf sowie vom Einsatz und der Arbeitsmoral des Athleten selbst, zu verstehen. All diese Bereiche müssen synerg ineinandergreifen, um das physiche und psychische Potential des Athleten (Motivation, Stressbewältigung, Sozialverhalten und Professionalität) bestmöglich fördern zu können. Durch das stetige Sinken des Durchschnittsalters im Leistungssport, zählen wir immer mehr jüngere Athleten, die sich der Bewältigung streng organisierter Strukturen des Leistungssports  gegenüber sehen und somit auf o.g. Funktionierende Netzwerke zählen müssen.
Die zentrale Beobachtung, dass der heranwachsende Athlet ohnehin schon elementare Phasen seiner Kindheit und Jugend für den sportlichen Erfolg aufopfert, lenkte den Hauptfokus unserer Arbeit auf die Sicherstellung der relevanten Logistik und Infrastruktur, um die Herausforderung an den jungen Athleten zu erleichtern: Reife zu leben in einer noch unreifen Phase des Lebens.

Unser Fokus beschränkt sich auf den Bereich bis unterhalb des finanz- und medienträchtigen Spitzensports.

2006-11-01-strategien-in-der-sportlichen-talentfoerderung-1= Beendigung der Sportlerkarriere auf unterschiedlichen Leistungsniveaus und aus unterschiedlichen Beweggründen

 

Faktoren mit Einfluss auf die Talentförderung bzw auf den Ausstieg aus dem Sport

Diese Faktoren können, je nach Ausprägung und Ausrichtung, einen positiven oder negativen Einfluss nehmen:

  • Erwartungshaltung der Eltern
  • Erreichbarkeit der Trainingsstätte(n)
  • Fähigkeiten und Talent des Trainers
  • Medizinische und psychologische Betreuung
  • Schulische und akademische Leistung
  • Freundeskreis (Peers)



Erforderte Fähigkeiten eines heranwachsenden Athleten

Häufig insbesondere von den eigenen Eltern verkannt: Der heranwachsende Sportler ist ein Profi mit eiserner Disziplin.

  • Schulische Leistung
  • Beständige Disziplin
  • Hohe Frustrationstoleranz
  • Organisatorisches Talent
  • Soziale Kompetenz
  • Sportliche Leistung





“Umschlag” der Leistung bei mehrgleisiger Aufgabenbewältigung

Grundlagen und Symptome der Überbelastung, die altersunabhängig ist.

  Überladungsbedingte Dekompensation
  • Motivationsmangel
  • Burnout
  • Stress & Angst
  • Konzentrationsschwäche
  • Zunehmende Verletzungen
  • Leistungsstagnation /-abnahme
  • etc.

 

Situation in den meisten Schulen und Vereinen

Der Athlet steht in der Regel auf sich gestellt inmitten hochpotenter Experten, die jedoch den Netzwerkgedanken kategorisch ablehnen.
 

In der Problembehandlung rückt der Athlet in die Peripherie.
 

 

von Dr.med. Dr.disc.pol. Homayun Gharavi

Kontakt:
Deutsche Akademie für Angewandte Sportmedizin LTD.
Am Schlag 15
93053 Regensburg
Tel. 0941/9425617
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Kinder wollen siegen

 

23. Oktober 2006 (Pöhlitz) - Sie haben sicher schon oft beobachtet, dass Kinder beim Spielen lauthals „Erster“ herausschreien und mit dem Gefühl der Stärke immer wieder auch ohne Anleitung nach neuen Siegen streben. Beim Fangen spielen muss der Nachlaufende schneller sein als der Ausreißende, um ihn „abzuschlagen“. Schon im Kindergarten und im frühen Schulalter sind Wettläufe und Staffelspiele beliebte Formen. Dabei geht es fast immer nur um Siege, egal ob für die Gruppe oder für sich selbst. Mit Stolz kommen die Mädchen und Jungen nach Hause und berichten über ihre Siege. Man spürt, sie hatten Spaß am Wettlaufen und sie freuen sich schon auf das nächste Kräftemessen.

Glücklicherweise werden in unserer Zeit dabei keine Unterschiede mehr zwischen Jungen und Mädchen gemacht, auch wenn in manchen Regionen „Kopftuchträgerin-nen“ aus anderen Kulturkreisen sich immer noch nicht frei bewegen dürfen und im Sportunterricht oft auf der Bank sitzen. Für mich ist dies eine Form des gezielten Ausschließens, der Demütigung und des Zurücksetzens gegenüber dem auch später dominierenden männlichen Geschlecht durch ihre eigenen Familien. Und eine falsche Toleranz unserer Behörden, gegen-über den bei uns freiwillig lebenden ausländischen Gästen.

Obwohl das „um die Wette laufen“ im Kindesalter gegenüber Turnen, Schwimmen oder auch Kampfsportarten die leichteste, einfachste Form der sportlichen Betätigung ist und im Prinzip keiner Hilfen bedarf, verliert sich im heutigen Sportunterricht im Verlaufe des älter werdens dieses Spaß machende Element der frühen Kindheit immer mehr. Es mag vielfältige Gründe für dieses Phänomen geben. Sicher hat den größten Einfluß die durch die „68er-Bewegung“ ausgelöste Sportlehrerausbildung, in der das Ziel sportlicher Fitness durch „wohlfühlen“ beim „Ball über die Schnur“ über Jahrzehnte das Handeln im Sportunterricht bestimmte. Stoppuhr und Bandmaß bleiben seitdem im Schrank, die ein Spiel beaufsichtigende „Sportlehrerin“ in Rock und Stöckelschuhen am Rand ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit und prägt heute noch sehr oft das Bild. Die Verantwortung dafür liegt bei den Schulen, seinen Direk-toren und den Aufsichtsbehörden. Das Ergebnis wird im derzeit oft durch Ärzte be-klagten schlechten Gesundheitszustand ( Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kinder-Diabetis, Haltungsschäden, Übergewicht, ungenügende Sauerstoffversorgung – auch des Gehirns-, mangelnde Koordinationsfähigkeit usw.) vieler unserer Kinder zurecht beklagt, ganz abgesehen vom zusätzlichem Einfluss falscher Ernährung, wofür aber wohl im Elternhaus die Grundlagen gelegt werden. Sicher ist wohl, das die Ursachen nicht in zu starker Bewegung liegen.

Auch der demontierte Leistungsgedanke in der Gesellschaft mag lange seinen

Beitrag geleistet haben. Versagt hat auf alle Fälle auch der außerschulische Sport, weil bei schon zu wenigen Übungsleitern für die Jugend, für Kindergruppen immer nur wenige Qualifizierte übrigbleiben.

Auch der Begriff „Spielleichtathletik“ wurde doch wohl mit dem Hintergedanken

eingeführt die Sportart in diesem Alter nicht zu sehr mit dem Leistungsgedanken zu  verbinden. Ein kontraproduktiver Ansatz, der eine frühzeitige, leistungsorientierte Förderung von Talenten behinderte bzw. auch die Entwicklung ihrer positiven Anlagen  nicht unterstützte. Wir meinen hier in der Tat nicht alle SchülerInnen, nicht die uninteressierten, nicht die unsportlichen, nicht die mittelmäßig sportlichen, sondern die sportlich begabten, die Talente, die auch Spaß an der Leistung haben. Leichtathletik bedeutet auch heute noch „schneller – höher -  weiter“, Stoppuhr und Bandmaß sollten wieder zum Handwerkzeug auch im Kindertraining werden.

Trainer müssen wieder organisieren, dass Denjenigen ( nein nicht alle ! ), die im frühen Kindesalter bei Wettläufen mit Begeisterung „Erster“ schreien, zumindest im außerschulischen Sport, das siegen wollen nicht abgewöhnt wird und sie zum Wettkampf auch die Gelegenheit bekommen. Und die Schulsportlehrer muss man bitten, dass sie dafür sorgen, dass sich die Kinder im Sportunterricht wieder „bewegen“: Für Schnelligkeit und Ausdauer braucht man keine Geräte. Die Grundlagen für eine systematische Leistungsentwicklung, wie Kondition, Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit werden im Verein entwickelt. Dabei darf der Spaß am leistungsorientierten Üben nicht auf der Strecke bleiben. Fortschritte in Zentimetern und Sekunden sind die Triebfeder für neue

Anstrengungen und eine wichtige  Voraussetzung dafür, das der Nachwuchs bei der Stange bleibt. Lobenswert wäre dabei die tägliche Sportstunde. Sie würde gleichzeitig einen großen Beitrag für unsere Volksgesundheit leisten ! Sicher gibt es hier und da Pfiffige die über die Fähigkeiten verfügen, so etwas zu organisieren, vielleicht gemeinsam in Schule + Verein. Der DLV würde bestimmt hohe Ehren zumindest vom DOSB erfahren, wenn in einer großen deutschlandweiten Aktion „ wir verdoppeln die Anzahl der Übungsleiter in allen unseren Vereinen“, die Grundlage für ein verbessertes Kindertrainingsangebot gelegt werden könnte.

Anerzogen werden sollte das Kernstück, das „Siegen wollen“. Diese Fähigkeit brau-chen sie, auch wenn es später nicht zum großen Wurf reichen sollte, in der Schule, im täglichen Leben, auf alle Fälle in der Zukunft im Beruf. Jugendliche, die regel-mäßig zum Training gehen werden auch höchst selten mit Drogen konfrontiert. Die Bereitschaft zu regelmäßiger sportlicher Betätigung, verbunden mit Ehrgeiz zum Sieg findet sich schon früh in der Kindheit. Hier sollten wir wieder ansetzen, wenn wir eines Tages in der Leichtathletik und anderen Sportarten wieder zu den Besten gehören wollen. Andererseits könnten wir damit einen wichtigen Beitrag zur wieder verbesserten Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen leisten. Vielleicht denken sie einmal darüber nach, auch wenn Sie nicht in jeder Hinsicht meiner Meinung sind.

von Lothar Pöhlitz

Erweiterte Strategien in der sportlichen Talentförderung

 

Der Regensburger Ansatz

02. November 2006 (Gharavi) - Bei uns wird das Problem sehr wohl wahrgenommen und behandelt. Der Athlet wird jedoch als Resource in der Ursachenforschung und Therapie betrachtet.

 

 

Das Regensburger Konzept: Effizienz in Zeit & Logistik

Der Athlet wird ganzheitlich umsorgt und bleibt von logistischen Puzzle-Übungen verschont.

 

 

Das Regensburger Modell

Der 'Athletic Trainer' bildet das Bindeglied zwischen allen Einheiten und sorgt für relevanten Informationsaustausch.

 

 

Der Athletic Therapy Raum - Integrative Versorgung und optimale Infrastruktur

Werkstatt für Körper und Seele. Wie in einer Waschstraße durchfährt der Athlet die einzelnen Stationen der Versorgung. Anbahnendes Übel wird so früh erkannt.

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Tutorensystem füttert das Personalunseres Athletic Therapy Raums
“Athleten helfen Athleten”

Ausgebildet und unterstützt durch eine sportmedizinisch qualifizierte Fachkraft

 

Ziel der integrativen sportmedizinischen Versorgung ist eine effizientere Vorbereitungsphase - nicht eine schnellere Rückkehr in den Wettkampf!

 

von Dr.med. Dr.disc.pol. Homayun Gharavi

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Große Verluste auf dem Weg nach oben

Zu wenige Talente schaffen den Sprung in den Leistungssport

22. November 2006 (Ring) –  Der November ist Bestenlistenzeit. Nach und nach erscheinen die Ranglisten, beginnend immer mit den Jüngsten. Liest man die Listen, kann man gar nicht glauben, dass der deutschen Leichtathletik die Ressourcen ausgehen. Spätestens dann, wenn so nach und nach die älteren Jahrgänge kommen, merkt man den Aderlass, der in der Frauen- und Männerklasse als besorgniserregend umschrieben werden muss. Es ist  deshalb an der Zeit, ein bisschen nachzudenken über unsere Jugendlichen im Übergang zum Erwachsenwerden.

Die mentale Entwicklungs-Problemstelle

Zwar tut sich im Kopf von so manchen 15-,16- oder 17-Jährigen einiges, Elternmeinung ist längst nicht mehr Kindmeinung, Vorbilder, gute wie schlechte, gibt es zuhauf, doch in der Entscheidungsphase sprechen viele  Eltern immer noch ein gehöriges Wort mit. Je nach Erziehungsstil ist dies dann ein „doch noch angenommener Ratschlag“ oder ein immer noch „autoritäres Gebot“. Nach und nach suchen die Jugendlichen immer mehr ihre eigene Vorstellung vom Leben. Mit 18 Jahren, nun auch vor dem Gesetz erwachsen, treffen die Heranwachsenden gänzlich ihre eigenen Entscheidungen. Das sind nicht immer reibungslose.  Diese Befreiungsschläge kosten Energie, die dem Leistungssport verloren geht. Es entstehen nicht erkannte Überlastungen, die zum Burnout-Syndrom anschwellen können, den Leistungssport ist Nebenfeld drängen. Der Ansatz zum Leistungssport geht hier nicht selten ganz verloren.

Die Schule-Studium/Beruf-Problemstelle

Abitur hin, Abitur her, der Weg am Gymnasium ist oft schwer und doch eingefahren. Alles ist geregelt, der Tag organisiert. Neun lange Jahre wurde das auf den Leistungssport abgestimmte Zeitmanagement verfeinert, um Zeitressourcen frei zu machen. Ganz anders im Studium. Viele gehen fast orientierungslos zur Hochschule, müssen sich plötzlich um alles selbst kümmern, selbst entscheiden, was gut oder nicht gut für sie ist. Dies beherrschen in diesem Alter nur wenige, Hilfen sind selten, die „Freizeitgestaltung ohne Aufsicht“ reizt. Irritationen entstehen, oft wird schon nach zwei Semestern das Studienfach gewechselt. Der ebenfalls mögliche Eintritt in ein Berufsleben lässt sowieso in aller Regel nur eingeschränkt ein Leistungstraining zu. Die bitter nötigen Mentoren aus der Wirtschaft gibt es im deutschen Sport nicht mehr. Viele Konzerne haben sich aus der Förderung des sportlichen Nachwuchses zurückgezogen., Bundeswehr, Polizei und Bundesgrenzschutz sind die einzige Alternativen, die Absicherung nach dem Leistungssport ist in der Regel aber auch hier noch nicht ausreichend.

Die Ortswechselproblemstelle

Keine leichte Aufgabe ist es für Heranwachsende, das elterliche Kinderzimmer mit einer Studentenbude in einer fremden Stadt zu tauschen. Was zu Hause nervt: „Was machst du heute Nachmittag“ oder „was willst du essen“, oder „du solltest deinen Pullover wieder einmal wechseln“ oder „komm nicht zu spät nach Hause“ steht in keinem Verhältnis zur anfänglichen Vereinsamung eines jungen Leistungssportlers in einem fremden Zimmer, in einer fremden Stadt. Auch die Frage nach einer neuen Trainingsgruppe, nach einem neuen Trainer „ist er wenigstens genau so gut wie der bisherige zu Hause?“, nach einem Team muss selbstständig gelöst werden. Das tägliche Überleben wird zunächst zum Hauptkampfplatz, das tägliche Training eher zur Routine. Lücken entstehen der Bezug zur Leistung geht immer mehr verloren.

Die Entwicklungs-Leistungsproblemstelle

Irgendwann hat sich ein Jugendlicher voll entwickelt, geistig wie körperlich, eben so um die zwanzig, Mädchen oft schon etwas früher. Vier oder fünf Jahre ging alles gut, von Jahr zu Jahr stieg die Leistung. Aber reicht sie für den Anschluss nach oben, ganz gleich wo oben sein mag? Nicht selten ist der Satz zu hören „das hat er/sie alles mit viermal Training pro Woche gepackt“. Neigen wir Trainer nicht gern dazu, aus so manch steilen Nachwuchskarriere die besondere Güte unserer Trainingsarbeit abzuleiten und schlussfolgern falsch, wenn wir glauben, dass unser 17-jähriger Jugendlicher mit seinen 4 Trainingseinheiten in kurzer Zeit die 12-14 wöchentlichen Trainingseinheiten der Weltklasse auch bald realisieren kann. Er/sie stehen eigentlich vor einer unlösbaren Aufgabe. Öfter als uns lieb sein kann, sind die Athleten/Innen schon langzeitverletzt, noch bevor sie ein tägliches Training absolvieren müssen. Geben wir zu, wir haben daran einen angemessenen Anteil. Wohl wissend, dass die später nötigen Inhalte und Belastungen ohne eingutes Jugend-Aufbautraining und ohne die  meist fehlende Trainingsinfrastruktur nicht erreicht werden können, werden die Augen verschlossen vor dem, was kommen soll, ja kommen muss.Leistungssport der modernen Ausprägung ist nicht im One-man-System realisierbar. Diedann folgerichtige Entwicklung des körperlich ausgewachsenen Heranwachsenden zum Leistungssportler erfordert ein Team, das Erfahrungen im Leistungssport hat und gut harmoniert. Diese Teams gibt es in der deutschen Leichtathletik nur sehr selten. All zu oft spielt beim Vereinswechsel oder der Studienortswahl das Geld eine Rolle, viel zu wenig wird auf die vorhandene Leistungssport-Infrastruktur am neuen Ort geachtet.

Die Trainingstätten-Problemstelle

In den Zentren mit Universitäten und Ausbildungsstätten auch Trainingszentren aufzubauen, ist längst versäumt worden. Wenn einer vielleicht in Solingen, Stuttgart, Kiel oder anderswo eine hervorragende Trainingsgruppe mit allen Möglichkeiten der Trainingsgestaltung hat, heißt das noch lange nicht, dass er diese Möglichkeiten im gleichen Disziplinblock auch in Ulm, München, Köln oder Hamburg vorfindet. Alles wird bisher meist dem Zufall der mehr oder weniger aktiven Vereine/Trainer/Manager vor Ort überlassen. Funktionärshochpolitik war in den letzten Jahren immer wichtiger als pragmatische Strukturarbeit dort, wo überhaupt eine Ballung möglich ist. Ansätze werden meist als ultimative Optimallösung angepriesen, gut für die Funktionärskarriere, gut für die Öffentlichkeit, aber schlecht für den Sportler, weil meist nur Bruchstücke vom ursprünglich „genial“ gedachten Meisterwerk übrig geblieben waren. Man muss sich auch ein wenig wundern, wie unwirksam im letzten Jahrzehnt in dieser Richtung die Olympiastützpunkte waren.

Ein Systemwechsel wäre durchaus eine Lösung

Eigentlich muss man sich ob dieser Schwierigkeiten, auf die heranwachsende Leistungssportler in aller Regel treffen, wundern, dass überhaupt noch jemand oben ankommt. Natürlich ist der „Output“ gerade dort am größten, wo mehrere Problemstellen zeitlich aufeinander treffen. Das ist in der Regel bei den 19-21-Jährigen der Fall. Längst wäre es an der Zeit, sich mit den beschriebenen Problemstellen genauer zu beschäftigen. Wichtige Helfer könnten dabei die Landesverbände sein, die aber zuerst die entsprechenden Möglichkeiten in ihren Einzugsgebieten schaffen müssten, um dann  mit offensiver Werbung für ihre Uni-Standorte (natürlich mit funktionierenden Vereinen und qualifizierten Trainern / Teams im nahen Umfeld) die Voraussetzungen für einige Jahre Hochleistungstraining schaffen sollten. Die Leistungssportler unter den künftigen Studenten brauchen frühzeitig Angebote und Informationen, was am künftigen Studien- und Trainingsort möglich ist. In der Regel wird nämlich der Studienplatz nach dem Studienangebot und nicht nach dem Sportangebot gewählt. Schließlich übt man vielleicht fünf oder sechs Jahre lang Hochleistungssport aus, seinen Beruf aber ein Leben lang. Eine Entscheidung nach dem Abitur für das beste Studienangebot zu treffen, muss daher als sinnvoll angesehen werden. Die Entscheidung zum Hochleistungssport fällt in aller Regel erst später. Dem muss der Leistungssport mit seinen Verbänden in einer liberalen Gesellschaft gerecht werden.

von Kurt Ring

Fotos: Susi Lutz (Lutz Foto), Sarah Heuberger (Kiefner Foto)

Schon mehr als 8500 „Besucher“ bei www.la-coaching-academy.de Ein FROHES WEIHNACHTSFEST, GESUNDHEIT und ein vor allem ERFOLGREICHES 2007 wünschen die Mitarabeiter von www.la-coaching-academy.de allen unseren Lesern. Erst seit knapp 3 Monate

Schon mehr als 8500 „Besucher“ bei www.la-coaching-academy.de


Ein FROHES WEIHNACHTSFEST, GESUNDHEIT und ein vor allem ERFOLGREICHES 2007 wünschen die Mitarabeiter von www.la-coaching-academy.de allen unseren Lesern.

Erst seit knapp 3 Monaten im Netz, verfolgt unsere unabhängige Athleten- und Trainerfortbildung das Ziel mit Beiträgen zur Theorie und Praxis des Leistungs- und Hochleistungstrainings vor allen Trainern und Athleten, hin und wider aber auch Funktionären, „Hilfen“ für ihre praktische Arbeit zu geben.

Eine Vielzahl von bereits regelmäßigen Besuchern zeigt uns, das wir in Ergänzung zu den Weiterbildungsmaßnahmen des DLV die von uns erkannte Nische gefunden haben.

Unter unserem Motto : „Es gibt keine Denkverbote“ wollen wir auch in Zukunft Wissen und Erfahrungen, Informationen und Denkanstöße, Anregungen, Tipps und Motivation vermitteln und ihnen zugleich eine Diskussionsplattform zu den vielfältigen Problemen der Leistungsvorbereitung, bieten.