Ernährungslehre»»» 2007 - 2008 ««« Ohne Enzyme gäbe es kein Leben 04.12.2007 Sportmedizin Trainingspraxis: Ernährung ist Teil des Belastungsprozesses 20.11.2007 Sportmedizin Enzymtherapie – im Laufbereich einsetzbar?

Ernährungslehre



Ohne Enzyme gäbe es kein Leben 04.12.2007 Sportmedizin
Trainingspraxis: Ernährung ist Teil des Belastungsprozesses 20.11.2007 Sportmedizin
Enzymtherapie – im Laufbereich einsetzbar? 19.06.2007 Sportmedizin
Mischkost für alle & 5 Mahlzeiten 16.06.2007 Sportmedizin
Essstörungen zerstören die Karriere, Anorexia nervosa -“Ana“- oft sogar das Leben 23.05.2007 Sportmedizin
Die besondere Bedeutung von Eiweiß in der Sport-Ernährung - Teil 2 15.03.2007 Sportmedizin
Die besondere Bedeutung von Eiweiß in der Sport-Ernährung - Teil 1 13.03.2007 Sportmedizin

 

Sportmedizin»»» 2006 - 2007 - 2008 ««« Die Energie aus den elastischen Bändern 26.06.2007 Sportmedizin Sportmedizinische Leistungsdiagnostik - Ein kurzer Überblick 22.02.2007 Sportmedizin Läuferschwach

Sportmedizin



Die Energie aus den elastischen Bändern 26.06.2007 Sportmedizin
Sportmedizinische Leistungsdiagnostik - Ein kurzer Überblick 22.02.2007 Sportmedizin
Läuferschwachstelle – Achillessehne – Was ist zu tun? 13.01.2007 Sportmedizin
Eisenmangel beeinträchtigt die Ausdauerleistungsfähigkeit 11.01.2007 Sportmedizin

Optimismus, Leidenschaft, aufopferungsvolle Teamarbeit sind ein Weg (Teil 1)

Teil 1: Gedanken zum Ende der Saison 2006

 17. September 2006 (Pöhlitz) - Die Entwicklung der Leistungen und der Leistungsdichte in den Lauf- und Gehdisziplinen weltweit hat in den letzten Jahren so zugenommen, dass die Leistungserwartungen für die nächsten Jahre und der Abstand unserer Läufer und Geher zum Weltniveau intensivere Überlegungen für ein schnelleres Entwicklungstempo und eine höhere Wirksamkeit des Trainings erforderlich machen . Jan Fitschen und Ulrike Maisch haben sicher allen mit ihren Goldmedaillen bei der EM in Göteborg Mut gemacht und zugleich auch den Weg gezeigt. Herzliche Glückwünsche an die beiden Europameister, eine tolle Zwischenstation auf ihren weiteren Weg. Beide haben erklärt, sie wollen 2008 zu den Olympischen Spielen nach Peking. Wir würden uns wünschen, dass sie dort als Europameister Deutschland auch erfolgreich repräsentieren. Dafür muss alles auf ein höheres Niveau gebracht werden, d.h. über 10.000 m eine Leistungsfähigkeit aufzubauen, die es erlaubt mindestens eine Minute schneller zu sein! Aber die Zeit bis dahin ist für alle kurz, verdammt kurz!

Solch eine oder ähnliche Zielstellungen setzen eine neue Form der Zusammenarbeit der für das Ziel Olympia 2008 befähigten und bereiten Athleten und Trainer unter Führung der Bundestrainer – bei Begleitung durch Sportärzte / Physiologen und Physiotherapeuten – sozusagen als ein gemeinsames „Profi-Lauf-Geh-Team 2008/9“ und eine entsprechende Umfeldorganisation voraus. Eine psychologische Begleitung, vor allem zur Umsetzung der Trainingsleistungsfähigkeit in entsprechende Wettkampfleistungen ohne „Verluste“ bei wichtigen Wettkämpfen, ist bei Betrachtung der weiteren Ergebnisse bei der EM sicher sehr empfehlenswert.

Leidenschaft – Leistungswillen – Arbeitsbereitschaft – Selbstbewusstsein und der Glaube an die Möglichkeit neue Ziele etwas weiter oben realisieren zu können sind unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg. Ein Mentalitätswechsel wäre sicher dabei für den Einen oder Anderen hilfreich.

Rückt zusammen – bildet ein Team Gleichgesinnter, die alle 2008 in Peking ihre Fortschritte zeigen oder vielleicht bis dahin wenigsten den Anschluss nach oben geschafft haben wollen. Vielleicht bildet man zusätzlich eine 2. Vorbereitungsgruppe der „Jüngeren“, deren Zeit dann 2009 bei der WM in Berlin gekommen ist?

Läufer und Geher, Bundestrainer und Heimtrainer, Fitnesstrainer und Ärzte, nutzt die vielfältigsten Möglichkeiten, die Olympiastützpunkte, die Sportinstitute, neben der Höhe die Höhenkammern, die LV, den DLV, Sponsoren, alle die einen Beitrag leisten können! Alles Geld in einen Topf! Wir müssen wieder konkurrenzfähig sein wollen. Es gilt keine Zeit zu verlieren, vielleicht ist schon im November/ Dezember das erste TEAM -Höhentrainingslager der in Frage kommenden Läufer und Geher mit ihren Trainern möglich. Spätestens dort könnte eine gemeinsame Konzeption beraten und verabschiedet, neue wirksame Formen, aber auch die Bekannten gemeinsam geübt werden.

Qualitative Trainer- und Athletenfortbildung als ein Schlüssel auf dem Weg zum Weltniveau

16. September 2006 (Pöhlitz) - Noch bevor der Bundesvorstand Leistungssport im Deutschen Sportbund (jetzt DOSB) im Dezember letzten Jahres seine Trainer-Offensive für den deutschen Spitzensport verabschiedete, die auf eine nachhaltige Stärkung des Trainerberufs, seiner weiteren Qualifizierung und auf eine internationale Konkurrenzfähigkeit unserer Athleten abzielt, waren wir mit dem Projekt Internetplattform Lauf/Gehen zur qualifizierten Trainer- und Athletenfortbildung bereits in der Planung.

Mit der Präsentation der ersten Beiträge freuen wir uns, dass wir in Übereinstimmung mit dem DOSB einen von drei Schwerpunkten der Trainer-Offensive getroffen haben: die Qualität der Trainerfortbildung für den Spitzensport schwerpunktmäßig zu verbessern. Unser Anliegen zielt zunächst in erster Linie auf die olympischen Lauf- und Gehdisziplinen und den angrenzenden, für die schnellen Läufe hilfreichen Sprintbereich bis 400 m. Dabei möchten wir gern die Maßnahmen und Aktivitäten des DLV und der LV auf diesem Gebiet unterstützen, verstärken oder auch vertiefen und nicht als ein Gegenpol zum Verband gesehen werden.

Wir glauben, dass im ersten Schritt einer solchen Trainer-Offensive die Qualifizierung der z.Zt. tätigen Trainer keinen weiteren Aufschub zulässt, weil das Tempo der Leistungsentwicklung und die Verdichtung in der Weltspitze im Lauf in den letzten Jahren sich nicht, wie eigentlich vor Jahren vermutet, verlangsamt hat. Die Kompetenz der Trainer bestimmt die Leistungsfähigkeit der Athleten und ist somit der Schlüssel für Erfolge. Deshalb hoffen wir vor allem durch praxisnahe Beiträge zur Optimalisierung des Theorie-Praxis-Transfers beizutragen und durch einen offenen Erfahrungsaustausch auf möglichst hohem Niveau das Trainer- und Sportlerwissen im Allgemeinen und die Handlungssicherheit auch von Trainern mit übergreifenden Aufgaben zu verbessern.

Ein besonderes Anliegen ist uns, das Nachwuchsleistungssport-Konzept 2012 des DOSB mit unseren Mitteln vor allem in Richtung Qualifizierung der Nachwuchstrainer/Innen zu unterstützen. Die Richtung entspricht dem Anliegen, von der Durchsetzung in der Praxis aber hängt ab ob die "Erfolge im Spitzensport, insbesondere Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften" auch zu erreichen sind. Die Wahrnehmung und Umsetzung der "Richtlinienkompetenz" des Spitzenverbandes in kooperativer Zusammenarbeit mit den Landesverbänden und Leistungsvereinen, wie sie im Konzept festgeschrieben ist, scheint weitere große Reserven auf dem angestrebten Weg, wieder nach oben, zu beinhalten. Die wichtigste Aufgabe zur Erreichung von Spitzenleistungen aber ist die Quantität und Qualität des Trainings und die Persönlichkeitsstruktur unserer Talente als Voraussetzung dafür, zu verbessern. Dafür sind möglichst zuerst die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Hilfreich wäre, wenn sich auch unsere Läufer/Innen und Geher/Innen intensiv mit den hier veröffentlichten Beiträgen beschäftigen würden.

Unsere neue Internetplattform sehen wir als eine der zusätzlichen, neuen Formen für eine Qualifizierungsoffensive, wie sie in diesem Konzept gefordert wird.

Bei den einzelnen Beiträgen ist natürlich zu differenzieren, welchen Ausbildungsbereichen die jeweiligen Inhalte zuzuordnen sind, damit nicht übersehen wird, ob es sich beispielsweise um Grundlagentraining, Jugend-Aufbautraining, Anschlusstraining oder Training im Hochleistungsalter handelt und nicht zur falschen Zeit die falschen Maßnahmen zu Misserfolgen führen.

von Lothar Pöhlitz