4 x 400 m „danach“ können leicht, hart oder auch brutal sein

6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause - nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause

(Foto: Chai 12)© Lothar Pöhlitz - 12. Dezember 2017 - 4 x 400 m oder auch 5 x 200 m die Spitzenläufer an ein schnelles 1000 m - oder 1200 m - Programm in der Vergangenheit angeschlossen haben - wie sie beispielsweise von Mo Farah bekannt wurden (LCA vom 23.12.2012), der sich wohl jetzt nach vielen großen Tataten, endgültig von der Bahn verabschiedet, sind Mittel in Vorbereitung sportlicher Höhepunkte um die sportliche Form zu entwickeln! Trainer Ian Stewart (GBR) berichtete in einer DLV-Laufkonferenz im Dezember 2012 in Mainz das Mo in Vorbereitung auf seine 2 Olympiasiege 2012 6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause absolvierte und nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause anschloss! Das scheint brutal – aber es führte ihn in die Spitze. Dabei ist dies im Spitzenbereich kein unbekanntes Programm, nur eben in dieser Qualität. Und wer noch nicht so weit ist läuft die „Zusätze“ eben erst einmal langsamer.

Asymmetrien nicht länger „unerkannt verstärkend trainieren“

Beide Körperseiten sind für a l l e Läufer gleich wichtig

(Foto: Pöhlitz)© Lothar Pöhlitz - 25. November 2017 -  Im Schülertraining, im Lauf-Spitzenbereich aber auch im Training ambitionierter Senioren sollte das Ziel des Trainings auch sein ein ausgewogenes Kraft- und Beweglichkeitsverhältnis der Muskeln, Muskelgruppen und auch beider Körperseiten aufzubauen oder auch „nachzuarbeiten“. Oft denken Bahnläufer zu wenig darüber nach, dass die Innen- und Außenfüße in den Kurven unterschiedlichen Belastungen bzw. Drücken ausgesetzt sind und in der Regel kaum darauf vorbereitet sind. Aber auch im Straßenlauf behindern ungleichmäßige Fußabdruckkräfte auf schräg abfallenden Straßenprofilen die Geschwindigkeit.

Zur Lehre von der Führung des sportlichen Kampfes

Bis 2020 optimal auf VL, ZL, HF und F vorbereiten

© Lothar Pöhlitz - 11. November 2017 - Die Taktik zielt in den Laufdisziplinen auf das Erreichen eines individuell besten Ergebnisses im Wettkampf, auf Erfolg gegenüber den Gegnern, im Hochleistungssport bei den jeweiligen sportlichen Höhepunkten des Jahres. Sie wird vor allem bestimmt vom eigenen konditionellen Niveau, der mentalen Stärke und Bereitschaft, von langjähriger Wettkampferfahrung, der Bedeu-tung des Wettkampfes, vom Niveau der Gegner, dem Leistungs- und Platzier-ungsziel (Zeit / auch persönliche Bestleistung) und den klimatischen Bedingungen.

Joaquim Cruz 800 m - Weltrekordler & Olympiasieger 1984

Ein sicher hilfreicher Blick zurück - Über die 800 m Philosophie von Joaquim Cruz und Trainer Luiz de Oliveira 1:41,77 - 2:14.09 - 3:34,63 - vor 33 Jahren

Regeneration Teil des Trainings FotoPrivat© Lothar Pöhlitz – 21.10.2017 - 21.10.2017 - Als der Brasilianer Joaquim Cruz am 6.8.1984 in Los Angeles - im damals schnellsten Rennen der bisherigen olympischen Geschichte – nach VL, ZL, HF im Finale von der Spitze in 1:43,00 Minuten - 800 m Olympiasieger gegen Sebastian Coe wurde, war er gerade einmal 21 Jahre alt (geb. am 12.3.1963 - eine tolle Figur mit 1.87 / 76 kg Renngewicht), da schon mehrere Jahre in der Weltspitze. Ein Jahr zuvor hatte er bei den Weltmeisterschaften in Helsinki hinter dem Deutschen Weltmeister Willi Wülbeck Bronze gewonnen. 3 Wochen nach Los Angeles, am 26.8.1984 lief er in Köln sensationelle 1:41.77. Ich war Zeuge, staunte und war noch Tage über die letzten 200 m stark beeindruckt. Bevor Achillessehnen-probleme seine Karriere beendeten holte er 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul noch einmal Silber auf seiner Paradestrecke. Im gleichen Jahr lief er auch seine persönliche Bestleistung (3:34.63) über 1500 m.

Lauf - Trainer - Planung 2017-2020 und Checkliste für die Jahres-Trainingsanalyse

BerlinOlympiastadion FotoPoehlitz© Lothar Pöhlitz - 07. Oktober 2017 - Der Laufbereich hat sich zurückgemeldet, weitere Fortschritte sind unverkennbar und erfreulich. Nachdem „die Blumen verteilt sind“ steht immer am Ende einer Saison, auch 2017 vor den Trainern in den verschiedensten Aufgabenbereichen die nicht einfache Aufgabe der Bestandaufnahme und Planung für mehr. Sowohl die Fortschritte als auch die Enttäuschungen des Jahres müssen auf den Prüfstand. Dem Licht steht auch Schatten gegenüber. Mehrere Disziplinen haben „den Sprung nach vorn“ noch nicht geschafft. Oft passt die Unterdistanz-leistungsfähigkeit noch nicht zur Spezialstreckenleistung oder die Umfangsqualität nicht zu den Marathonzielen. Die Trainingsmethodik, die Strategie zum weiteren, notwendig schnelleren Leistungsfortschritt, die Organisation des Trainings und der Wettkampfleistung, die Teamarbeit, die zur Verfügung stehende Trainingszeit, der Talentbestand, die Nachwuchsarbeit in den LV und die Ausbildung an den Sportschulen sind Schwerpunkte. An der Spitze eines weiteren Fortschritts im Hinblick auf EM & OS bedarf es wohl auch noch mehr „Qualität in den Trainingsbereichen“. Stillstand bedeutet Rückschritt. Es stellen sich neue Herausforderungen für alle im Hochleistungssport, auch wenn das Weltniveau näher gekommen ist. Schon 2018 ist die EM in Berlin und auch Olympia 2020 ist nah.