Alternativer Muskelaufbau für Läufer im Kinder- und Jugendtraining

Schlingentraining – Gymnastikball – Rollen – Kreisel und andere

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© Lothar Pöhlitz – 9. April 2018 - Eine der wichtigen Aufgaben im Kinder- und frühen Jugendtraining ist ein systematischer Aufbau von Muskeln, Sehnen und Faszien, auch der tieferliegenden. Natürlich beginnt mit den Kleinen erst einmal alles mit Gymnastik zur Beweglichkeitsverbesserung und Übungen gegen das eigene Körpergewicht von leicht zu schwer, bitte aber mehr. Es soll nicht nur die Abwechslung zum Mitmachen reizen, sondern ein variables Angebot aus der Vielfalt der uns zur Verfügung stehenden Trainingsübungen. Dabei bezieht sich die Abwechslung sowohl auf wechselnde Übungen an den Trainingstagen als auch Abwechslung in den eingesetzten „Trainingshilfsgeräten“.

Am besten jeweils wenige Übungen (2-3 x 6-8) immer besser ausgeführt pro Trainingseinheit. Sie wissen ja Agonisten und Antagonisten sind Gegenspieler und sorgen besser für eine optimale Leistungsabgabe. Mit besserer Technik erhöht sich die Trainingswirkung. Ganzkörpertraining bedeutet jeweils nicht nur einzelne Muskelgruppen zu trainieren, sondern mit Übungen für die Füße, Beine, Bauch, Rücken und Arme systematisch für eine immer bessere Ausbildungs-Balance zu sorgen. Mit jeder neuen Übung verbessert sich auch die Bewegungserfahrung. Starke Muskeln, Sehnen und Faszien brauchen eines Tages die Läufer um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden und gute Zeiten zu erzielen oder vielleicht sogar um zu siegen.

Bildung und Leistungstraining mit Spitzensport - Ansprüche im Kinder- und Jugendalter - Ein Projekt für Jahre, wenn wir besser sein wollen als andere.

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© Lothar Pöhlitz* - 26. März 2018 – Wenn Talente oder Hochbegabte im Nachwuchsleistungssport erfolgreich sein sollen, müssen sie nicht nur ein umfangreiches Trainings- und Wettkampfprogramm bewältigen, sondern es muß ihnen auch schon früh eine gute sportliche, schulische oder berufliche Bildung ermöglicht werden. Für beides brauchen junge Talente bestens organisierte Zeit, sowohl für ihre Bildung für „das Leben nach den Medaillen“ als auch für ihr „Leistungstraining für Medaillen“. Dafür fehlen im Moment Trainer, Trainingsbedingungen / Infrastruktur, eine gezielte Talentsuche durch Scouts, eine leistungsorientierte Förderung und Ausbildung von Begabten in den Ländern und Vereinen und ein gemeinsames Konzept der 16 Landesverbände für die inhaltliche Vorbereitung auf das Hochleistungstraining.

In Vorbereitung auf die BMI / DOSB - Leistungs- und Spitzensportreform wurden in der Vergangenheit in umfangreichen Diskussionen und Materialien die Probleme benannt und die Wunsch-Aufgaben für GERMANY´s - Olympia - Zukunft formuliert. Dabei wurde gerade von den OS aus Korea transportiert, das sich die deutschen Fans und die Medien vor allem für die „besonderen Leistungen“ begeisterten.

 

Aus der Sicht der Leistungssport-Praxis hat man bisher den Eindruck, dass die Probleme zwar erkannt sind, unklar aber ist, welche Bedingungen und wieviel Geld Sportler und ihre Trainer für die “Erarbeitung“ von Olympiamedaillen und ein Sommer-Olympiamedaillen-Wunschergebnis in der Nationenwertung brauchen.

In der VP II Partnertraining zur Geschwindigkeitsentwicklung

Unterdistanz - Spezialstrecke - Überdistanz

Partnertraining1_Schneider-Foto© Lothar Pöhlitz - 14. März 2018 - Schon in den 60iger Jahren wurde das Partnertraining im Spitzenbereich der Frauen in Deutschland, England, den USA und Australien genutzt um sich Vorteile bei hohem Tempo und vor allem für die Endphasen der Rennen zu erarbeiten. Partnertraining ist eine Form zur praktischen Motivation und Erhöhung des Entwicklungstempos und trainiert im besonderen Maße das Gehirn. Dabei brauchen schnelle Männer oder Frauen noch schnellere Partner und es hilft in allen Altersklassen. Partnertraining kommt vor allem in der VP II zum Einsatz, wenn die Arbeit an der neuen breiteren Basis erledigt ist. Es ist ein wichtiges, immer noch unterschätztes Mittel zur Motivation und psychophysischen Reizverstärkung.                                                                                                  

Sportliche Spitzenleistungen erfordern neben der Organisation der erforderlichen Rahmenbedingungen für Training und Wettkämpfe die Mobilisation aller Leistungsvoraussetzungen des Sportlers, sowie deren systematische Entwicklung über mehrere Jahre. Vor allem reizwirksame Belastungen bewirken die angestrebten Fortschritte. Das Partnertraining und die Arbeit im Team sind Formen den Körper mit grenzwertigen Reizen zu konfrontieren, das Gehirn zu programmieren und seine Willensqualitäten zu mobilisieren. Das gilt natürlich nicht nur - wie oft praktiziert - für Frauen, sondern auch für Männer.

Immer mehr AK - Läufer wollen zur Senioren EM / WM

Zum Leistungstraining in den Altersklasse

SeniorenWM1_RBR-Foto© Lothar Pöhlitz - 3. März 2018 - Wenn im folgenden Beitrag von Läufern gesprochen wird sind natürlich immer auch die Läuferinnen gemeint, weil Frauen im Prinzip wie Männer trainieren, im Alter manchmal sogar besser, abgesehen von den wenigen Tagen im Monat, in denen eine Reihe von Frauen auf Grund der biologischen Unterschiede zum Mann wegen „Beschwerden“ sinnvollerweise etwas kürzertreten sollten (z.B. Intensität / Kraft / Sprünge). Sie wissen ja, wenn Frauen sich etwas vorgenommen haben, dann wollen sie das auch.

Mit diesem Beitrag soll vor allem den immer mehr werdenden ambitionierten, leistungsorientierten aller AK ein paar Tipps gegeben werden, wie sie den „unweigerlichen Leistungsabstieg durch berufliche Verpflichtungen oder den Alterungsprozeß“ ein wenig abmildern können. Zuerst müssen sie wissen: was „früher oder noch im Vorjahr“ war zählt nun nicht mehr, wer die „50“ gefeiert hat beginnt nicht selten zu zweifeln, weil sich das Rad vorwärts dreht, rückwärts nimmer – leider! Deshalb ist es besser nun mehr für sich selbst - d.h. um die eigene Leistung zu laufen als gegen Andere. Dabei kann die Ernte nur so gut sein wie die Saat!

S - / M - und A - Muskelfasertypen richtig trainieren

Auswählen - Stärken verstärken - Wettkampferfahrung

Muskelfasertypen1_Kiefner-Foto© Lothar Pöhlitz -  21. Februar 2018  - Sicher haben sie in ihrer langjährigen Trainerarbeit auch schon festgestellt dass sich bei gleichem Training nicht bei jedem Läufer bzw. Läuferin die gleiche Trainingswirkung zeigt. Bei Schnelligkeits- / Schnellkrafttypen ist nicht selten das sich das aerobe Grundlagenausdauer-Training weniger gut als bei den weniger schnellen entwickelt, das die „Langsamen“ aber bald immer länger und wenn man Glück hat auch noch immer länger schnell laufen können. Trainingspraxis und die Sportwissenschaft weisen uns darauf hin das das Muskelfaser-/ Stoffwechsel-Erbe genetisch angelegt ist und man die unterschiedlich ausgestatteten Muskelfaser-Typen bzw. die biologischen bzw. adaptiven Reaktion nur eingeschränkt verändern, aber verstärken kann. Das bedeutet das Talentpotential nicht länger zu unterschätzen. Demnächst die „kurzen schnellen“ und die „langen schnellen“ besser, soll heißen richtig zu trainieren. Deshalb sollte man noch einmal darüber nachdenken ob es beispielsweise sinnvoll ist S-Typen weiterhin mit langsamen Dauerläufen über 15 oder sogar 20 km zu quälen.