Ein Blick voraus: WM Osaka

Wo steht der deutsche Lauf kurz vor der DM?

2007-06-30-wm-osaka30. Juni 2007 (Ring/Pöhlitz) - Die WM-Saison 2007 kommt langsam ins Rollen. Die erste Serie der German Meetings haben wir hinter uns, das erste Golden League Meeting in Oslo auch. Nun beginnt die heiße Phase vor den Deutschen Meisterschaften am 21./22. Juli in Erfurt. Dort soll der WM-Kuchen fertiggebacken werden. Die Werfer haben ihre Hausaufgaben bereits im Mai beim Werfertag in Halle auf den Tisch gelegt. Viel Feines ist dabei. Auch danach haben sie sich nicht nur in den Kraftraum verzogen, die Konkurrenz angenommen. Die 70,20 m von Christina Obergföll im Paket zusammen mit Europameisterin Steffi Nerius sind schon ein Pfund für die anstehende WM. Im Bereich Sprung zeigt die Abteilung Stabhochsprung wie gewohnt Besonderes. Eicke Onnen springt konstant jenseits der 2,30 m. Götzis beruhigte vorab alle deutschen Mehrkampfenthusiasten und in Ratingen wurde nachgelegt. Der Sprint zeigt größere Geschlossenheit als früher. Die beiden Staffeln sind durch. Und trotzdem fällt es schwer, den Prognosen des leitenden Bundestrainers Jürgen Mallow zu folgen. Er ist fest davon überzeugt, „dass wir in Osaka besser abschneiden werden als in Helsinki.“ Auch der Lauf präsentierte zwei Silberstreifen am Horizont. André Pollmächer hat über 10.000 m eine schöne 27:55,56 hingelegt und Hindernisläufer Filmon Ghirmai hat die Norm, siegt zusätzlich beim Europacup. Der Start eines WM-Teams im Marathon der Frauen ist vielleicht ein weiteres Indiz, derjenige der Männer eher eine Motivationshilfe. Fakt bleibt, dass im Block Lauf der Damen derzeit noch keine Normerfüllung vorliegt, sieht man einmal von den Marathonläuferinnen ab.

Der statistisch recht bewanderte leitende Bundestrainer hat bestimmt alles im Notizbuch, sicher auch dass Pollmächer und Ghirmai und unsere Marathonfrauen im Finale nicht die Kastanien aus dem Feuer holen können. Dort wo im Mittelstrecken-Männerbereich für 2009 junge Pflänzchen (Schemberra, Keiner) nachwachsen, herrscht bei den Frauen Funkstille. Auf den Kernstrecken 800 m, 1500 m und 5000 m wird sicherlich keine deutsche Frau vertreten sein und auf der Hindernisstrecke sorgen derzeit zwar im Juniorenbereich vier Talente mit vollendeter U23-EM Normerfüllung für ein klitzekleines Luxusproblem, von der Weltspitze sind sie indessen noch meilenweit entfernt. Von guten Endlaufplatzierungen im Bereich Lauf im fernen Osaka zu träumen, scheint derzeit geistige Energieverschwendung zu sein.

Dort wo man im Sprint, Sprung und Wurf mit einer scheinbar größeren Geschlossenheit des Kaders und solider Arbeit ansetzt, herrscht bei den Läufer/Innen noch Dornröschenschlaf. Kein Team, keine Schritte nach vorn. Koblenz, das große Lauf-Mekka Mitte Mai, ist zum 5000 m Event geschrumpft. Danach geht man sich tunlichst wieder aus dem Weg. Normwettkämpfe wären Angebote, das in Koblenz Angefangene fortzusetzen. Individuelle Interessen lassen indessen kein weiteres gemeinsames Handeln zu. Für Starts bei Golden League Veranstaltungen reicht es gegenwärtig für deutsche Läufer/Innen nicht. „Mocki“, die man noch vor der Saison ohne Schwierigkeiten auf dem Weg nach Japan wähnte, scheint sich nun auch „verlaufen zu haben“. Nach Norm - Maßstäben jedenfalls hat sie die Osaka-Fahrkarte noch nicht in der Tasche, auch wenn Bundestrainer Detlef Uhlemann glaubt, „dass sie unbedingt dorthin gehört.“ Vielleicht aber hat sie auch ihre langfristige Marathonplanung vom Hier und Heute der Aufgabe, von der notwendigen „Bahngeschwindigkeit“, etwas abgebracht.

Jürgen Mallow hat in leichtathletik den Aufschwung der deutschen Leichtathletik an vier Eckpfeilern bereits festgemacht:

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Gelten die nun auch für den Bereich Lauf? Oder sind Ghirmai und Pollmächer nicht einfach nur gute derzeitige Produkte ihrer „Heimnester“? All das, was Jürgen Mallow als Hoffnungsschimmer für die deutsche Leichtathletik ausgemacht hat, kann von uns schlecht beurteilt werden. Mit seinem „geliebten“ Laufbereich scheint er indessen auch nicht zufrieden zu sein. Recht deutlich wird er mit Aussagen, dass man sicher auch ohne Dopingunterstützung eine 3:36,60 anbieten können müsste, wenn man über 1500 m zur WM wolle. Zum Thema „Mocki“ äußerte er sich noch drastischer: „Vor zwei Jahren lief Mocki im Alleingang als Deutsche Meisterin 15:08,17 und bei der WM 2005 wurde sie 17. mit 31:28. Jetzt sollen 31:40 zu viel sein? Ich kann Ihr Gejammere nicht mehr hören!“

Bisher klemmts im Lauf noch beträchtlich

Betrachtet man die bisherigen internationalen Großevents weltweit wird es für Deutschland aus derzeitiger Sicht in Osaka bei Bahnwettbewerben betreffs einer Endkampfplatzierung (Platz 1-8) auf den Strecken 800 m, 1500 m, 5000 m, 10.000 m und den 3000 m Hindernis schwer. Hindernisläufer Filmon Ghirmai und 10.000 m Mann André Pollmächer drücken wir natürlich ganz toll die Daumen. Für die Top-Ten wird’s dennoch nicht reichen. Festzuhalten ist, dass es beim Lauf derzeit gegenüber den anderen Disziplinblöcken noch immer ganz schön klemmt. Ein positives Zeichen ist, dass man sich zu einer Teilnahme am Marathon-Weltcup durchgerungen hat, wobei speziell die Nominierung des Männerteams eher als Motivationshilfe auf niedrigem Niveau zu betrachten ist. Die Vergangenheit betrachtend, ist ein solches Vorgehen des DLV völlig neu. Der Ansatz über einen Durchschnitt einer 2:18 entspricht eher dem Leistungsanspruch läuferischer Entwicklungsländer. Den Frauen könnte man bei geschlossenem Auftreten und vor allem Gesundheit (Ulrike Maisch), Überraschungen zutrauen, wie die einer Sonja Oberen bzw. des EM-Teams von 2002.
Die internationale Konkurrenz nicht nur aus Ostafrika ist derzeit erdrückend. Allein unsere große Differenz zur Weltspitze, darf aber doch nicht dazu führen, den eigenen Problemen nicht Einhalt gebieten zu wollen und zu resignieren. Die noch vor wenigen Jahren arg gescholtenen deutschen Zehnkämpfer haben sich inzwischen kräftig regeneriert. Ein Blick über den Zaun könnte auch dem Lauf helfen. Am besten noch vor Beginn des neuen Trainings- und Wettkampfjahres.

Zur Nominierungsproblematik im DLV

Die deutsche Leichtathletik verwendet zur Nominierung für die WM kein Trialsystem nach amerikanischem oder kenianischem Muster. Es wurden Richtlinien mit einer Normenliste, die weitgehend den Normen der IAAF entspricht, festgelegt. Der Erfüllungszeitraum ist recht weit gefasst. Ausschlaggebend für die feste Nominierung ist in den Kerndisziplinen das Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften im Stadion. Für weitere Großevents gibt es ähnliche Ausscheidungsverfahren, wobei in den letzten Jahren ein deutlicher Trend zu echten Ausscheidungswettkämpfen Frau gegen Frau oder Mann gegen Mann zu erkennen war. Nach dem wohl einmaligen Trialverfahren für die Europacup-Besetzung im letzten Jahr (Regensburg/Schönebeck) ist man für 2007 beim DLV wieder zu einer moderateren Form mit mehreren Möglichkeiten zurückgekehrt, wobei der Qualifikationszeitraum sehr eng gefasst wurde (Ende Mai bis 10. Juni). Einige Disziplinen sind deshalb gleich beim Trialsystem geblieben und haben einen Wettkampf zur alleinigen Qualifikation gemacht. Am Unübersichtlichsten zeigte sich der Block Lauf.

Nominierungsverhalten im Block Lauf

2007-06-30-wm-osakaWährend alle anderen Disziplinblöcke den engeren Rahmen mit wenigen Qualifikationswettkämpfen suchen, setzt der Block Lauf auf einen gestreckten Zeitraum mit differenzierten Wahlmöglichkeiten. So starteten die 10.000 m Aspiranten ihren Qualifikationsmodus bereits Anfang April bei den European Challenge und ließen Anfang Mai mit den Deutschen Meisterschaften auf dieser Strecke Normerfüllungsmöglichkeit zwei folgen. Während die anderen Blöcke in der beginnenden VP2 (ab Anfang April) wettkampftechnisch weitgehendst Ruhe walten ließen, herrschte bei Deutschlands Topläufern schon früh rege Betriebsamkeit. Vor allem individuelles Vorgehen konnte registriert werden. Sabrina Mockenhaupt z.B., derzeit einzig verbliebene Topläuferin mit internationalem Anschluss, (vielleicht kommt „Miki“ ja noch), wählte den Weg über die Challenge (Anfang April, 10.000 m, dnf), die Deutschen Meisterschaften (Anfang Mai/10.000 m/ Norm verpasst), Koblenz (dritte Hälfte des Mai/nicht abgeklärtes gemischtes Rennen 5000 m/Norm verpasst) und Oslo (Mitte Juni/5000 m/Norm verpasst). Jan Fitschen, der Euromeister des Vorjahres über 10.000 m, trifft keine eindeutige Streckenwahl, scheitert bei den deutschen Meisterschaften über 10.000 m, wohl beabsichtigt, als Meister deutlich an der Normerfüllung, ist dann beim 5000er in Koblenz nicht fit und muss nun vor den immer näher kommenden Deutschen Meisterschaften (Erfurt, 21./22. Juli) auf der favorisierten Strecke 5000 m alles auf eine Karte setzen. Verena Dreier, EM-Teilnehmerin des Vorjahres über 3000 m Hindernis läuft zunächst bei Landesmeisterschaften eine für die U23-Junioren-EM ausreichende 10:03, verbessert sich beim nächsten qualitativ hochstehenden Rennen in Dommelhof auf 9:53, lässt dann aber wohl auf Grund der in Fülle stehenden Aufgaben (EC-Einsatz, wahrscheinlich 2x U23-EM-Einsatz und DM) weitere Möglichkeiten in Prag, Oslo, Warschau und Regensburg aus. André Pollmächer riecht nach seinem überraschenden Challenge-Sieg den für ihn faulen, weil viel zu frühen DM-Braten und macht unter der Führung seines erfahrenen Trainers Bernd Dießner (Glückwunsch) Anfang Juni in Dommelhof den Sack zu. Auch Hindrnisläufer Filmon Ghirmai hat seine Aufgabe im zweiten Anlauf (Prag, Anfang Juni) inzwischen erfolgreich erledigt. Arne Gabius meldet in Koblenz Mitte Mai mit 13:27 Ansprüche an, der Möglichkeiten viele hat er dennoch nicht mehr. Ingesamt stellt sich ein stark individualisiertes Angehen internationaler Startmöglichkeiten dar, ein echter Ansatz zur Struktur wie in anderen Blöcken ist nicht zu erkennen.

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Überflüssige Regeldiskussionen

Weil Deutschlands Laufbereich nicht schon genügend Probleme hätte, macht „Oberkampfrichter“ Volker Wollschläger eine neue Baustelle auf. Dem jahrelangen Gewohnheitsrecht folgend, suchen vor allem die immer weniger werdenden Klasseläuferinnen nach echten Wettkampfmöglichkeiten in gemischten einheimischen Rennen. Dies ist der AG Wettkampfwesen seit Jahren bekannt, ist mit der Platzierung der erzielten Leistungen in den jeweiligen Bestenlisten auch toleriert worden. Explizit an jenem Beispiel zeigt sich indessen eine der größten Schwächen des DLV. Der Leistungssport ist in den Fängen vieler Stäbe, die nur periphär die Belange des Leistungssports verstehen, sich neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit offensichtlich weniger um den Leistungsfortschritt sorgen. Es fehlt ihnen in der Regel an der notwendigen Kompetenz. Ein Leistungssportdirektor, sofern es ihn denn innerhalb des DLV gäbe, hätte wohl schon längst das Auslichten der nachkommenden Elite von Nachwuchslangstrecklerinnen erkannt. Am Beispiel von Sabine Mockenhaupt soll verdeutlicht werden: nach dem derzeitigen Stand der Dinge hat Sabrina Mockenhaupt kaum Optionen, in Deutschland auf der Bahn gegen weibliche Konkurrenz zu laufen. Nachdem derzeit die nächstbeste deutsche 5000 m Läuferin eine 16:00 anzubieten hat, muss sie hierzulande eben alleine um die Bahn kreisen, in der Regel alle Gegnerinnen überrunden. Das Problem, eine Stufe weiter unten, im Nachwuchs, stellt sich dort im Übrigen nicht anders dar. Den wenigen auftauchenden wirklichen Talenten wird die Konkurrenz, das schnellere Vorankommen verwehrt. Ein Start gegen Gleichstarke ist kaum möglich. Leistungsgruppen sind nicht nur im Training der Weg zum schnelleren Fortschritt. Deshalb plädieren wir auch für die Wettkämpfe außerhalb von Meisterschaften für Durchlässigkeit, gemischte Rennen nach dem Leistungsprinzip, zumal das bei Straßenläufen normal ist.
Die Gerechtigkeit hat dort ein Ende wo bei Männern pro Rennen bis zu 3 Hasen agieren dürfen, am Ende dem Sieger alle uneingeschränkt zujubeln, den Frauen und Mädchen aber die Hilfen bei ihrem Bemühen um ein höheres Entwicklungstempo versagt bleiben.
Anstatt sich mit allerlei unsinnigen, weil unnützen und für den Hochleistungssport irrelevanten Regeländerungen (siehe Startgemeinschaften für DMM-Durchgänge) zu beschäftigen, sollte sich die AG Wettkampforganisation darüber im Klaren sein, dass man in der Not durchaus auch mal eine „nationale“ Lösung braucht. Auch sie sind für die Sportler da.

Es beim Alten lassen, heißt den Fortschritt zu verhindern

2007-06-30-wm-osakaOb die Trainer oder auch Bundestrainer mit ihren Schützlingen „besser trainiert“ haben können und wollen wir nicht beurteilen. Auch für die Beurteilung der weiteren drei Mallowschen Eckpfeiler fehlt uns der nötige tiefere Einblick. Trotzdem halten wir es für nötig eine Reihe Dinge zu ändern, in Richtung Qualifikation, bei den Nominierungsrichtlinien und der Wettkampforganisation für die Kaderathleten und die Talente unter dem Nachwuchs, in der Teambildung, in der Vorbereitunsstruktur; vielleicht sollte man beim DLV noch einmal über die früheren Teamleiter nachdenken, ein Chef könnte nicht schaden. Und nur mit nebenamtlichen scheint Hochleistungssport auch nicht zu funktionieren.
Es kann in diesem Zusammenhang durchaus über den Sinn von frühzeitigen Qualifikationen nachgedacht werden. An anderer Stelle haben wir bereits einmal darauf hingewiesen, dass es doch sinnvoll wäre, bei unserem Leistungsrückstand den Monat Mai in erster Linie als Trainingsmonat zu nutzen. Unter diesem Gesichtspunkt kann es doch sicher nicht problematisch sein, den Koblenz-Termin leistungsorientierter nach hinten zu verlegen. Viele Starts sind nicht gleich viele Qualimöglichkeiten. Aber 2-3 Rennen alle gegeneinander im Juni nach mehrmonatigem Training müssten doch zu machen sein. Sicher ist es zu regeln, im Einklang mit Veranstaltern und Managern zukünftig die Starterfelder bei den German Meetings noch mehr auf deutsche Belange zuzuschneiden. Dabei können zwei, drei Ausländer nicht schaden.
Müssen die Deutschen Meisterschaften (10.000 m/5000 m weibliche Jugend) inmitten des wohl zu diesem Zeitpunkt recht trainingsintensiven Vorbereitungsabschnittes liegen? Was spricht gegen ein offenes Championat im Juni oder wieder bei der DM? Die dann unter Umständen ungünstigeren klimatischen Bedingungen könnten locker durch eine späte Startzeit (vielleicht sogar unter Flutlicht) aufgefangen werden. In der Regel ist es bei EM, WM oder OS auch immer warm. Bei etwas geschicktem Management und der dafür nötigen Teamarbeit DLV-geeignete Ausrichter mit passender Rahmenveranstaltung müsste das doch zu packen sein, wie z.B. in der belgischen Provinz Dommelhof mit prächtigen Mittel- und Langstreckenrennen.

Bernd Dießner, Trainer von André Pollmächer, hat diese jahrelange Gewohnheit heuer verlassen. Eigentlich mit der schwierigsten Aufgabe von allen WM-Aspiranten betraut, eine 27er Zeit mit einem noch ganz jungen Mann anbieten zu müssen, hat er unserer Ansicht nach die Wochen zwischen Challenge (seines ersten Jahres-Standings) und dem 1. Juni für’s Training gut genutzt. Geplant, gezielt und perfekt umgesetzt. Der Autor dieser Abfassung konnte sich in Dommelhof über Dießners „gezielte Planung“ selbst vergewissern. Auf dem Notizblock stand eine 27:56 und André Pollmächer hat es punktgenau umgesetzt. Der mögliche DM-Titel wurde für Osaka „geopfert“.
Noch eins zum Schluß: zu verändern ist auch das meist wenig geschlossene Auftreten der deutschen Läufer/Innen bei Inlandrennen. Bis auf die Meisterschaften und in Koblenz geht man sich in der Regel ein wenig aus dem Weg. Uhlemann, Fleschen und Zimmermann usw. fabrizierten zusammen schon vor gut dreißig Jahren 27er Zeiten gemeinsam, in schon legendären Abendmeetings der 70er Jahre war sich keiner zu schade, auch mal für den anderen Tempo zu machen, zumindest sich im Rennen sinnvoll in der Führungsarbeit abzulösen. Es kann doch nicht so schwer sein, Läufer zu finden, die bereit sind, für die Kollegen mal Tempo zu machen, der gute Trainingseffekt einer solchen „Opferrolle“ mit eingeschlossen. Wer sich scheut, mal einige Runden Tempo zu machen, ist wahrscheinlich auch nicht reif für große Events. Die meist gehörte Frage zu Meetings bei Deutschlands Läufer/Innen und ihren Managern heißt aber: „Wer ist der Hase, wer macht Tempo und wie schnell, kann international Adäquates angeboten werden?“ Resultiert dieses Verhalten nicht in erster Linie aus den ausgeprägten Egoismen, aus der fehlenden Teamzugehörigkeit. Haben Deutschlands Läufer/Innen noch nicht realisiert, dass doch alle im gleichen Boot in eine Richtung rudern müssen, wenn sie wieder bei Golden League- Veranstaltungen dabei sein wollen.

Hilfreich für einen schnelleren Leistungsfortschritt wären:

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Fotos: René Herms, Sabrina Mockenhaupt und Filmon Ghirmai (Kiefner-Fotos)

Im Jugend-Aufbautraining auf das Hochleistungstraining vorbereiten

Olympische Spiele der Jugend ab 2010 – Neue Herausforderung mit Gefahren verbunden

2007-07-13-olympische-spiele-der-jugendKürten/Regensburg, 13. Juni 2007 (Pö/orv) - Der Schnellschuß des IOC, Olympische Spiele für die Jugend bereits ab 2010 durchzuführen, hat sicher alle überrascht und wird noch längere Zeit Fachleute und Journalisten zu kontroversen Diskussionen herausfordern. Die Geschichte des Sports zeigt , das man über die Teilnahme überhaupt nicht diskutieren sollte. Natürlich werden wir teilnehmen. Alle Boykotts der Geschichte haben gezeigt, dass der Lauf der Welt nicht aufzuhalten ist. Ist dies geklärt stellen sich sofort die Fragen nach den Konsequenzen, vor allem die Frage des „wie“ muss sehr gründlich diskutiert werden. Eins ist klar, bleiben wir weg, bleiben wir auf der Strecke.

Den Wandel annehmen – uns bleibt gar nichts anderes übrig

Viele neue Ideen, die die Leichtathletik veränderten, wurden in den letzten Jahrzehnten (U23/U20/U18, die neuen Frauendisziplinen, Regelveränderungen usw.) auch im DLV umgesetzt. Die Tatsache, dass all diese Veränderungen die Leichtathletik nicht beschädigt haben, sollte uns mahnen, sachlich an diesen doch schon außergewöhnlichen Deal – vielleicht mit dem vorrangigen Ziel weitere Werbemillionen einzufahren – heranzugehen. Schließlich betrifft es alle olympischen Sportarten und wir werden sicher nicht zögern.
Also muss möglichst bald die wichtigste strategische Entscheidung fallen: welche Ziele werden sich für unsere jungen Talente mit Olympia verbinden? Nationenwertung, Medaillenspiegel, Endkampf oder nur Teilnahme, oder sollten diese Weltspiele auch der Jugend-Leichtathletik für uns „Mittel zum Zweck“ sein? Mit diesem Zweck meinen wir die Vorbereitung auf die Zeit des Hochleistungstrainings, des Erwachsenenseins, der persönlichen Höchstleistung nach einem mehrjährigen systematischen Aufbau, unter Berücksichtigung des jungen, heranwachsenden, sich noch entwickelnden Organismus. Die Frage nach einer kleinen oder großen Mannschaft sollte innerhalb der nächsten drei Jahre in Ruhe beraten werden, wenn man mehr weiß.

„Goldkörnchen“ nicht verheizen, sondern auf später vorbereiten

Wir plädieren für Gesundheit zuerst, bei Beibehaltung des Hauptziels eines systematischen Aufbaus der Belastungsverträglichkeit für zunehmend höhere Beanspruchungen und der Ernte möglichst früh (entsprechend der internationalen Tendenzen) aber erst ab einem Alter um die 20. Trotzdem wollen wir den Leistungsfortschritt auch in der Jugend. Die Vergangenheit lehrt, das dabei dem DLV eine komplizierte Aufgabe zukommen wird.

Extreme müssen nicht nur vermieden, sondern verhindert werden.

2007-07-13-olympische-spiele-der-jugendDer bekannte „Über-Ehrgeiz“ von Vätern, Müttern oder auch Trainern und Managern, die Bereitschaft Jugendlicher unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten zu nutzen, die einmalige Chance zu haben bei „Olympischen Spielen“ zu glänzen, muss überwachend ausgeschlossen werden. Dies wird schwer. Deshalb kommt den zu erarbeitenden Nominierungskriterien eine außerordentliche Bedeutung zu.
Olympia der Jugend darf nur Zwischenstation auf dem weiteren Weg nach oben bleiben, auch wenn wir uns dort mit unseren Athleten nur im Anschlussbereich, nicht ganz vorn, wieder finden. Der frühzeitige Verschleiß muss ausgeschlossen werden. Deshalb sollte der DLV nicht zögern möglichst bald, noch 2007, seine Strategie vorzugeben. Dabei ist zu bedenken, dass junge Talente – die Elite – und auch die sogenannten Frühentwickler in diesem Altersbereich schon zu teilweise erstaunlich guten Leistungen fähig sind, im Laufbereich werden es uns die afrikanischen und asiatischen Länder bestimmt schwermachen. Die Nachwuchsländerkämpfe in Europa haben wiederholt gezeigt, dass wir im Vergleich mit unserer Jugendarbeit gar nicht so schlecht dastehen.

Kaderbildung muss auch Spätzünder zulassen

Bei der Kaderbildung der nächsten Jahre sollte aber immer bedacht werden, dass für eine weitere Förderung nicht nur Jugendliche in Frage kommen dürfen, die bei Olympischen Spielen der Jugend waren!
Hilfreich wäre, diese Motivationsmöglichkeit zu weiteren Fortschritten innerhalb unseres trainingsmethodischen Vorgehens zu nutzen, mit den Besten vor allem die Anzahl der Trainingseinheiten schon frühzeitiger zu erhöhen und neue Initiativen zum Auffinden von Talenten im Kindertraining zu installieren. Die Olympiaaufgabe sollte uns vor allem auch zu veränderter zielgerichteter Arbeit im Kindertraining führen, Talente suchen und früher vielseitig, zielgerichtet ausbilden, dies sollte eine vorrangige Aufgabe in den LV werden, damit wir zukünftig für die Olympischen Spiele der Jugend aus einer größeren Breite auswählen können. Diese neue Aufgabe zwingt zu veränderten Prioritäten, zu einem „früher“auf breiter Front. Es wäre deshalb auch sinnvoll für die in diesem Altersbereich arbeitenden Trainer in einer Trainerfortbildungs-Fortsetzungsreihe der DLV-Trainerschule und in den Landesverbänden die sich aus dieser Aufgabe ergebenden veränderten Inhalte zu vermitteln, breit zu diskutieren und alle Beteiligten gleichzeitig für diese neue Aufgabe zu motivieren. Der Schub wird durch diesen Beschluß aus anderen Ländern bestimmt kommen.

Die Wissenschaften sind gefragt

2007-07-13-olympische-spiele-der-jugendDer oft platten Aussage, vor allem in der Mädchen-Leichtathletik, „die wurde verheizt“, sollte eine seriöse Forschung der Entwicklung bzw. aber auch der Entwicklungsschwierigkeiten junger Leichtathleten entgegengehalten werden können. Die letzten zwanzig Jahre ist hier nichts mehr geschehen. Der plumpe Glaube, aus jedem Jugendtalent würde sich auch ein Hochleistungskörper entwickeln, führt in den meisten Fällen zu herber Enttäuschung am Kleinsystem („der wurde verheizt“) bzw. am Athleten selbst („dem fehlte die Einstellung“). Der komplizierte Vorgang des Erwachsenwerdens wird meist nur an äußeren Merkmalen festgemacht, die Schübe des Organwachstums bzw. die gerade in den letzten Jahren festzustellende Verschiebung der mentalen Reife nach hinten (jenseits des 23. Lebensjahres) nicht berücksichtigt. Über das Wie und Wann der genetischen Einschüsse, ererbter Bewegungsmuster und mentaler Orientierungsmöglichkeiten in Zusammenhang mit dem Leistungssport gibt es wenige bis gar keine empirische Untersuchungen. Die in vielen Bereichen hilfreiche Trainingssystematik der ehemaligen DDR hatte hier keinen Bedarf. Das System konnte Hebel ansetzen, diese sind uns allen bekannt, brauchen hier nicht mehr erläuert werden, sind aber im derzeitigen Geselschaftsmuster nicht anwendbar, daher wirkungslos.

Eine Strukturreform des Verbandes ist überfällig

Diese Aufgaben den teils finanziell maroden Landesverbänden zu überlassen, heißt grob fahrlässig handeln. Wo der Coopertest im Ausdauerbereich noch immer den Laktattest ersetzen muss, kann über aufwendige Untersuchungen gar nicht nachgedacht werden. Die Versuche so mancher Landesfürsten, im Alleingang Hochleistungssport ganz unten (Nachwuchsbereich) möglich zu machen, müssen spätestens dann scheitern, wenn im Juniorenbereich die Anschlussmölichkeiten fehlen. Hochleistungssport gehört in eine Hand und zwar von Anfang an, wobei es zu einer deutlichen Verschiebung der Arbeitsbereiche in den Landesberbänden kommen muss. Ein Hochleistungsstab im DLV muss unabhängig handeln können und dafür ist ihm in den Landesverbänden organisatorisch der Boden zu bereiten. Der Kampf um’s Talent zwischen Landes-, Bundes- und Heimtrainer muss zur sinnvollen Kooperation zwischen Heim- und Leistungssportkoordinator/Bundestrainer umgewandelt werden. Der Rattenschwanz von unmäßig aufgeblasenen D-Kadern, übrigens vom DOSB schon längst erkannt, muss im Sinne einer individuellen Top-Talent-Förderung abgebaut werden, die bundesweit kooperiert. Beispiel: Eine 9:30 B-Jugendliche über 3000 m hat wenig von ihren 15 10:30 laufenden Landeskaderkolleginnen, aber viel von einem leistungsorientierten Bundescamp mit sechs bis acht leistungsgleichen Jugendlichen.

Fotos: Stefan Matula, Christian Blum und Susi Lutz (Kiefner-Fotos)

Wir müssen nicht nur über das Training nachdenken

Die deutschen Läufer/Innen im Fokus der Kritik

2007-08-07-laufanalyse07. August 2007 (orv) - Die Tickets nach Osaka sind gebucht. 69 deutsche Athleten/Innen werden die Reise nach Japan antreten. Darunter nur wenig Erfolg Versprechendes aus der Abteilung Lauf. Auf den früher für Deutschland so erfolgreichen Mittelstrecken wird kein einziger deutscher Vertreter an den Start gehen, Hindernisläufer Ghirmai, André Pollmächer und Jan Fitschen werden wohl mit den Nationenpunkten (Platz 1 bis 8) wenig zu tun haben. Der leitende Bundestrainer Jürgen Mallow äußerte sich dazu in der Zeitschrift „leichtathletik“: Wir müssen über das Training nachdenken, schließlich hatten die Deutschen gerade über 800 m in der Vergangenheit große Erfolge“. Der DLV Generalsekretär Frank Hensel haut in die selbe Kerbe. In einem Interview, erschienen in der Rhein-Zeitung, Ausgabe Betzdorf, vom 20. Juli 2007 äußert er sich wie folgt: „Die Läufer bereiten uns große Sorgen. Hier müssen wir neue Wege beschreiten, die Methodenfrage stellen und neue Ansätze finden. Nach der Saison werden wir uns zusammensetzen und die Konsequenzen ziehen. Den Irrweg, den wir lange gegangen sind, müssen wir verlassen.“ Da kann man schon froh über das „wir“ sein und hoffentlich dabei an die Pflichten des Verbandes in Richtung Bedingungen, Voraussetzungen und Führung des Enwicklungsprozesses denkt.

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Lassen Sie uns da nun auch mal die andere Seite hören. Jeder, der auch nur ein wenig in die Laufszene involviert ist, hat Sabrina Mockenhaupts „Irrfahrt“ in Richtung Osaka mit bekommen. Warum auch immer, die A-Norm wurde mehrmals knapp verfehlt und als das Kind mit Mockis freiwilligem Verzicht endgültig in den Brunnen gefallen war, bemerkte Jürgen Mallow dazu: „Wir hätten Sabrina Mockenhaupt auch mit der B-Norm mitgenommen.“ Für die laufinteressierte Betrachterschar indessen war dies ein „etwas seltsamer“ Kommentar der Sachlage, die sich nach dem verpatzten Oslo-Start zeigte. Das hat nun endgültig auch Mockenhaupt-Trainer Heiner Weber, eigentlich ein ganz Ruhiger seiner Branche, auf den Plan gerufen. Auf Anlass des Hensel-Interviews fragt er den zuständigen Bundestrainer Detlef Uhlemann: „Was meint Hensel konkret? Was wird falsch gemacht? Welcher Irrweg muss verlassen werden und welche Konsequenzen sind zu fordern?“ Detlef Uhlemann sieht Hensels Interview nicht unbedingt als Kampfansage. Er will diese Dinge zunächst im Herbst intern besprochen haben. „Ich scheue keine Diskussion, im Grunde haben wir doch alle das selbe Ziel, nämlich besser zu werden.“

Man spricht nicht gerne über die Probleme

2007-08-07-laufanalyseFakt ist für ihn aber auch, dass eine klassische Analyse des hier und jetzt Trainierten der letzten Jahre bisher nicht stattgefunden hat. Erfolgreiche Arbeit wurde stark individualisiert erledigt. Der alte Rahmentrainingsplan existiert und ist in seinen Grundaussagen mit Sicherheit aussagekräftig, über den Anschluss an die internationale Klasse ist aber darin wenig nachzulesen, auch nicht über die Wege und Voraussetzungen in Richtung Hochleistungssport. Genau um das sollte es aber gehen, zumindest, wenn wir den Anschluss auf breiter Front wieder schaffen wollen. Mit Recht ist der DLV auf seine beiden Europameister des letzten Jahres stolz und die erfolgreichen Athleten/Innen haben dafür jahrelang hart gearbeitet. So kann es dann auch nur begrüßt werden, wenn Tonno Kirschbaum, der Trainer von Jan Fitschen, in der Zeitschrift „Leichtathletik Training“ in die Offensive geht und die Karten zumindest für Jan Fitschen auf den Tisch legt. Vorbildlich, weiterführend und absolut konstruktiv. Nun sollte der Ball aufgenommen werden, um Defizite, die der deutsche Lauf hat, möglichst bald aufzuarbeiten.

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2007-08-07-laufanalyseEine echte leistungsfördernde Wettkampfstruktur fehlt

Eine in der Tat desaströse Wettkampfsituation im Bereich der Bundesrepublik beklagt auch der Bundestrainer. „Hier gibt es große Defizite und es ist sicher nicht einfach gerade im Frauenbereich zur passenden Zeit die qualitativ passenden Wettkämpfe mit der adäquaten Konkurrenz zu finden. Zumindest nicht in Deutschland.“ „Die Wattenscheider fahren schon lange zum Flanderncup“, bemerkt Detlef Uhlemann dazu und meint eine gut funktionierende Wettkampfstruktur im vergleichsweise kleinen Belgien. Heustel, Dommelhof, Ninove, Tessenderlo, Merksem, alles Städte die kein Mensch in diesem unseren Lande kennt, in Läuferkreisen sind sie wohl bekannt. Sie haben eben das, was in Deutschland auf gewissen Distanzen nur noch ganz, ganz wenige Veranstaltungen zu bieten haben, zum Beispiel Koblenz für die 5000 m.

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Betrachtet man sich die deutsche Bestenliste, vor allem die der Frauen, wird einem Angst und Bange. Paradebeispiel 5000 m: Die zwölfeinhalb Runden werden defacto nur noch bei Meisterschaften gelaufen und sind dann auf Grund ihrer großen Leistungsstreuung, der auch vielleicht einzustreuenden taktischen Hintergedanken einzelner Läuferinnen, der oft nur geringen Teilnehmerzahlen ganz und gar nicht geeignet, um die Disziplin leistungsgerecht weiterzubringen. Beispiel 3000 m Hindernis der Frauen: Das absolute Highlight des Jahres fand in Dommelhof am 2. Juni in Belgien statt. Unsere derzeit vier besten Läuferinnen, allesamt Juniorinnen, sackten vier Jahresbestleistungen ein, von denen gleich drei auch noch neue Hausrekorde waren. Der Ansatz am Wochenende drauf, Ähnliches beim einzig in Deutschland angesetzten Normrennen in Regensburg, nochmals zu versuchen, scheiterte kläglich. Drei der vier Schnellsten fehlte. Was im Skilauf im Interkontinetalcup, im Europacup und auch im Weltcup absolut die Regel ist, nämlich die Wettkampfserien anzunehmen, scheint in der Leichtathletik immer noch unvorstellbar. Man holt sich seine Bestzeit, freut sich darüber, zieht sich zurück und wundert sich, wenn beim entscheidenden Einsatz die nötige Wettkampfstabilität fehlt. Was für die Hindernisläuferinnen in Dommelhof so hoffnungsvoll begann, endete leider im Verlauf der Saison im Tal der Tränen und Irrungen. Das Meisterschaftsrennen selbst war ein deutlicher Ausdruck dafür. Deshalb muss über eine leistungsunterstützende Wettkampfstruktur nachgedacht werden, auch über das „Wie“ der Zusammensetzung der dann qualitativ gut abgestimmten Felder, ebenso über die langfristige Saisonplanung der Kaderathleten/Innen und deren Einbindung in ein leistungsprägendes Wettkampfsystem.

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2007-08-07-laufanalyseSich den Stinkefinger gegenseitig zu zeigen, kann nicht Sinn der Sache zu sein. Der DLV schiebt die Sache den German Meetings rüber, die German Meetings schicken alles wieder retour zum DLV. Beide haben recht und auch wieder nicht. Eins steht jedoch fest. So richtig miteinander geredet haben die beteiligten Bereiche miteinander noch nicht, leider auch nicht die betroffenen Trainer/Athleten/Innen. Vielleicht hält der Sprint dazu den Schlüssel in der Hand. Die haben sich nämlich einen Teammanager geleistet und treten seitdem wesentlich geschlossener auf. Auch wenn der Auftritt der Sprinter/Innen bei der DM sich dem allgemeinen Desaster der Leichtathletik adäquat angepasst hat, so ist es der „schnellen Abteilung“ dennoch gelungen, ihr Planziel Staffelqualifikation genau dort abzuhaken, wo sie es auch vor hatten.

Reicht das Potential überhaupt zum internationalen Anschluss?

Diese Frage hat sich wohl auch Detlef Uhlemann insgeheim wohl schon oft gestellt. „Sicher trainieren viele mit Sicherheit nicht schlechter, als all die erfolgreichen Läufer/Innen der 70er Jahre. Vielleicht sind viele ganz einfach am oberen Level ihres eigentlich Potentials angekommen“. Diese Frage ist sicher nur bei ganz individueller Betrachtung zu beantworten. Einst steht jedoch fest. Die deutsche Lauflandschaft wirft nach wie vor siebzehn- bis zwanzigjährige Talente in ausreichender Anzahl aus, um damit einen systematischen Weg einzuschlagen. Was hilft aber ein spanisches Trainingslager mit Miki und Mocki, den vier Juniorinnen der Hindernisstrecke und dem ganzen Clan von Heimtrainern und persönlichen Interessen, wenn keiner die Kompetenz hat, alle am gleichen Strang ziehen zu lassen. Soll gleichzeitig aber auch heißen, dass besagte Juniorinnen mit Miki und Mocki gar nicht an einem gleichen Strang ziehen können. Ist der Vorschlag, die besten Nachwuchsläufer/Innen (ca 10-12 an der Zahl), leistungsadäquat und trainingswillig, einfach mal mit einem unabhängigen Bundestrainer für mehrere Jahre über eine straffe Wettkampfgestaltung bzw. -organisation und Periodisierungsstruktur an die Hand zu nehmen, sich langfristige Ziel zu setzen, wirklich so vermessen und unter keinen Umständen umsetzbar? Sie einfach besser werden zu lassen. Es wäre doch schon ein Fortschritt, wenn in Deutschlands Bestenlisten bei den 3000 m der Frauen einer Zehnerpack von Zeiten um die neun Minuten und drunter zu finden wären. Gleiches gilt für die anderen Strecken. Ich glaube, das Potential ist immer noch da, allein die Strukturen zum Erreichen des Ziels fehlen uns. Wie sagte doch Detlef Uhlemann zu diesem Thema richtig: „Der Verband sind wir alle“. Also packen wir es doch einfach mal an. Intern ist schon richtig und gemeinsam auch, mal sehen, was heraus kommt. Es wird jedenfalls ein spannender Herbst für den deutschen Lauf. Wir werden natürlich über die Ergebnisse bei gegebener Zeit berichten. Keine Ergebnisse, wie immer sie auch ausfallen werden, wären allerdings die schlechteste aller Lösungen.

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2007-08-07-laufanalyseEs ist uns völlig klar, dass dies keine direkten Aufgaben des DLV und seiner Landesverbände sind. Mit den „alten Karten“, sprich Strukturen weiterzuarbeiten, hieße jedoch, sich die schlechten Karten bis zur endgültigen Bedeutungslosigkeit zuzuschieben. Wer nicht sät, kann auch nicht ernten. Die Talente wachsen nicht mehr einfach nur heran. Der Verband hat wohl das Problem nicht nur auf Grund der wenig befriedigenden Erfurter Meisterschaften erkannt. Er hat zwei Stellen, die eines Projektmanager/-in "Wettkampforganisation" und eines Veranstaltungs-/Eventmanager/-in zum 1. Oktober 2007 ausgeschrieben, denkt dabei aber bevorzug an sein eigenes Geschäft, die jeweiligen Deutschen Meisterschaften. Lobenswert der Ansatz aber zugleich deutliches Indiz dafür, dass es selbst im Kerngeschäft, den Meisterschaften, „veranstaltungstechnisch“ lichterloh brennt.

 

Foto: Sabrina Mockenhaupt, Bultmann / Dreier, Filmon Ghirmai, René Herms, Julia Kick (Kiefner-Fotos)

Doping nein – Leistung ja

Unsere Top-Athleten brauchen aber Hilfe

2007-08-10-doping-nein_leistung-ja10. August 2007 (Pöhlitz) - Nun hat es auch Jolanda Ceplak erwischt – Epo! In Peking und sicher auch bei der WM in Berlin wird sie fehlen. Keiner aus der Leichtathletik sollte also auf den Radsport und den Skandal bei der Tour de France mit Fingern zeigen und frühzeitig jubeln. Gerade hat es wieder eine Prominente erwischt. Bis nicht auch hier weltweit richtig durchgegriffen wird bleiben noch zu selten welche im Netz mit den derzeit noch zu großen Maschen hängen. Ohne auszuschließen das auch bei uns alle sauber sind, „positiv - Meldungen“ sollten Keinen überraschen. Auch wenn die DLV-Anti-Doping-Aktivitäten präsent sind und auch Wirkung zeigen, sie schrecken ab und könnten international Vorbild sein. Das in diesem Zusammenhang nicht immer entgegenkommende Verhalten von Funktionären und auch Sportlern anderer Länder Deutschland gegenüber zeigt, das bis zum „sauber“ für alle noch ein weiter Weg ist.

 

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Wir wollen aber unterstreichen, dass mit Hochleistungstraining und den damit verbundenen Bedingungen auch ohne Dopingunterstützung Spitzenleistungen im Bereich Lauf / Gehen erreichbar sind. Die Leichtathletik Coaching-Academy möchte dazu einen Beitrag leisten.

Gegenwärtig muss eingeschränkt werden, dass Olympiasiege oder Medaillengewinne bei Weltmeisterschaften „ohne UM“ nur von außerordentlichen Talenten mit Bereitschaft zu „außerordentlichem Training“ (Hochleistungstraining) unter professionellen Bedingungen möglich sind und dies solange keine Waffengleichheit besteht. Würden weltweit alle unter gleichen, dopingfreien Bedingungen trainieren, könnten auch unsere deutschen Athleten in allen Disziplinen wieder um die Fleischtöpfe mit kämpfen. Das Können von Athleten, Trainern, Sportwissenschaftlern, Ärzten, von TEAMs die den Sportler begleiten, würde dann wieder mehr über die Leistungsfähigkeit der Sportler entscheiden. Weltrekorde würden Mangelware, die Spitzenzeiten gingen zurück, der Kampf um den Sieg wäre wieder vorrangig und Zuschauer und Fans, vielleicht auch die Medien – die sich offenbar in Unkenntnis der wahren Situation zurückgezogen haben - würden sich wieder mehr einer ehrlichen Leichtathletik zuwenden.

Ein Jahr vor Olympia 2008 muss man leider für die Leichtathletik folgende Situation konstatieren:
Das Dopingproblem in der Welt ist nicht gelöst, weltweit mangelt es an ausreichenden, ganzjährigen, zielgerichteten, für alle Länder gültigen Trainingskontrollen, vor allen in wichtigen Trainingsphasen. Dies bedeutet zugleich dass auch zukünftig nicht die Wettkampfkontrollen die Dopingpraxis einschränken sondern die „intelligenten“ Trainingskontrollen, vor allem in Phasen, in denen „die Leistung gemacht wird“.

Es gibt z.Zt. immer noch keinen Grund eines oder auch mehrere Länder bzw. auch Einzelathleten dabei namentlich hervorzuheben oder auch auszuschließen, weil keine genaue Übersicht (Offenlegung) darüber besteht, welche Spitzenathleten welcher Länder wann wo trainieren und wann sie auf welche Mittel kontrolliert wurden. Eine Vielzahl z.B. afrikanischer und asiatischer Leichtathleten verbringen Monate in europäischen „Camps“, in Japan, den USA, Australien, Marokko oder auch Quatar und werden unter der Leitung von Managern, Trainern, Ärzten, Apothekern, ehemaligen Top-Athleten und Sportwissenschaftlern vorbereitet. Die amerikanischen Leichtathleten kommen immer erst spät zu Wettkämpfen nach Europa und dies hängt nicht nur mit ihren Qualifikationswettkämpfen im eigenen Lande zusammen. Und sie verschwinden zwischendurch mehrere Wochen nach Hause „um sich dort auf den Jahreshöhepunkt vorzubereiten“. Auch die Sportler Kubas, Russlands und mehrerer ehemalig dazugehöriger Ostblock-Länder bereiten sich „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ in den verschiedensten Ecken des Landes scheinbar unbehelligt von Kontrolleuren vor. Dies beweisen immer wieder die ersten Wettkämpfe in der Saison zu Hause mit außerordentlichen Leistungen. Eine besondere Problematik für die deutschen Läufer leitet sich aus den vielen Weltrekordläufern und Olympiasiegern Kenias und Äthiopiens, die scheinbar wie Pilze aus der Erde schießen, ab. Sie stehen inzwischen im Dutzend an den Startlinien internationaler aber auch deutscher Events und es kommen fast „täglich“ neue dazu. Es wird noch nicht einmal in den Medien darüber spekuliert wie es wohl kommen mag. Auch die neueste Botschaft aus Äthiopien und Kenia ist zumindest interessant: 6 Wochen vor der WM bleiben die meisten Sportler im Land und es finden keine Auslandswettkämpfe mehr statt!

Das man auch bei den Wettkämpfen im Sprint fast nur noch „schwarz“ sieht und immer die gleichen Staaten SprinterInnen (bis 400 m) unter 10 bzw.11 sec. hervorbringen zeugt sicher nicht nur von hervorragenden Trainern und Talenten. Man darf doch wohl mal zweifeln dürfen. Da ist es auch nicht verboten als Trainer einmal zu fragen wie man solche Muskelproportionen überhaupt aufbaut, wie man in solcher Dichte derartige Wettkampfqualitäten abliefern kann, wie man 9,80 bei Männern oder auch 10,80 s bei den Frauen „erarbeiten“ kann.

„Ana Bolika“ hat immer noch zu viele Verehrer

2007-08-10-doping-nein_leistung-jaDurch den nachfolgenden Auszug aus dem Buch DOPING IN DER DDR von Giselher Spitzer (1998) soll aktuell noch einmal öffentlich gemacht werden (nicht nur den Fans der Leichtathletik, sondern auch Insidern und Funktionären) welche Vorteile durch Doping „unterstützte“ Sportler gegenüber „naturell – vorbereiteten“ Athleten haben können. Welche materiellen Vorteile aus solchen Leistungen erwachsen wissen alle am Prozess beteiligten selbst. Damit ist sicher auch nicht verwunderlich, dass Sportler und Funktionäre nicht nur aus den „armen Ländern“ leicht auch gesundheitliche Gefahren aus ihren Überlegungen ausklammern.
Auch wenn gegenwärtig durch die Tour de France und nun auch Jolanda Ceplak das Epo-Doping in aller Munde ist, soll mit diesen konkreten Beispielen – die nicht empirisch sondern durch „Experimente“ belegt sind, unterstrichen werden, das auch heute noch die Schnellkraftdisziplinen – wie es in der DDR hieß „trainingsunterstützende Mittel“ (UM) zur Verfügung haben. Der Begriff „uM“ wurde damals bewusst eingeführt, weil man zu Beginn dieses Prozesses nicht sofort begriffen hatte, dass Dopingmittel zur Leistungssteigerung in erster Linie eingesetzt werden „müssen“ um umfangreicher und qualitativ hochwertiger trainieren zu können. Damit wird auch deutlich, dass damals bei Wettkämpfen relativ Wenige erwischt wurden, schließlich hatte man ja für viel Geld in das Anti-Doping-Labor Kreischa investiert.

Dabei soll nicht einseitig die Schuld Richtung Osten geschoben werden, dafür gibt es zu viele Beispiele und Vermutungen auch über Verfehlungen im Westen. Konkrete Veröffentlichungen über Leistungsentwicklungsraten gibt es aber eben nur aus der DDR-Praxis, sie haben es auch noch selbst aufgeschrieben.

Bevor die konkreten Zahlen präsentiert werden, möchten wir nochmals unterstreichen, dass gegenwärtig saubere Sportler international ganz vorn kaum konkurrenzfähig sein können und den DLV und seine Landesverbände bitten baldmöglichst außerordentliche Anstrengungen zur Verbesserung der Trainingsbedingungen für unsere Talente im Hochleistungsbereich zu machen. Es sind Leistungen im Anschlussbereich zur Weltspitze (Endkampfchance) unter professionellen Bedingungen von Talenten auch ohne Doping möglich. Deshalb sollte nicht zuerst darüber diskutiert werden wo möglichst viel Geld für die Dopingbekämpfung herkommt, sondern gleichberechtigt darüber wo das notwendige Geld für die Zurverfügungstellung der Trainingsbedingungen (einschließlich Höhentraining) zu organisieren ist! Natürlich kann nur soviel verteilt werden wie zur Verfügung steht. Aber es gibt z. Zt. doch auch nur eine überschaubare Anzahl von Athleten die zum Hochleistungstraining bereit sind. Um in dieser Hinsicht konkret werden zu können sollte für alle einmal der Unterschied zwischen Leistungs- und Hochleistungstraining und seinen Zielen definiert werden.

Zum Stand der unterstützenden Mittel, auch u.M. genannt

Auszug aus einem Bericht von Dr. Manfred Höppner vom 3.3.1977 (Doping in der DDR - S. 379)

Der Verfasser des nachfolgenden Berichts Dr. Manfred Höppner war über viele Jahre im DTSB der DDR für die praktische Umsetzung der Doping-Konzeption verantwortlich und für die Realisierung, die Vorgabe und Vergabe (diese Präparate wurden durch Apotheken nicht vertrieben) an die  Sportclubs eingesetzt. Vom Vizepräsidenten des DTSB der DDR Horst Röder, wurde die jahrzehntelange Dopingpraxis in der DDR unter www.sport-ddr-roeder.de/kapitel_9_71.htm bestätigt:

„ Im Frühjahr 1989 hatte das Sekretariat des DTSB eine Antidopingrichtlinie beschlossen, die ungeachtet der damals erkennbaren Gefahr, dass sich international durch neue Mittel und Methoden (Wachstumshormone u.a.) eine weitere Ausdehnung der Dopingpraktiken andeutete, schrittweise umgesetzt werden sollte. Mir ist heute klar, dass dieser Beschluss viel zu spät erfolgte und dass er in seinen Konsequenzen noch unzureichend war. Mit der Einsicht und dem Wissen von heute möchte ich in keiner Weise versuchen, dieses dunkle Kapitel des Dopings im internationalen Sport und im DDR-Leistungssport klein zu reden oder gar zu rechtfertigen.“

Im Höppner-Bericht steht u. a.:

„Sportliche Spitzenleistungen oder ihre Weiterentwicklung ist durch alleinige trainingsmethodische Maßnahmen heute (1977) nicht mehr möglich. In Sportarten mit messbaren Leistungen lässt sich diese Tatsache durch Meter, Sekunden oder Kilogramm eindeutig nachweisen. In anderen Sportarten ist die Realisierung höherer Belastungen im Training ohne diese Mittel nicht möglich. Dazu einige wenige Beispiele.
Die Leistungen konnten mit Unterstützung dieser Mittel innerhalb von 4 Jahren wie folgt gesteigert werden (diese Entwicklungsraten waren in den vergangenen vorherigen olympischen Perioden mit reinen Trainingsmaßnahmen nicht möglich). Die bisherige Anwendung von anabolen Hormonen hat bei zahlreichen Frauen, insbesondere im Schwimmsport zu irreversiblen Schäden geführt“.

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Abschließend soll noch einmal unterstrichen werden: das Anliegen dieses Beitrags ist weiter aufzuklären. Gleichzeitig alle Verantwortlichen zu bitten über das bisherige Maß hinaus unsere Sportler auf ihrem Weg nach oben zu unterstützen. Die Quantität des Qualitätstrainings muss erhöht werden. Dazu bedarf es professioneller Bedingungen.

Es sollen an dieser Stelle auch noch einmal die Ausführungen des Kanadiers Dick Pound (Chef der Anti-Doping-Agentur WADA) hinzugefügt werden, weil man solche Meinungen nicht oft genug öffentlich machen kann, der angesichts internationalen Lobes über die weit fortgeschrittenen Olympiavorbereitungen Pekings meinte:

„Die Welt wird den Erfolg der Olympischen Spiele nicht danach beurteilen, ob die Busse pünktlich fahren, sondern ob es ein wirkungsvolles nationales Anti-Doping-Programm in China gegeben hat oder nicht. Wenn sie mit tausend Athleten erscheinen, von denen vorher niemand etwas gehört und gesehen hat und alle Goldmedaillen gewinnen, ist das ein Problem!“

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Über die Verantwortung der WADA und ihre erfolgreichen ganzjährigen Kontrollmaßnahmen im Training weltweit im Vorfeld der Spiele referierte Pound leider nicht. Bis dahin muss jeder damit rechnen, dass der Läufer / Geher neben Dir in seiner Vorbereitung nicht immer „sauber“ war. Um aber „wettkampfdopingfrei“ zu sein, müssen sie schon vor einiger Zeit „absetzen“ und haben deshalb oft die Form der Wettkämpfe im Vorfeld nicht mehr. Es reicht auch nicht China als alleinigen „Buhmann“ aufzubauen, wenn man nicht in der Lage ist in den USA, Afrika, Asien, in allen Ländern, aktuell sicher auch in Marokko, durch intelligente, ganzjährige Trainingskontrollen die Konkurrenzfähigkeit aller zu sichern! Auch unter der Konsequenz dass die Spitzenleistungen dadurch etwas zurückgehen.

Fotos: Chai-Foto, Kiefner-Foto

La-coaching-academy.de & UnitedRunners.net vereinbaren Zusammenarbeit

 

2007-11-17-united-runnsers-kooperationNeu im Netz: UnitedRunners.net, eine Internetseite von Läufern für Läufer, von Lars Haferkamp & Christof Mosler mit dem Ziel entwickelt, „Läufern eine von überall erreichbare Unterstützung für ihren Sport zu geben“. Dienstleistung und Hilfen in und aus allen Richtungen ist das Ziel, einschließlich Laufstrecken, Lauftraining und Laufpartnern. Mit Lars Haferkamp, der seine persönlichen Bestleistungen (7:58 – 13:53,5 – 1:07,33) während seines Studiums zum Diplom-Informatiker an der TH Aachen aufstellte, inzwischen wegen seiner Festanstellung an der Uni Köln sein Training hinten anstellen muss, steht einer an der Spitze, der eine ganze Menge vom Lauffach versteht. Von frühester Jugend an bei den „Gerolsteinern“, zuletzt für den TV Refrath am Start, hat er Praxiserfahrung in allen Altersklassen. Besonders in der Problematik leistungssportorientiertes Training neben Studium, Lehre oder Beruf werden er und seine Mitstreiter eine ganze Menge Ratschläge geben können. Die Redaktion der Leichtathletik-Coaching-Academy freut sich über solche Initiativen, die wie im eigenen Interesse, vielleicht einen weiteren Beitrag zu wieder mehr guten Laufleistungen in Deutschland leisten können. Beide haben deshalb für die Zukunft eine Zusammenarbeit vereinbart, die einen gegenseitigen Zugriff auf die jeweilig interessierenden Beiträge zulässt. Deshalb haben Sie demnächst über unsere LINK-Seite unter www.unitedrunners.net einen direkten Zugriff zu dieser interessanten Aktivität.

Foto: Lars Haferkamp (rechts) wurde bei den DM in Ulm Sechster über 5000 m (Schröder-Foto)