Wettkampfgewicht – Untergewicht - Gewichtskontrolle - Leistungsverlust - Ernährungsoptimierung

Ernaehrung1_Poehlitz-Foto© Lothar Pöhlitz - 2. Mai 2018 - Immer wieder einmal scheinen sich junge Läuferinnen, Läufer und ihre Trainer an dem „leicht läuft schneller“ zu orientieren und übersehen die möglichen negativen Auswirkungen von Gewichtssenkungen bis unter das Wettkampfgewicht. Schon in den 80iger Jahren gab es einmal eine solche Phase in der nicht nur talentierte Läufer und Läuferinnen ihre mögliche Leistungsperspektive nicht entfalten konnten, auf der Strecke blieben, weil sie durch verschiedene Einflüsse falsche Vorstellungen vom Idealtyp des Läufers und dem Energiebedarf für das Training und in Wettkämpfen hatten. Aber auch zu geringe Kenntnisse über die notwendigen Leistungsvoraussetzungen und die für den Leistungssport notwendige Ernährung führten offensichtlich zum Glauben, dass man, je leichter um so schneller laufen könne.

Aufbau - Wettkämpfe - Training unter Wettkampfbedingungen

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„Aufbauwettkämpfe haben eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit. Sie sind aber so vor- und nachzubereiten, zu organisieren, dass das „Trainingsziel hohe Qualität“ auch realisierbar bzw. verfolgt wird. Innerhalb der Woche ersetzen sie dann eine Trainingseinheit entsprechender Qualität.“ (PÖHLITZ 1985)

 

© Lothar Pöhlitz – 21. April 2018 - Training im Leistungs- und Hochleistungssport zielt auf die höchste persönliche Leistungsfähigkeit - die neue persönliche Bestleistung - zum jeweiligen Jahreshöhepunkt. Erfolgreiche Wettkämpfe aber sind das Ziel des Trainings, in jedem Alter, in jeder Jahreszeit und in jeder Leistungssituation. Ob wichtig oder weniger wichtig programmieren Aufbaurennen das Gehirn und bauen die mentale Stärke auf. Vor allem Schülern- und Jugendlichen machen sie Spaß, wenn die gestellte, realistische Aufgabe erfüllbar ist und sich der Trainer und das Umfeld mitfreuen. Gelingt das nicht ganz, sollte der Trainer aus jedem Rennen etwas Positives erkennen und trotzdem ein kleines Lob übrighaben.

Außer Wettkämpfen mit Qualifizierungs-/ Nominierungscharakter sind Aufbauwettkämpfe Teil der Vorbereitung auf den wichtigsten Wettkampf des Jahres. Es ist nicht nur Training unter Wettkampfbedingungen, sie dienen auch der Entwicklung der komplexen Leistung und offensiv von vorn gelaufen der Entwicklung der speziellen Ausdauer, der Sammlung von Wettkampferfahrungen und lehrt den Umgang mit Niederlagen.

Nicht nur im Nachwuchs ist eine frühe gute Leistung, vielleicht sogar eine persönliche Bestleistung keine Frühform, sondern das Ergebnis eines guten, bis dahin systematischen Trainingsaufbaus. Sie führt bei weiterem anspruchsvollen, richtigen Training in den folgenden Wochen zum freudigen Ereignis beim geplanten Jahreshöhepunkt. 

Alternativer Muskelaufbau für Läufer im Kinder- und Jugendtraining

Schlingentraining – Gymnastikball – Rollen – Kreisel und andere

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© Lothar Pöhlitz – 9. April 2018 - Eine der wichtigen Aufgaben im Kinder- und frühen Jugendtraining ist ein systematischer Aufbau von Muskeln, Sehnen und Faszien, auch der tieferliegenden. Natürlich beginnt mit den Kleinen erst einmal alles mit Gymnastik zur Beweglichkeitsverbesserung und Übungen gegen das eigene Körpergewicht von leicht zu schwer, bitte aber mehr. Es soll nicht nur die Abwechslung zum Mitmachen reizen, sondern ein variables Angebot aus der Vielfalt der uns zur Verfügung stehenden Trainingsübungen. Dabei bezieht sich die Abwechslung sowohl auf wechselnde Übungen an den Trainingstagen als auch Abwechslung in den eingesetzten „Trainingshilfsgeräten“.

Am besten jeweils wenige Übungen (2-3 x 6-8) immer besser ausgeführt pro Trainingseinheit. Sie wissen ja Agonisten und Antagonisten sind Gegenspieler und sorgen besser für eine optimale Leistungsabgabe. Mit besserer Technik erhöht sich die Trainingswirkung. Ganzkörpertraining bedeutet jeweils nicht nur einzelne Muskelgruppen zu trainieren, sondern mit Übungen für die Füße, Beine, Bauch, Rücken und Arme systematisch für eine immer bessere Ausbildungs-Balance zu sorgen. Mit jeder neuen Übung verbessert sich auch die Bewegungserfahrung. Starke Muskeln, Sehnen und Faszien brauchen eines Tages die Läufer um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden und gute Zeiten zu erzielen oder vielleicht sogar um zu siegen.

Bildung und Leistungstraining mit Spitzensport - Ansprüche im Kinder- und Jugendalter - Ein Projekt für Jahre, wenn wir besser sein wollen als andere.

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© Lothar Pöhlitz* - 26. März 2018 – Wenn Talente oder Hochbegabte im Nachwuchsleistungssport erfolgreich sein sollen, müssen sie nicht nur ein umfangreiches Trainings- und Wettkampfprogramm bewältigen, sondern es muß ihnen auch schon früh eine gute sportliche, schulische oder berufliche Bildung ermöglicht werden. Für beides brauchen junge Talente bestens organisierte Zeit, sowohl für ihre Bildung für „das Leben nach den Medaillen“ als auch für ihr „Leistungstraining für Medaillen“. Dafür fehlen im Moment Trainer, Trainingsbedingungen / Infrastruktur, eine gezielte Talentsuche durch Scouts, eine leistungsorientierte Förderung und Ausbildung von Begabten in den Ländern und Vereinen und ein gemeinsames Konzept der 16 Landesverbände für die inhaltliche Vorbereitung auf das Hochleistungstraining.

In Vorbereitung auf die BMI / DOSB - Leistungs- und Spitzensportreform wurden in der Vergangenheit in umfangreichen Diskussionen und Materialien die Probleme benannt und die Wunsch-Aufgaben für GERMANY´s - Olympia - Zukunft formuliert. Dabei wurde gerade von den OS aus Korea transportiert, das sich die deutschen Fans und die Medien vor allem für die „besonderen Leistungen“ begeisterten.

 

Aus der Sicht der Leistungssport-Praxis hat man bisher den Eindruck, dass die Probleme zwar erkannt sind, unklar aber ist, welche Bedingungen und wieviel Geld Sportler und ihre Trainer für die “Erarbeitung“ von Olympiamedaillen und ein Sommer-Olympiamedaillen-Wunschergebnis in der Nationenwertung brauchen.

In der VP II Partnertraining zur Geschwindigkeitsentwicklung

Unterdistanz - Spezialstrecke - Überdistanz

Partnertraining1_Schneider-Foto© Lothar Pöhlitz - 14. März 2018 - Schon in den 60iger Jahren wurde das Partnertraining im Spitzenbereich der Frauen in Deutschland, England, den USA und Australien genutzt um sich Vorteile bei hohem Tempo und vor allem für die Endphasen der Rennen zu erarbeiten. Partnertraining ist eine Form zur praktischen Motivation und Erhöhung des Entwicklungstempos und trainiert im besonderen Maße das Gehirn. Dabei brauchen schnelle Männer oder Frauen noch schnellere Partner und es hilft in allen Altersklassen. Partnertraining kommt vor allem in der VP II zum Einsatz, wenn die Arbeit an der neuen breiteren Basis erledigt ist. Es ist ein wichtiges, immer noch unterschätztes Mittel zur Motivation und psychophysischen Reizverstärkung.                                                                                                  

Sportliche Spitzenleistungen erfordern neben der Organisation der erforderlichen Rahmenbedingungen für Training und Wettkämpfe die Mobilisation aller Leistungsvoraussetzungen des Sportlers, sowie deren systematische Entwicklung über mehrere Jahre. Vor allem reizwirksame Belastungen bewirken die angestrebten Fortschritte. Das Partnertraining und die Arbeit im Team sind Formen den Körper mit grenzwertigen Reizen zu konfrontieren, das Gehirn zu programmieren und seine Willensqualitäten zu mobilisieren. Das gilt natürlich nicht nur - wie oft praktiziert - für Frauen, sondern auch für Männer.