Kinder mehr bewegen – Elternverantwortung für Ernährung und Bewegung

Erziehung beginnt im Säuglingsalter und erfordert Aufklärung

Der Schulsport muss reorganisiert werden.

2007-06-05-kinder-mehr-bewegen-205. Juni 2007 (Pöhlitz) – Der einfachste Weg alle unsere Kinder und Jugendlichen zu erreichen ist den Schulsport zu reorganisieren. Das setzt natürlich flächendeckende Investitionen in Schulsportstätten, Sportlehrer, Sportlehrerqualifizierung und Unterrichtszeit voraus. Aber nur wenn im Sportunterricht keine „Stehgeiger“ ausgebildet werden oder die mit dem Kopftuch weiterhin auf der Bank sitzen dürfen, sondern eine ausbildungsorientierte Lehre, ein echter Bewegungsunterricht mit systematisch steigenden Anforderungen von der 1. bis zur 10. / 12.Klasse mit im Verhältnis zu anderen wichtigen Fächern konkurrenzfähiger Benotung, stattfindet, können Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Normalgewicht der Kinder optimiert werden. Um einen echten Bewegungsunterricht wirksam durchzuführen sind 3-4 Doppelstunden pro Woche der täglichen Sportstunde vorzuziehen (Zeitverluste durch umziehen, Weg zur Sportstätte und zurück usw.)
Begleitend sollte im Biologieunterricht Ernährungslehre Bestandteil der Ausbildung werden.

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Der einfachste Weg wäre die vielen Millionen an Steuergeldern die gegenwärtig in die Kultur, auch für viele nicht gebrauchte Projekte fließen, zukünftig teilweise in den Schulsport und den außerschulischen Kinder- und Jugendsport zu leiten. Dabei wäre eine brauchbare Möglichkeit, die teilweise Wahnsinns-Gehälter von Schauspielern, Sängern, Moderatoren, Comediens usw. sowie die Gelder der vielen überflüssigen Radio- und Fernsehstationen, mit teilweise erschreckenden Niveau, die z.B. ihre Nachrichtensendungen einschließlich Bildmaterial in der Regel gegenseitig abkupfern – aber ständig nach mehr Geld schreien -, auf das Gehaltsniveau von Diplomsportlehrern oder Diplom-Trainern außerhalb des Fußballs abzusenken.

Ein erster demonstrativer und notwendiger Schritt der Regierungen wäre neben die Kulturminister, die die gegenwärtige Situation im Sport und im Schulsport zu verantworten haben, endlich Sportminister mit auch entsprechender Kompetenz, einzusetzen. Sie sollten mit den dringend zu lösenden Aufgaben und entsprechender Kompetenz an der Basis möglichst schnell etwas zu „bewegen“. Dazu gehört auch eine zu verändernde quantitative und qualitative Sportlehrerausbildung. Die gesundheitliche Entwicklung unserer Kinder duldet keinen weiteren Aufschub!

Zu dieser Aufgabe sollte gehören die Bewegungsarmut unserer Kinder auch z.B. in Ganztagsschulen oder Gymnasien durch wiedereinzuführende, in den letzten Jahren sehr rückläufige, Arbeitsgemeinschaften in den unterschiedlichsten Sportarten, durch außerschulischen Sport, zu bekämpfen.

Elternaufklärung in ihrer Verantwortung für Bewegung und Ernährung

2007-06-05-kinder-mehr-bewegen-2Mit der Ernährung und Bewegung können sie vom ersten Lebensjahr an wesentlichen Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung ihres Kindes nehmen. Bis zum Eintritt ins Schulalter sind vor allem die Eltern für die Erziehung, für anzuerziehende Gewohnheiten, für Hygiene, Ernährung, auch für Schulung von Körpergefühl und Ausbildung der Koordinationsfähigkeiten, für Bewegungserfahrungen, für den sozialen Umgang mit anderen Kindern, auch in der Krippe oder im Kindergarten zuständig, auch wenn sie nicht immer präsent sind. Die längste Zeit sind ja in diesem Altersbereich sie mit ihren Kindern zusammen, dies wird gerade durch die umfassende Diskussion um Kinderkrippen- und Kindergartenplätze bestätigt. Und es wird sich auch nicht ändern.

Gesunde Kinder werden nicht dick geboren, sondern „fett“ gefüttert, lernte ich in meiner Jugend. Meine Beobachtungen bestätigen diese „Lebensweisheit“. Kinder, die im Vorschulalter vor allem in der Ecke liegen und geistig und körperlich nicht gefordert werden, entwickeln sich nicht wie lebhafte, interessierte, auch körperlich geforderte Kinder (Bewegungsvielfalt).

Stellen Sie sich einen jungen Baum mit nur 2 kahlen Ästen vor. Mit der Zeit entwickelt sich der Baum, bildet immer neue Verästelungen, wird größer und hat am Ende viele „Abzweigungen“ mit Millionen Blättern. Das Gehirn ihres Säuglings ist in seiner Ausprägung in etwa mit dem jungen, noch kahlen Baum zu vergleichen. Mit jeder neuen Bewegung, mit immer vielseitigeren Bewegungen von Händen und Füßen, mit dem Krabbeln auf einer Decke, mit jeder Erfahrung im Laufställchen, bis zum freien Laufen, mit dem hantieren mit immer neuen Gegenständen, die sie damit kennen- und beherrschen lernen, mit der ersten Ausfahrt oder mit den ersten Schritten in der freien Natur bilden sich immer neue „Verästelungen“ im Gehirn ihres Kindes, es lernt täglich, stündlich tausend Dinge neu, vorausgesetzt, sie bieten sie ihm an. Eingeschlossen in diesen ständigen Lernprozess ist auch das Bewegungslernen. Je mehr sie ihrem Kind schon im frühen Kindesalter anbieten, um sie beweglicher werden seine Nervenprozesse, seine Beweglichkeit. Die „Intelligenz“ entwickelt sich.

Spätestens ab dem 3. Lebensjahr müssen ihre Kinder selbst aktiv werden. Wenn Sie diese Aufgabe nicht selbst übernehmen können, bringen sie es zum Mutter- und Kindturnen, zum Kleinkinderschwimmen oder sorgen sie dafür dass in „ihrem“ Kindergarten ausgiebig Sport getrieben wird. 60 Minuten und mehr tägliches „Training“ der körperlichen Fähigkeiten sollten es sein, sie schaden im Vorschulalter ihrem Kind durch Bewegung nicht.

Mit Beginn des Schulalters bis etwa zum 10. Lebensjahr sollten sie zum Ausgleich des stundenlangen ruhigsitzens in der Schule ihr Kind Sportarten zuführen, die den ganzen Körper fordern, Bewegungsgefühl, Koordination, Ausdauer, Motorik weiterentwickeln. Das bietet z.B. die Leichtathletik, die Spielsportarten und das Schwimmen. Dort lernen die Kinder auch sich in der Gruppe zu bewegen und durchzusetzen. Hier ist eigentlich die Form der Bewegung noch egal, alles ist „Training“. Wichtig ist möglichst „täglich an die Luft“, Spaß an der Bewegung, auch Kräftemessen und Erster sein wollen sollte gefördert werden! So ist doch das spätere Leben.

Denken Sie daran, nur in einem gesunden, leistungsfähigen Körper wohnt in gesunder Geist! Das schließt den frühzeitigen sinnvollen Umgang mit dem Computer nicht aus. Aber auch das kann man steuern, wenn man es nur will. Man kann auch Kinder schon frühzeitig an einen Tages-Organisationsplan gewöhnen. Das spätere Leben funktioniert erfolgreich auch nicht im Chaos. Sie dürfen nicht froh darüber sein, wenn Ihr Kind sie in Ruhe lässt, sich an den PC verzieht und dort Räuber und Schandarm oder das Töten schon einmal virtuell übt oder schon sehr früh plötzlich mit der Pornographie konfrontiert wird! Innerhalb des Elternhauses kann niemand anderes die Verantwortung übernehmen als sie selbst.

Etwa ab dem 11. Lebensjahr haben sich nach einem solchen Weg bereits Vorlieben für bestimmte Sportarten herausgebildet. Gehört Ihr Kind zu den Begabten, Talenten in einer Sportart, sollten sie es bereits jetzt einem kompetenten Verein zuführen, wo sie wissen, dass qualifizierte Trainer den weiteren sportlichen Weg ihres Kindes bereiten. Aber auch für alle diejenigen, für die der Sport weiterhin Sport als Spaß an der Bewegung ist, sollten Sie ihr Kind nun in die Obhut eines gut geführten Vereins in ihrer Umgebung geben.

Fotos: 1, 2, 3 - Dann fliegt das Ding (Leichtathletik-in-Aktion), Hütchenläufe (Lutz-Foto)

Mischkost für alle & 5 Mahlzeiten

 

Mischkost16. Juni 2007 (Pöhlitz) - Ernährungsempfehlungen prasseln aus allen Richtungen vor allem auch auf die Sportler ein, die dem Leistungssportbereich zuzuordnen sind. Die Orientierung auf wenig Fett aber auf Kohlenhydrate möglichst früh, mittags und abends trägt zusammen mit einem negativen Image von Fleisch, einer Eiweißunterversorgung und stark umworbenen Nahrungsergänzungsmitteln oft zu einer großen Unsicherheit und zu einer gewissen Einseitigkeit in der Ernährung bei. Aus Trainingslagern mit Gipfelbelastungen hört man immer wieder von der täglichen Pasta-Pizza-Selbstverpflegung. Ein komplexes Training erfordert aber auch eine komplexe Ernährung.

Eine optimale Belastung und Erholung sind die Grundlage für den Leistungsfortschritt. Einen wesentlichen Beitrag zur Belastungsverarbeitung, zur Regeneration, zum Regenerationstempo und -tiefe leistet die Ernährung. In den letzten Jahren hat sich leider das Wissen um die Ernährung auf der Grundlage von „Überlieferungen“ verfestigt und durch selbst auferlegte Beschränkungen zum Qualitätsverlust geführt. Oft wird nicht bedacht, dass in den Kurzzeitausdauerdisziplinen die Glykogenreserven nur relativ gering ausgeschöpft werden, das in den Mittelzeitausdauerdisziplinen die Größe der Glykogenspeicher leistungsbestimmend sind, in den kürzeren Langstrecken die Glykogendepots leistungslimitierend sind und mit zunehmender Streckenlänge der Fettstoffwechsel anteilig zunimmt. Die entscheidenden Energieträger für die Langzeitausdauer (> 90 Minuten) sind die freien Fettsäuren. Sie ermöglichen auch einen hohen aeroben Trainingsumfang. Beobachtungen von Marathonläufern lassen aber manchmal den Schluss zu, das an der Zuführung der unentbehrlichen Fette als Energieträger zu sehr gegeizt wird. Ein sehr gut trainierter Fettstoffwechsel lässt länger eine höhere Geschwindigkeit zu und schont die Glykogenreserven!

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Die Sportler achten in der Regel auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Brot, Getreideprodukte und Kartoffeln, auf eine fettarme Kost, mit der auch wenig Fleisch, keine Wurst und oft auch keine fetten Milchprodukte (Käse, Quark) verbunden werden. Im Extrem endet es im Salatblatt mit einem Elekrolytgetränk, 1-2 Riegeln und 10 oder mehr verschiedenen Vitamin-/ Mineralstofftabletten. Essstörungen wiesen in der Vergangenheit sowohl bei Mädchen/Frauen als auch bei Jungen/Männern immer wieder darauf hin, dass auf diesem Gebiet noch eine Menge „Kopfarbeit“ notwendig ist. Sie bedenken zu wenig oder gar nicht das zur Wiederauffüllung ausgeschöpfter Glykogenspeicher bis zu 2 Tage gebraucht werden!

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Viele Sportler denken kaum darüber nach, wo antioxydative Nährstoffe, Ballaststoffe, wo Fettsäuren, Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Eiweiß, Jod, die A-B-C-D-E-Vitamine, Zink usw. herkommen sollen, wodurch das Immunsystem am oberen Level gehalten werden soll, die Infekt- und Verletzungsanfälligkeit in Grenzen gehalten werden sollen, wenn sie sich nicht komplex ernähren. Für ein komplexes Training in allen Lauf- und Gehdisziplinen und ein noch hohes Niveau in den letzten Dritteln von anspruchsvollen Trainingseinheiten oder in Wettkämpfen ist entscheidend ob der „Sprit“ auch bis zum Ende reicht.
Für die Ausdauerdisziplinen wird ein Anteil von

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an der Ernährung empfohlen. 60 % KH sind aber sehr schwer zu essen und Kohlenhydrate sind nicht immer reich an Vitaminen + Mineralstoffen. Für eine erhöhte Resorption wird zudem in der Fachliteratur auch auf eine ausreichende Versorgung mit Kalium und Vitamin B1 hingewiesen.

MischkostSicher ist es zeitaufwendig und vor allem auch nicht gerade preiswert Salate, Gemüse und Obst mehrmals wöchentlich, besser täglich, in ausreichendem Maße frisch auf den Tisch zu bringen, mit mageren Fleisch, Wild und Fisch nicht nur Abwechslung zu schaffen, sondern auch die notwendig hochwertige Versorgung mit allen Mikronährstoffen und Eisen aus natürlichen Nahrungsquellen zu sichern. Kuchen, Gepäck und Schokolade werden gern unbewusst zur Deckung des KH-Bedarfs gewählt, dabei aber nicht bedacht, dass sie oft vom Bäcker mit viel minderen Fetten hergestellt werden. Besser wäre den Speisezettel mehr mit hochwertigen pflanzlichen Ölen, wie z.B. Olivenöl, Leinöl, Sonnenblumenöl, Oliven, Nüsse usw. zu optimieren.

Wenn die Eiweißversorgung Stiefkind ist

Obwohl in der Literatur immer wieder auf die Bedeutung einer ausreichenden Eiweißversorgung für leistungsorientierte Ausdauersportler hingewiesen wird, muss dieser Teil der Ernährung, besonders auch bei kalorischer Unterversorgung und Vegetariern, zusätzlich zur Normalkost optimiert werden. Vor allem in Phasen die auf die Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit, der Muskelkraft, Schnellkraft und der Kraftausdauer, ausgerichtet sind, sowie zur Unterstützung der Regeneration, auch in Wettkampfphasen, wird eine zusätzliche Eiweiß- und Aminosäurezufuhr (Arginin, Ornithin, Leucin, Isoleucin, Valin, Glutamin) empfohlen. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, die Funktionalität des Nervensystems, der Verschleiß in der Muskelstruktur und den Mitochondrien erfordern eine verstärkte Eiweißsynthese. Zur Vermeidung von Mängeln sollen in Abhängigkeit von der Trainingsbelastung 1,5-3 g pro kg Körpergewicht (Verdoppelung im Verhältnis zur Normalkost, auch unterschiedlich in den Tagen) aufgenommen werden. Das Körpergewicht wird durch erhöhte Proteinaufnahme nicht negativ beeinflusst. Von Aminosäuren - Überdosierungen wird in der Literatur nicht berichtet.
Als gute Eiweißspender kommen Bohnen, Erbsen, Sojabohnen, mageres Fleisch, Vollei, Milch, Quark, Käse, Fisch, Huhn (je 50 % tierische bzw. pflanzliche Proteine) in Frage.

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Gerade dort, wo eine komplexe Ernährung hilfreich, der Bedarf am höchsten ist (Trainingslager oder auch Gipfelwochen zu Hause mit zweimal täglichem Training + Physiotherapie), sollte keine Selbstversorgung angesagt sein! Die möglichst 5-6 „Ruhestunden“ zwischen den zwei Trainingseinheiten müssen umfassend zur Regeneration genutzt werden; da sollten im TL neben einer Vollkost wenn möglich auch die zwei Stunden Mittagsruhe dazugehören. Hier wird oft genau an der falschen Stelle gespart.

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Viele Sportler erfüllen bei entsprechender Belastung diese Notwendigkeiten nicht. Sinnvolle 5000 kcal/Tag, hin und wider auch mehr sind für ein optimales Marathontraining (in 250 km-Wochen auch mehr) nicht leicht zu schaffen, auch wenn sie nötig wären. In der kalorischen Versorgung gibt es nicht nur bei Frauen deutliche Reserven für den Leistungsfortschritt. Wie oft kann man in Trainingslagern, vor allem auch im Höhentraining, beobachten, dass die Fleischportionen der Frauen dem Nachbarn (oder Physiotherapeuten) zugeschoben werden und die Nudeln oder Kartoffeln auch nur zum Teil aufgegessen werden. Dann ist nicht nur der Eisenmangel, das Regenerationstempo, sondern auch die nicht funktionierende Belastungsverarbeitung nach der Rückkehr nicht verwunderlich.

Fotos: Mischkost, frisches Obst (Ziegler-Foto)

Enzymtherapie – im Laufbereich einsetzbar?

Interview der Apothekerin und Langstreckenläuferin Eva Karg mit Dr. med. Hellmut Münch zur Enzymtherapie

Dr. Münch


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Sehr geehrter Herr Dr. Münch, Sie sind als Arzt, Leiter der Medizinischen Enzymforschungsgesellschaft (MEF) und anti Aging Spezialist durch ihre Veröffentlichungen und Vorträge sehr bekannt. Deswegen würde ich gerne ihre persönlichen Gründe erfahren, warum sie ihr Leben der Erforschung der Enzyme gewidmet haben?

Ich hatte das Glück, einen der interessantesten Menschen der Wissenschaft, Dr. Karl Ransberger, Entwickler der Enzymtherapie und Gründer der MEF als meinen Mentor und Ziehvater kennen gelernt zu haben. Ransberger war ein enger Freund meines 1987 verstorbenen Vaters und hatte letztlich bewirkt, dass ich als junger Mann die Liebe zur Medizin entdeckte, eine Liebe, die auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ich erkannte schnell, wie vielen Menschen man mit Enzymen sowohl in der Prävention als auch in der Unterstützung von Therapien helfen kann. Heute, als wissenschaftlicher Nachfolger von Ransberger, kann ich einen Beitrag leisten, diese Erkenntnisse weiter voran zu treiben.

Was sind Enzyme und wofür sind sie gut?

Enzyme sind biologische Katalysatoren, die als Bausteine des Lebens fungieren. Sie helfen allen Lebensformen auf der Welt, also Pflanzen, Tieren und uns Menschen auch bei niedrigen Temperaturen einen schnellen Stoffwechsel zu ermöglichen. So wie sie bei 37 °C keine Kartoffeln kochen könnten, kann auch unser Stoffwechsel bei 37° eigentlich nicht funktionieren. Deshalb hat uns die Natur die faszinierenden Helfer „Enzyme“ mitgegeben, die alle Reaktionen des Stoffwechsels um das Millionenfache beschleunigen und unser Leben in Form von Bewegung, Kommunikation, Verdauung oder auch der Abwehr von Schädigungen erst ermöglichen.

Also spielen Enzyme auch für das Immunsystem eine wichtige Rolle?

Ja natürlich, auch alle Reaktionen unseres Abwehrsystems sind ebenfalls enzymgesteuert. Sollte es also zu einem Enzymmangel, gerade bei hohen sportlichen Belastungen und extremen Stresssituationen kommen, ist eine Leistungsschwäche des Immunsystems vorprogrammiert.

Haben Naturvölker, die sich reichlich mit Enzymen, z.B. in Ananas und Papaya, versorgen, deshalb eine so viel bessere Gesundheit?

Zum Teil kann man dies wohl darauf zurückführen. Neben einer gesunden mentalen Einstellung zum Leben an sich, fällt auf, dass sich Naturvölker sehr rohkostreich und fleischarm ernähren, sich viel bewegen und insgesamt auch ohne aufwendige technische Medizin eine sehr hohe Lebenserwartung haben. Insbesondere scheint eine vitamin- und enzymreiche Nahrung sehr positive Effekte auf Lebenserwartung und Lebensqualität zu haben.

Also sollte ich viel Ananas etc. essen, um meine Enzymkonzentration zu erhöhen?

Prinzipiell ja, weil eine rohkostreiche, vitaminreiche Ernährung durch nichts zu ersetzen ist. Wir empfehlen deshalb auch, jeden Tag 5 Stück Obst, Gemüse oder Salat zu sich zu nehmen. Trotzdem haben wir in den industrialisierten Ländern bei den meisten Menschen einen Mangel an Vitalstoffen und ganz besonders an Enzymen festgestellt. Dies liegt daran, dass lange Transportwege und Lagerhaltung den natürlichen Vitalstoff- und Enzymgehalt reduzieren. Auch eine höhere Umweltbelastung (z.B. Feinstaub in den Städten) trägt zu einem höheren Vitalstoffverbrauch bei.

Was kann ich also tun, um mich optimal für die täglichen Belastungen zu wappnen?

Ich selbst nehme jeden Tag eine Enzym/Vitalstoffkombination, um neben einem allgemein gesunden Lebensstil, optimal für die täglichen Ansprüche des Arbeitslebens in unserer Leistungsgesellschaft gerüstet zu sein. Hier erscheint mir eine Kombination wie „Innovazym“ sehr gut geeignet und für die tägliche Vorsorge sinnvoll.

Sie sprachen jetzt über die Vorsorge, wie ist das aber im Falle von Krankheiten oder Sportverletzungen, z.B. von Entzündungen, Gelenkproblemen, rheumatischen Beschwerden oder gar Krebs?

Diese Frage ist sehr interessant. Es gibt sehr viele Studien, die belegen, dass Wirkstoffe, wie Enzyme, Vitamin A oder E oder auch Omega -3- Fettsäuren bei oben genannten Erkrankungen einen positiven Effekt in Bezug auf Dauer der Erkrankung und in Bezug auf die Lebensqualität für den Patienten zeigen. Natürlich versuche ich als Arzt zunächst direkt mit schulmedizinisch wirksamen Arzneimitteln den Notfall oder das erste Auftreten einer Erkrankung oder Verletzung zu behandeln. Es ist somit immer sinnvoll, eine ausführliche Diagnostik wie Blutbild, Schmerzscore, Röntgen oder andere bildgebende Verfahren durchzuführen. Daraufhin kann auch ein Schmerzmittel oder auch ein Entzündungshemmer wie das Cortison kurzfristig zum Einsatz kommen.
Leider wird aus dieser Notfallbehandlung oft ein Dauerzustand, der dann beim Patienten zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann.
Deshalb überlege ich mir spätestens zu diesem Zeitpunkt, welche langfristig wirksamen Alternativen ich meinen Patienten noch bieten könnte. Bei näherer Beschäftigung mit dem Immunsystem stellt man schnell fest, dass alle Abwehrreaktionen des Immunsystems in Form einer Entzündung ablaufen, die durch Enzyme und Vitalstoffe gesteuert werden. Diese zuzuführen kann den Körper in seiner eigenen Abwehr so unterstützen, dass weniger schulmedizinische Medikamente notwendig sind.

Das heißt also, Enzyme und Vitalstoffe ergänzen sich und helfen dem Immunsystem, sich selbst zu helfen?

Genau so!

Um noch mal sicher zu gehen, ist es richtig, wenn ich sage, dass ich die Heilung aller entzündlichen Prozesse im Körper durch die Einnahme von Enzymen beschleunige?

Genau so, mit teilweise erheblichen Vorteilen für die Lebensqualität unserer Patienten.

Spüre ich denn in der Vorbeugung merkbar, wenn ich Enzyme und Vitalstoffe einnehme?

Viele Sportler und Patienten berichten mir, dass sie sich fitter fühlen, mehr Leistung zeigen können und gerade in Erkältungszeiten besser „durchkommen“. Hier möchte ich aber noch einmal darauf hinweisen, dass Enzyme und Vitalstoffe, auch das optimal dosierte Innovazym keine Wundermittel sind, die man nur einnehmen braucht und dann mit seiner Gesundheit Schindluder treiben kann, wie man will, also zunehmen, Rauchen, Alkohol trinken und … Ich verstehe unter einer Ergänzung der gesunden täglichen Nahrung mit Enzymen und Vitalstoffen eher die Chance als normaler Mensch, erhöhte Anforderungen an die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit besser abzufangen und ein fittes, gesundes Leben in hoher Lebensqualität zu führen.

Dann sind Enzyme auch für Leistungssportler ideal?

Genau, ich behandle in meiner Praxis auch Leistungssportler, wie Mitglieder der Nationalmannschaft Ju-Jutsu, Karate, auch Fußballspieler der Bundesliga, sowie F-1Fahrer. Bei diesen extremen Anforderungen an Körper und Geist halte ich eine gezielte Zufuhr an Enzymen und Vitalstoffen für unabdingbar.

Wenn das so einfach ist, warum weiß das denn keiner?

Das wissen sehr viele Patienten, allein in Deutschland werden pro Jahr fast 2 Millionen Patienten mit Enzymen und Vitalstoffen versorgt. Ich kenne auch viele meiner Kollegen, die vorbeugend zur Ergänzung ihrer täglichen Nahrung Enzyme/Vitalstoffe, z.B. auch Innovazym einnehmen.

Herr Dr. Münch, zum Schluss noch eine ganz private Frage. Nehmen sie selbst Enzyme und würden Sie Ihrer Familie auch eine Ergänzung mit Vitalstoffen und Enzymen empfehlen

(lacht...) Na klar, wissen Sie, man sollte immer erst mal selbst zu den Dingen stehen, die man von anderen erwartet. Seien Sie versichert, dass ich jeden Tag sehr auf meine eigene Gesundheit achte, Sport treibe und bis an mein Lebensende täglich Enzyme und Vitalstoffe einnehme. Was meine Frau und meine Liebsten betrifft, nehmen sie alle ebenfalls Enzyme und Vitalstoffe, da sie schnell eingesehen haben, wie viele Vorteile das für ihre Lebensqualität bringt.

Herr Dr. Münch, vielen Dank für das interessante und aufschlussreiche Interview.

Foto: Herr Dr. Münch

Schon im Kindergarten und in der Schule „bewegen lehren“ lassen

Oft ist weniger mehr – Ins Wenige muss aber dann kräftig investiert werden

Von Kurt Ring / Lothar Pöhlitz

2007-06-22-bewegen-lehren-lassen22. Juni 2007 - Im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa bei einer Befragung von 100 Kindergärten das Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Fußballspielen bei vielen Kindern ein Graus „wäre“ und das diese Entwicklung zu Bewegungsmuffeln in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen habe. (Bericht Bergische Rundschau 12.6.2007) Mangelnde Beweglichkeit, Koordinationsprobleme und Haltungsschäden seien häufig. Schon ein Ball oder die Balance zu halten bereite vielen Kindern Schwierigkeiten. Nach Meinung von 98% der Ärzte liege es an zu intensivem Fernsehkonsum und stundenlangen Sitzen vor dem Computer, dass den Jugendlichen häufig schon nach wenigen Minuten die Puste ausgehe (dpa). Abhilfe soll die bundesweite Aktion „Bewegungscamps“ von DAK und DLV in verschiedenen Städten Deutschlands schaffen.

Solche Aktionen des DLV kann man nur begrüßen. Sind sie aber nicht nur punktuelle Anstöße? Werden sie auch von den örtlichen Organisationen oder der Politik aufgegriffen und weitergeführt? Verantwortung für die Gesundheit und Fitness unserer Kinder und Jugendlichen zu übernehmen ist die Aufgabe der Stunde, Rauchverbot und Alkoholmißbrauch sind nur die ersten Schritte zur Wiedergesundung der Nation.

Wir möchten gern Anstöße für „mehr“ geben. In einem unserer früheren Beiträge zu diesem Thema haben wir bereits auf die Verantwortung vor allem der Eltern für Ernährung und das Bewegen ihrer Kinder im frühen Kindesalter hingewiesen und die Verantwortung der Schule innerhalb eines dringend weiterzuentwickelnden Sportunterrichts für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aufmerksam gemacht. Viele Jahre haben Kindergärten und Schule Einfluss auf die Erziehung und Wissensvermittlung, auf die Ausprägung der Intelligenz. Die mögliche Einflussnahme auf die körperliche Fitness, auf mögliche Anforderungen die für jeden Einzelnen – auch für die, die bereits in die 1. Klasse mit teilweise erstaunlichem Übergewicht eingeschult werden – die Möglichkeit böte, ihre Leistungsfähigkeit von Jahr zu Jahr weiterzuentwickeln, ist vielerorts zu gering. Deshalb regen wir weitere Aktivitäten an, die zum Ziel haben:

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2007-06-22-bewegen-lehren-lassenDazu bedarf es vor allem der Qualifizierung der KindergärtnerInnen und der Sportlehrer in den Schulen, zunächst vorrangig in den 1.-4.Klassen – später mehr. Die Phase des „Wohlfühlens beim Ball über die Schnur“ muss möglichst schnell überwunden werden. Dazu Bedarf es sicher auch entsprechender Vorgaben der Schulbehörden und weitreichenden Überlegungen, wer dafür in Zukunft zuständig sein könnte bzw. müsste. Wir sind sicher, eine solche Mammutaufgabe in Ost und West ist nur im TEAM, vielleicht auch zusammen mit der Deutschen Sporthochschule Köln zu lösen.
Auch unsere Regierung und die Regierungen der Länder tragen Verantwortung, müssten sich bei dieser Aufgabe mit nationalen Interesse im Rahmen ihrer Bildungsoffensive an die Spitze stellen. Parallel dazu müsste eine solche Schwerpunktaufgabe ab sofort in die Schulsportlehrer-Ausbildung aufgenommen werden. Es darf keine weiteren Verzögerungen geben, der Zug ist doch schon lange abgefahren. Ein sofortiges „STOP“ ist erforderlich mit der entsprechenden Kehrtwendung. Die Frage muss heißen: was kann sofort getan werden, welche Aufgaben müssen eingeleitet werden.

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Sicher wird auch der Leichtathletik-Verband helfen, sein eigentliches Anliegen kann es aber nicht sein. Dafür erfordern die eigenen Baustellen bereits mehr Kraft, als gegenwärtig aufzubringen ist. Also stellt sich die Frage welche Politiker nehmen sich dieser dankenswerten Aufgabe an, wer stellt sich an die Spitze? Die Ernährungslehre und Bewegungssport müssen deshalb einen bedeutenden Platz in Kindergärten und in der Schule einnehmen. Allein den immer noch fast komplett ehrenamtlich geführten Vereinen diese Aufgabe aufzubürden, würde kläglich am Ziel vorbeiführen. Aktionen wie Sport nach eins oder die KISS (Kindersportschule) werden verpuffen, wenn nicht professionelle Partnerschaften zwischen Eltern, Kommunen und Vereinen entstehen. In Zeiten, in denen die Nachmittagsbetreuung unseres Nachwuchses im Fokus der Öffentlichkeit ist, wie nie zuvor, darf die Erziehung unserer Kinder nicht unter der Schwerpunktlegung Beaufsichtigung stattfinden.

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Es wird höchste Zeit, sich zu überlegen,was unsere Kinder in ihrer Freizeit wirklich brauchen. Viele Ausbildende, aber auch der Lehrkörper aller Schularten vermissen vor allem Kreativität, körperliche und geistige Gewandtheit, konstruktives Denken und Verantwortlichkeit für eigene Lösungen. Hand auf’s Herz: Was haben wir denn in den letzten Jahrzehnten dafür in die Erziehung eingebracht. Geld macht bequem und leider auch geistig träge. Anstatt den Kindern das beste Spielzeug, die freie Natur anzubieten, stopfen wir sie mit von Erwachsenen erfundenen Elekronikschrott zu, verhinderten „blutige Knie“ und damit auch das ungehemmte schnelle Herumtollen, würden unsere Liebsten einfach am besten in Watte packen. Der Satz „Ich weiß am besten, was mein Kind braucht“, dokumentierte in all den Jahren die immer größere Allmacht Erziehender, die mit immer größeren Zeitaufwänden ohne lang nachzudenken, den Kindern ihre Erwachsenenwelt überstülpten.

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2007-06-22-bewegen-lehren-lassenSo müssen denn unsere Kinder lernen, in ihrer Freizeit nicht nur zu konsumieren. Erster Punkt ist dazu ein guter Schuss Langeweile. Wer sich langweilt, muss Ideen entwickeln, wie er sich diese Umstandes möglichst schnell entledigen kann. Ein zweiter wichtiger Punkt ist der Entzug. Wo 16 Jungs mit 16 Topbällen auf der Wiese stehen, wird der Egoismus blühen. Wenn 19 Jungs sich einen Ball teilen müssen, wird Teamarbeit gefragt sein. Ich weiß nicht mehr genau, was ein kluger Schweizer Pädagoge für das Spielen der Kids forderte. Eins weiß ich aber daraus noch genau: Wiese, Wasser, Ball und ein bisschen Wildnis, mehr wollte der Mann gar nicht für die Kinder haben. Weg also mit den globigen Kinderspielplätzen, hin zum „wilden“ Gelände, mit dem sich natürlich kein ehrgeiziger Kommunalpolitiker schmücken kann. Weg vom allumfassenden, strangulierenden Aufsichtsparagraphen, der jegliche Kreativität abschnürt und Unfälle bei ständig beaufsichtigten, fremdgeleiteten und dadurch quengeligen Kindern nur noch fördert. Weg mit der ständigen Angst, unsere Kinder würden schon hinter der Haustür vom schwarzen Mann verführt, trotz Rettungsschwimmerabzeichen in der nächsten Pfütze ertrinken und sich an der nächsten Treppe zu Tode stürzen. Unsere Kinder sind genauso stark wie wir vor etlichen Jahrzehnten, wir müssen sie nur wieder gewähren lassen und ihnen schlicht und einfach all jene dummen modernen Spielzeuge rechtzeitig abnehmen.

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So wäre denn auch eine KISS auf den fast überall verwaisten, inzwischen von den meisten Kommunen aufgekauften Vereinsanlagen ein erster Schritt von der Degeneration zur Regeneration und Förderung der geistigen und körperlichen Kräfte unseres Nachwuchses. Die Verantwortung dafür muss aber kommunal oder regional sein. Man muss nur mal richtig Geld in die Hand nehmen, ein paar erfahrene Pädagogen und Sportlehrer mit wenig Selbstdarstellungstrieb und viel dezenter Zurückhaltung, was hier einfach nicht als Faulheit zu verstehen ist, einstellen. So manches unnütze Vereinsgelände nicht allein als Seniorentummelplätze (wir brauchen wirklich nicht mehr Senioren-Weltmeister als wir eh schon haben!) sondern für freies Sporttreiben freigeben und den Eltern das Gefühl geben, dass ihre Kids prächtig und sicher aufgehoben sind. Eine vernünftige Hausaufgabenbetreuung sollte noch dazukommen und ebenso ein professionelles Management, das den Eltern transparent macht, dass alles Gute im Leben auch ein wenig kostet.

Fotos: Formel 1 - 3; Gut gedreht und weit hinaus; Anlaufen, abspringen und weit fliegen (Leichtathletik-in-Aktion)

Die Energie aus den elastischen Bändern

Der Einsatz von Terabändern zu Verbesserung der Rumpfkraft von Leichtathleten

Teraband26. Juni 2007 (Gharavi) - Es gibt unzählige Übungen zum Training und zur Verbesserung der Rumpfkraft. Einige laufen unter 'Athletik' andere unter Gymnastik, wieder andere sind in Ballspielen versteckt, die unsere Leichtathleten zum Auflockern des gewöhnlichen Trainings zugefüttert bekommen. Im Folgenden darf ich einige ganz einfache, aber nicht minder effiziente Übungen vorstellen, die wir mit Hilfe von elastischen Gummibändern einsetzen.

Übung 1:

„Der Sumo“

Das Band wird derart geknotet und um die Fesseln gelegt, dass es in schulterbreiter Stellung gespannt ist. Hinterteil senken, Arme hinter dem Körper verschrenken. Und jetzt!... langsam ...
ein Bein heben, Band weitest möglich spannen, langsam in größerem Schritt herablassen und zum Stand kommen. Nun das andere Bein in gleicher Manier nachziehen. Diesen Schritt entlang einer 5 - 8 Meter langen Linie seitwärts ausführen. Achtung! Kontrolle ist alles! Der Athlet muss in der Lage sein die Bewegung zu jedem Zeitpunkt einzufrieren und so stehen zu bleiben! Also keine schnellen, fallenden Bewegungen! Po bleibt immer unten! Knie nicht in X-Beinstellung fallen lassen! Ihre Athleten werden schnell das Brennen am Po (in den Glutäen) spüren. Insbesondere der Glutäus maximus ist für die Spannung des Iliotibialtraktes verantwortlich. Dieser wiederum kann bei schlechter Führung zum Friktionssyndrom (Runner's Knee) führen.
Ebenfalls eine sehr gute Präventivübung zur Stabilisierung der Knieführung bei Läufern, Springern, etc. In Sportarten mit abrupten Richtungswechseln und ggf. Kontakt (z.B. Fußball, Basketball, Rugby, American Football, etc.) bietet diese Übungen zusätzlich seine Wirkung in der Senkung von Kreuzbandrissen (Mechanismus des Kreuzbandrisses: erzwungene X-Beinstellung, Außenverdrehung des Unterschenkels unter dem Oberschenkel und Beugung im Kniegelenk), da es den Eingangsmechanismus bis zum gewissen Grad verhindern kann.

Der Sumo
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Übung 2:

„Der Sumo 2“

Übung 2: ist eine Erweiterung von Übung 1. Hier wird das Bewusstsein auf das Kniegelenk gerichtet. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Unterschenkel immer senkrecht zum Boden aufgestellt werden.

Der Sumo
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Übung 3:

„Die Mühlen“

Hierbei wollen wir die Rumpfkraft, die ja immer als Widerlager für die Kraft aus den Extremitäten dient, Trainieren. Die Bänder können eigentlich nach Belieben gespannt und verteilt werden.
Wichtig ist nur, dass die Bewegungen aus einer stehenden, festen Position eingeleitet werden. Ohne Konzentration auf den Nachbarn, sollten große 8en vor dem Körper in die Luft gemalt werden. Je größer die 8 umso anspruchsvoller! Eine Erweiterung wäre, wenn jeder Athlet noch einen eigenen externen Assistenten hätte, der/die im die Zahlen, die er ziehen soll, mit den Fingern vorzeigt (die Zahlen vorzusagen, wäre ein Unterschied, da die Aufnahme dann über das akustische System und nicht erst über die visuelle Bahn - andere Hirnhälfte - eingespeist werden würde.). Das Band um die Hüfte stellt eine variable, sich ständig ändernde, Zugkraft dar. Das ganze kann man auch alleine an einem Pfosten und dann auch noch einbeinig versuchen. und, und, und,...

Der Sumo
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Der Sumo
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Übung 4:

„Die Strafgefangenen“

mit dem Gummiband eine Schlaufe bilden, die sich festsurrt. Vorsicht! Es kann zu Blasen und Abschürfungen kommen! Also bitte lange Socken darunter anziehen! Die normale Schrittlänge muss das Band schon unter Spannung setzen! So. Damit jetzt einfach Steigerungen laufen! Hilft bei Problemen wie: kurz Schrittlänge, Knie zu niedrig, Zerrungen. Letzteres deshalb, weil es die exzentrische Bewegung akzentuiert (Zerrungen und Rissen passieren fast immer (wahrscheinlich immer) in dieser Phase!) und der Athlet unbewusst auch diese Phase kontrollierter durchführt. Und die ganze Übung wäre dann auch gleich im Hauptmetier - dem Lauf, Sprung, Stoß absolviert.

Der Sumo
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Übung 5:

„Die Schleuder“

Das Band wird derart geknotet und um die Fesseln gelegt, dass es in schulterbreiter Stellung gespannt ist. Hinterteil senken, Arme hinter dem Körper verschrenken. Und jetzt!... langsam ...
ein Bein heben, Band weitest möglich spannen, langsam in größerem Schritt herablassen und zum Stand kommen. Nun das andere Bein in gleicher Manier nachziehen. Diesen Schritt entlang einer 5 - 8 Meter langen Linie seitwärts ausführen. Achtung! Kontrolle ist alles! Der Athlet muss in der Lage sein die Bewegung zu jedem Zeitpunkt einzufrieren und so stehen zu bleiben! Also keine schnellen, fallenden Bewegungen! Po bleibt immer unten! Knie nicht in X-Beinstellung fallen lassen! Ihre Athleten werden schnell das Brennen am Po (in den Glutäen) spüren. Insbesondere der Glutäus maximus ist für die Spannung des Iliotibialtraktes verantwortlich. Dieser wiederum kann bei schlechter Führung zum Friktionssyndrom (Runner's Knee) führen.
Ebenfalls eine sehr gute Präventivübung zur Stabilisierung der Knieführung bei Läufern, Springern, etc. In Sportarten mit abrupten Richtungswechseln und ggf. Kontakt (z.B. Fußball, Basketball, Rugby, American Football, etc.) bietet diese Übungen zusätzlich seine Wirkung in der Senkung von Kreuzbandrissen (Mechanismus des Kreuzbandrisses: erzwungene X-Beinstellung, Außenverdrehung des Unterschenkels unter dem Oberschenkel und Beugung im Kniegelenk), da es den Eingangsmechanismus bis zum gewissen Grad verhindern kann.

Der Sumo
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Übung 6:

„Ben Hur“

Diese Übung eignet sich nicht nur zum Training eines guten Abstoßes beim lauf, sondern auch insbesondere für all jene, die nicht in der nötigen Vorlage laufen und somit Energie dadurch verlieren, indem sie den Körperschwerpunkt nicht optimal vor ihrem Kraftvektor führen (also in Rücklage laufen). Der Kutscher (hält die Zügel hinten fest) lässt zunächst eine ordentliche Spannung entstehen und läuft dann mit angezogener Handbremse mit. Dann beginnt der Kutscher, in unregelmäßigen Abständen, die Handbremse kurzzeitig zu lösen und sie wieder anzuziehen. Das Pferd (Vordermann/Frau) darf das Tempo nicht verändern! Schnelles Reagieren ist gefragt, um den Schwerpunkt kontrolliert in Vorlage zu führen.

Diese Übung hatte ich schon einmal vorgestellt im Rehaalgorithmus nach Ermüdungsbruch im Vorfuß einer unserer Sprinterinnen. Da diente Sie der frühen Anpassung an die Laufposition in Vorlage. Wenn der Körper noch nicht soweit genesen ist, um hohe Beschleunigungen aufzubauen, kann mit dieser Methode auch bei niedrigen Geschwindigkeiten (Gehtempo oder gar im Stand!) die Vorlage problemlos gehalten und der Bewegungsablauf kontrolliert geübt werden. Dies gelingt derart nicht einmal im Wasser.

Der Sumo
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