Zur Rolle von Glykogen und den Fetten im Marathontraining

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© Lothar Pöhlitz - 22. Dezember 2017 - Nicht nur in den Bahndisziplinen von 800 m - 10000 m, sondern auch im Marathonlauf gilt das Prinzip eines geschwindigkeits-geführten Lauftrainings. Nach neuen Leistungsdimensionen vor allem auch in der Leistungsdichte bei den Frauen und Männern im letzten Jahrzehnt sollte man noch einmal über inzwischen weiter modernisierte Trainingsmethodik, Geschwindigkeitsreserven für die 42,195 km, nachdenken. Anpassungen an immer höhere Belastungen in den Ausdauerdisziplinen setzen auch Fortschritte in der aerob-anaeroben Leistungsfähigkeit (Mitochondrientraining) voraus. In Abhängigkeit von der Wettkampfdauer entscheiden letztendlich optimale Proportionen zwischen Geschwindigkeit, Streckenlängen, speziellem Training. spezieller Kraft, Pausengestaltung, der Regenerationsbeherrschung und dem Beitrag des zentralen Nervensystems über den Leistungsfortschritt.

4 x 400 m „danach“ können leicht, hart oder auch brutal sein

6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause - nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause

(Foto: Chai 12)© Lothar Pöhlitz - 12. Dezember 2017 - 4 x 400 m oder auch 5 x 200 m die Spitzenläufer an ein schnelles 1000 m - oder 1200 m - Programm in der Vergangenheit angeschlossen haben - wie sie beispielsweise von Mo Farah bekannt wurden (LCA vom 23.12.2012), der sich wohl jetzt nach vielen großen Tataten, endgültig von der Bahn verabschiedet, sind Mittel in Vorbereitung sportlicher Höhepunkte um die sportliche Form zu entwickeln! Trainer Ian Stewart (GBR) berichtete in einer DLV-Laufkonferenz im Dezember 2012 in Mainz das Mo in Vorbereitung auf seine 2 Olympiasiege 2012 6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause absolvierte und nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause anschloss! Das scheint brutal – aber es führte ihn in die Spitze. Dabei ist dies im Spitzenbereich kein unbekanntes Programm, nur eben in dieser Qualität. Und wer noch nicht so weit ist läuft die „Zusätze“ eben erst einmal langsamer.

Asymmetrien nicht länger „unerkannt verstärkend trainieren“

Beide Körperseiten sind für a l l e Läufer gleich wichtig

(Foto: Pöhlitz)© Lothar Pöhlitz - 25. November 2017 -  Im Schülertraining, im Lauf-Spitzenbereich aber auch im Training ambitionierter Senioren sollte das Ziel des Trainings auch sein ein ausgewogenes Kraft- und Beweglichkeitsverhältnis der Muskeln, Muskelgruppen und auch beider Körperseiten aufzubauen oder auch „nachzuarbeiten“. Oft denken Bahnläufer zu wenig darüber nach, dass die Innen- und Außenfüße in den Kurven unterschiedlichen Belastungen bzw. Drücken ausgesetzt sind und in der Regel kaum darauf vorbereitet sind. Aber auch im Straßenlauf behindern ungleichmäßige Fußabdruckkräfte auf schräg abfallenden Straßenprofilen die Geschwindigkeit.

Zur Lehre von der Führung des sportlichen Kampfes

Bis 2020 optimal auf VL, ZL, HF und F vorbereiten

© Lothar Pöhlitz - 11. November 2017 - Die Taktik zielt in den Laufdisziplinen auf das Erreichen eines individuell besten Ergebnisses im Wettkampf, auf Erfolg gegenüber den Gegnern, im Hochleistungssport bei den jeweiligen sportlichen Höhepunkten des Jahres. Sie wird vor allem bestimmt vom eigenen konditionellen Niveau, der mentalen Stärke und Bereitschaft, von langjähriger Wettkampferfahrung, der Bedeu-tung des Wettkampfes, vom Niveau der Gegner, dem Leistungs- und Platzier-ungsziel (Zeit / auch persönliche Bestleistung) und den klimatischen Bedingungen.

Joaquim Cruz 800 m - Weltrekordler & Olympiasieger 1984

Ein sicher hilfreicher Blick zurück - Über die 800 m Philosophie von Joaquim Cruz und Trainer Luiz de Oliveira 1:41,77 - 2:14.09 - 3:34,63 - vor 33 Jahren

Regeneration Teil des Trainings FotoPrivat© Lothar Pöhlitz – 21.10.2017 - 21.10.2017 - Als der Brasilianer Joaquim Cruz am 6.8.1984 in Los Angeles - im damals schnellsten Rennen der bisherigen olympischen Geschichte – nach VL, ZL, HF im Finale von der Spitze in 1:43,00 Minuten - 800 m Olympiasieger gegen Sebastian Coe wurde, war er gerade einmal 21 Jahre alt (geb. am 12.3.1963 - eine tolle Figur mit 1.87 / 76 kg Renngewicht), da schon mehrere Jahre in der Weltspitze. Ein Jahr zuvor hatte er bei den Weltmeisterschaften in Helsinki hinter dem Deutschen Weltmeister Willi Wülbeck Bronze gewonnen. 3 Wochen nach Los Angeles, am 26.8.1984 lief er in Köln sensationelle 1:41.77. Ich war Zeuge, staunte und war noch Tage über die letzten 200 m stark beeindruckt. Bevor Achillessehnen-probleme seine Karriere beendeten holte er 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul noch einmal Silber auf seiner Paradestrecke. Im gleichen Jahr lief er auch seine persönliche Bestleistung (3:34.63) über 1500 m.