Wenn die vL-3 Laktat-Schwelle steigt sinkt die Herzfrequenz

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© Lothar Pöhlitz* – 12. Juni 2019  - Das kardiovaskuläre System, das komplexe Bluttransportsystem des menschlichen Körpers besteht aus dem Herzmuskel, den Blutgefäßen und dem großem Leitungssystem in dem für Läufer der benötigte Sauerstoff zur Laufmuskulatur transportiert wird.   Der systematischen langfristigen Ausbildung dieses Gesamt-Systems, auch der Entwicklung der Herzgröße, kommt für Läufer und Trainer eine grundsätzliche Bedeutung zu. Dieses Wissen muss vor allem in der Nachwuchsausbildung wieder mehr Beachtung finden. Längere ruhige Läufe sind in diesem Zusammenhang keine Leerkilometer.

Die alles entscheidende Sauerstoffversorgung wird begrenzt von der Stärke und Funktionsfähigkeit des Herzens, der Blutmenge die das Herz in einer bestimmten Zeit anforderungsgerecht zu transportieren vermag (Herzfrequenz, Schlagvolumen) und der möglichen Fließgeschwindigkeit des Blutes. Um das Gesamtsystem auf Hochleistungsansprüche von Mittel- und Langstrecklern vorzubereiten muss es rechtzeitig entwicklungswirksam beansprucht werden. Das erfordert schon möglichst früh für einen starken Motor & einen großen Tank voll Superkraftstoff zu „trainieren".

Mit 10-12jährigen anders, mit 13-15jährigen öfter trainieren

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© Lothar Pöhlitz – 29. Mai 2019 - Die Begeisterung über unsere Handballer in den WM-Wochen war der Beweis, dass deutsche Sport-Fans sich unsere internationale Konkurrenzfähigkeit dringend wünschen. Dies haben auch die Wintersportler in den letzten Wochen erfahren dürfen.  Damit die Medien und die Fans demnächst auch die Leichtathleten und die Läufer wieder „so lieben“, müssen die derzeit zu wenigen „Top-Athleten“ öfter siegen und der Nachwuchs auf breiter Front schneller vorangebracht werden. Die Verjüngung im Weltniveau ist unübersehbar. Der Schlüssel dahin für uns liegt im Nachwuchsleistungstraining. Die Vorbilder findet man im Ausland.

Mit Talenten Fitness, Disziplin, Mentalität und Einstellung „trainieren“

Der Leistungsfortschritt wird unabhängig vom Alter und Leistungsstand auch in den Laufdisziplinen zwischen 800 m und dem Straßenlauf von der Effizienz der Belastungswirkung auf die individuell konkrete Leistungssituation bestimmt, im Kindesalter und später. Dabei sind neben den physischen Voraussetzungen, die psychischen Fähigkeiten, der Umgang mit dem taktischen Vermögen im Rennen und die Qualität der Technik als Voraussetzung für eine möglichst hohe Laufökonomie gleichermaßen leistungsbeeinflussend. Vielen ist leider die Mentalität den Großen zu folgen verlorengegangen, anstrengen ist out.

Höhentraining – 30 lehrreiche Tage inmitten der Kenianer in Iten

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Ein Foto - Bericht von Trainer Uwe Schneider

Wir sahen Leidenschaft, Hingabe, Disziplin und auch Leistungsbereitschaft wie wir sie in Deutschland wohl nie erreichen.

Eine Anreise nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias, dauert 11-16 Stunden je nach Abflugort aus Deutschland bzw. je nach Fluglinie. Von Nairobi aus in das ca. 2400m hoch gelegene Iten gelangt man am schnellsten (45 min) mit der innerkenianischen Fluglinie nach Eldoret, von wo Taxis oder Matatus in etwa einer Stunde das letzte Stück nach Iten fahren.

Warum so viele kenianische Weltklasseläufer, Weltmeister, Olympiasieger und Weltrekordler aus Iten kommen wollen wir in den nächsten Tagen wissen.

Es gibt insgesamt 11 Länder weltweit, durch die der Äquator führt, darunter Kenia. Dort geht 365 Tage im Jahr die Sonne um ca. 6:00 Uhr morgens auf und um ca. 18:30 unter. Auf 2300-2400m Höhe misst man ganzjährig 18 – 27 Grad und es gibt keinen Schnee. Der Trainings-, Essens und Schlafrhythmus ist für die bis zu 800 gleichzeitig trainierenden aus dem ganzen Land und Europa das ganze Jahr hinweg im Prinzip gleich. Das Klima in der Höhe (Luftdruck nur etwa 760 mbar) macht Iten zum idealen Ort für Höhentrainingslager. Die Zeitverschiebung zu den deutschen Wintermonaten beträgt lediglich 2 Stunden, im Sommer sogar nur eine Stunde. Dazu findet man unter den auch zu uns freundlichen Läufern immer Trainingspartner für alle Geschwindigkeiten.

Den Respekt vor hohen Umfängen und hohen Intensitäten früher ablegen

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© Lothar Pöhlitz* - 3. Mai 2019 - Sie laufen uns davon, erhöhen ihre Anstrengungen, nicht nur in der Weltspitze. Die 50 Nationen bei der U18 – Europameisterschaft in Györ und die 160 Nationen mit 1460 Teilnehmern bei der U20-WM in Tampere haben ihre Bemühungen offengelegt. Auch wenn in diesen Altersklassen die Medaillen noch nicht so wichtig sind, die unsere jungen U18 / U20 – Läuferinnen und Läufer bei „ihrer“ EM und WM erringen sollen. Wichtig ist mehr, dass die Aufgaben, die Investitionen, die Rückstände, die Fortschritte, der Ausbildungsstand in der Vorbereitung auf das Hochleistungsalter und die aktuellen Leistungen für die Zeit jenseits der 20 Jahre für zukünftige Ziele ausreichend sind. Wir müssen ihnen zuerst in diesen Altersklassen schneller näherkommen und die U23-Goldkörnchen wissen lassen das viele andere in der Welt in diesem Alter schon im Weltniveau Erfahrungen sammeln.

Für das Klima in Doha und Tokyo schon einmal vordenken

Überhitzung, Lichtschäden, Ozon, Schweiß, Wind und Dehydration

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© Lothar Pöhlitz* – 22. April 2019 - Bevor es zu spät ist, könnte man sich ja schon einmal Gedanken machen. Wir wissen, dass die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 im warmen Doha und die Olympischen Spiele 2020 im „schön warmen“ Japan stattfinden. Wir wissen auch, dass hohe Temperaturen, ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeiten, Sonneneinstrahlung, Ozon, der Wechsel zwischen Außentemperaturen und klimatisierten Räumen und der Wind für die Mittel- und Langstrecken bei den Wettkampfhöhepunkten WM oder OS einen großen negativen Einfluss auf die Laufleistungen haben können. Wir wissen auch, dass es kurzfristige und auch längerfristige Möglichkeiten der Vorbereitung auf solche Bedingungen gibt.