Im Schülertraining soll gelernt, geleistet und gelacht werden

Lauftechnik und Technik aller Trainingsübungen bilden die Basis

© Lothar Pöhlitz – 26. Juni 2017 - „Weltklasse in allen Altersklassen" hat die Abteilung olympische Leichtathletik des DLV ihren Lauf-Nachwuchsbundestrainern als nicht so einfache Aufgaben mit auf den Weg gegeben. Und sie haben es angepackt, sogar im vielen Jahren vernachlässigten Jugend-Langstreckenlauf wieder Erfolge präsentiert. Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde U20-Cross-Europameisterin 2015, lief inzwischen 3 neue Altersklassen-Rekorde, holte Silber in 4:04,45 bei der Hallen-EM 2017, Alina Reh (SSV Ulm 1846) holte U-20 Cross-Bronze und lief im späten Frühjahr als 19jährige tolle 15:16,39 Minuten über 5000m. Und auch bei den Jungen wird kräftig geübt - hört man - um die langjährigen Versäumnisse aufzuarbeiten. Geduld - auch bei den Jungen gibt es Talente. Dabei ist der Unterschied zwischen der „Spielleichtathletik des letzten Jahrzehnts“ und eines anspruchsvollen Talenttrainings in Vorbereitung auf das Hochleistungstraining vom DLV noch deutlicher nach außen zu vermitteln.

UWV - „Unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung“ - die persönliche Bestleistung beim Jahres-Höhepunkt ist möglich wenn...

© Lothar Pöhlitz – 13. Juni 2017 - Eine UWV ist der Trainings-Zeitraum zwischen der entscheidenden Qualifikation und dem jeweiligen Wettkampfhöhepunkt des Jahres. Sie bekommt eine besondere Bedeutung in Jahren zur Vorbereitung auf Olympische Spiele. Üben kann man aber auch schon vorher. Für Läufer sind dafür 6-8 Wochen vorzusehen - 6 Wochen für Bahnläufer - 7 - 8 Wochen für Marathonläufer. Die 3 bzw. 5 ersten Wochen im Höhentraining, die 3-4 nachfolgenden Wochen unter NN dienen der Intensivierung und dem Tapering. Die Problematik dabei ist, ob der Verband die Möglichkeit bietet, die jeweils entscheidende Qualifikation in einem solchen Abstand beispielsweise zu Olympia zu planen bzw. den Besten zu gestatten.

Für Spitzenathleten, deren Qualifikation auf Grund ihrer hohen Grundleistungs-fähigkeit auch ohne persönliche Bestleistung, z.B. bei der DM-Quali „gesichert ist“, gilt, dass der trainingsmethodische Aufbau so erfolgen sollte, dass erst bei den EM, WM oder den Olympischen Spielen ihre höchste sportliche Form abrufbar ist. Für jüngere Athleten, die eine persönliche Bestleistung schon zur Qualifikation brauchen, muss der Leistungsaufbau so erfolgen, dass nach dem ersten Jahreshöhepunkt eine Wiederholbarkeit oder auch leichte Steigerung beim 2.Jahreshöhepunkt erwartet werden kann. Dafür ist zu empfehlen, nach 3 Wochen Höhentraining eine letzte ausreichende Phase der Vorbereitung unter NN zu gestalten. Erfahrung ist nämlich das bei Läufern die sich nach mehreren Versuchen sozusagen erst „auf den letzten Drücker“ qualifizieren beim zu nahen Höhepunkt eine Leistungssteigerung kaum möglich ist.

Läufern mit zu wenig Kraft fehlt es auch an Leistung

Die ATHLETIK in der Sommer - Wettkampfperiode nicht aussetzen

© Lothar Pöhlitz - 31. Mai 2017 - Nicht nur im Nachwuchstraining, auch in der Praxis des Leistungstrainings oder bei den Senioren kann man in den Laufdisziplinen beobachten, dass im späten Frühjahr, mit Beginn der verstärkten Intensivierung der Kraftraum verlassen und die Arbeit an der Kraft, Athletik, Fitness, Beweglichkeit mehr und mehr vernachlässigt oder über Wochen sogar ganz eingestellt wird. Dies begünstigt nicht nur die Verletzungsanfälligkeit, sondern wirkt schon nach 2 - 3 Wochen negativ auf die zuerst bei hohen Geschwindigkeiten abnehmende Handlungsgenauigkeit in der Lauftechnik. Da wo Schrittlänge und Schrittfrequenzen mit steigender spezifischer Leistungsfähigkeit zum Optimum geführt werden sollen, ist das ganze System, das Zentrum, die Beinhebemuskulatur oder die Fußgelenkskraft bereits wieder auf dem absteigenden Ast ihrer optimalen Leistungsfähigkeit. Im Straßenlauf „bricht in den Endphasen oft die Technik zusammen und sie werden immer kleiner“ weil rund ums Zentrum die stabilisierende Muskulatur zu schwach ist. Eine Möglichkeit dem aktiv entgegenzuwirken gelingt mit einem regelmäßigen, möglichst intensiven Sommer - Zirkeltraining auf dem Rasen, dem Einfallsreichtum der Trainer sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die folgenden Beispiele sind als Ideen - Börse für alle Wettkampfperioden eines Jahres anzusehen, können vielseitig erweitert oder natürlich auch entsprechend eigener Erfahrungen abgewandelt, ergänzt bzw. ersetzt werden.

Noch vier Wochen bis zur Marathonbestleistung

„Alles ist Charaktersache“ (Olympiasieger Eliud Kipchoge)*

© Lothar Pöhlitz - 25. Juli 2017 - Nicht wenige ambitionierte Marathonläufer scheinen hin und wider den Schlüssel für die letzten 4 Wochen vor ihrem Rennen des Jahres verlegt zu haben, nachdem sie in der fünften Woche vor dem Tag X den geplanten höchsten Trainingsumfang und einen Marathonspezifischen Lauf nahe zu den 40 km erfolgreich hinter sich gebracht haben. Sie glauben dass sie noch wenigstens eine, vielleicht auch zwei Wochen weitermachen müssen wie bisher und sind sich nicht der Tatsache bewusst an welcher Stelle der Pyramide sie sich gerade befinden. In der Tat sind die letzten Wochen vor dem Rennen schwieriger als es oft scheint. Jetzt muss der Trainingsumfang reduziert und die sportliche Form die Möglichkeit zur Ausprägung bekommen. Da dient - nach dieser letzten grenzwertigen Woche - erst einmal eine Woche der Erholung von Körper und Geist und vielleicht auch um die kleinen Wehwehchen zu reparieren und regenerieren. Gleichzeitig muß nun die Lust zur Planerfüllung kommen, das Laufen zur persönlichen Bestleistung über 42,195 km, allmählich mit dem Selbstvertrauen dass man ja dafür gut trainiert hat. In dieser Kompensations-Woche sollte man auch 2-3 x Gast beim Physio sein, die Füße pflegen und 2 x das Laufen durch semispezifisches Training im Wasser oder auf dem Ergometer ersetzen. Jetzt ist auch Zeit schon einmal mit den nicht neuen Schuhen zu laufen die Dich im Rennen zur Bestleistung führen sollen. Der Trainingsumfang hat bis dahin gestimmt, die Kilometer wurden gesammelt, in (fast) jeder Woche wurde ein oder auch zwei lange Läufe gemacht und das bei ansteigender Geschwindigkeit und es waren ja auch nicht wenige mittlere Dauerläufe im 4 Minuten-Tempo und auch 3:40 → 3:30/20 min/km um 20-25 km dabei. Die aerobe vL2 – Schwelle war zuletzt sogar besser als die geträumte Marathonzielgeschwindigkeit.

PECH - Praxiserfahrungen zum Umgang mit Läuferverletzunge

Wenig Training - weniger Kalorien

© Lothar Pöhlitz - 11. Juli 2017 - Die Mehrzahl der Läufer die sich verletzen übersehen, dass die ersten Minuten nach einer Verletzung entscheiden, wie lange es dauert bis man wieder beschwerdefrei trainieren kann. Praxiserfahrung ist das jede versäumte Behandlungsminute in der nicht gekühlt wird (z.B. mit Kühlpads / kaltem Wasser / kalten Umschlägen / Eisbeutel oder auch Eisspray) beispielsweise nach einer Zerrung, Umknicken oder einem Stoß gegen Zeh oder Bein, die Zeit der Heilung um Tage verzögert. Vielfach ist nicht klar wann und wie lange Kälte und wann Wärme nach einer Verletzung angesagt ist.

In der Regel sind Kälte und Eis in den ersten Stunden oder auch bis zu zwei Tagen die Mittel der Wahl. Damit wird der Stoffwechsel verlangsamt, die Blutgefäße verengt, Einblutungen ins Gewebe und somit Schwellungen vermindert.

Sind die Schwellungen und Entzündungen (Rötungen) – in der Regel nicht vor 2 Tagen – vollständig abgeklungen, kann mit Wärme, Warmbad, Wärmflasche und durchblutungsfördernden Salben die weitere Behandlung bis zur Beschwerde-freiheit fortgesetzt werden. Auch verspannten Muskeln tut Wärme gut!