Mit einer Trainings-Maske kann man das Höhentraining vor- und nachbereiten

Masek1_Karsch-Foto© Lothar Pöhlitz / Fotos M.Karsch - 12. Juni 2018 - Schon in den 70iger Jahren rannten DDR - Läufer durch den Wald in Berlin-Grünau, nahe einer damaligen DTSB-Sportschule und testeten gemeinsam mit den Sportwissenschaftlern vom FKS Leipzig Gasmasken. Sie wollten herauszufinden ob man damit das Höhentraining ersetzen, vorbereiten oder durch sauerstoffarme Atmung die Leistungsentwicklung in den Laufdisziplinen unterstützt kann. Klar war schon das tieferes und kraftvolleres Atmen durch Training mit der Maske sich positiv auf die Atemmuskulatur, die Sauerstoffversorgung und auch auf das Lungenvolumen, auswirkt. Das Experiment wurde schließlich eingestellt, auch weil die Bevölkerung, die dort zahlreichen Spaziergänger, nicht duldeten das schon wieder Deutsche mit der Gasmaske übten.

Schon damals war bekannt das eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur (optimale Durchblutung) eine unabdingbare Voraussetzung für eine bessere sportliche Leistung für langsames-langes, aber auch für kurzes-schnelles Laufen ist. Alle wissen das bei Sauerstoffmangel der Körper die Muskelarbeit reduziert und sie ohne Sauerstoff einstellt.

Eine Trainingseinheit im Studio nicht nur für U16 – Läufer

Studio1_Rigal-Foto© Lothar Pöhlitz – 29. Mai 2018 – Für die Entwicklung des Muskelkorsetts im Kinder- und Jugendtraining von Läufern ist es sinnvoll, wenn neben der Vermittlung der Techniken der Koordinations- und Krafttrainingsübungen im Kraftraum oder in Studios die Belastbarkeit mit reizwirksamen, besser weniger aber schnelleren Wiederholungen (2-3 x 8-12 pro Übung), systematisch weiter verbessert werden. Mit besserer Technik und mehr schneller Kraft erhöht sich die Trainingswirkung. Ganzkörpertraining bedeutet jeweils nicht nur einzelne Muskelgruppen zu trainieren, sondern mit Übungen für die Füße, Beine, Bauch, Rücken und Arme systematisch für eine immer bessere Ausbildungs-Balance zu sorgen. Läufer brauchen eines Tages gesunde, starke Füße, Sehnen und Faszien um ohne muskuläre Dysbalancen Verletzungen zu vermeiden, gute Zeiten zu erzielen oder vielleicht sogar um zu siegen.

Die 10 - 15 % schneller als das Renntempo - eine Schlüsselaufgabe in der Läufer-Trainingsmethodik

 Renntempo1_Ayadi-Foto© Lothar Pöhlitz - 15. Mai 2018 - Eine nur gefühlsmäßige Zuordnung verschiedener Läufer-Typen zu bestimmten Strecken auf Grund individueller Stärken führt Mittelstreckenläufer besonders leicht zu Umwegen im Training und verzögert Leistungsfortschritte sogar über Jahre. Dabei wollten die Sportler und auch ihre Trainer eigentlich die Abkürzungen nehmen. Viele wählten die 800 / 1500 m Kombination obwohl man sie auf Grund ihrer „Anlagen, ihres Erbes“ nicht zum S – Typ zählen sollte. Die erzielten 800 m Bestenlisten unterstreichen dies seit Jahren. Offensichtlich glaubte man zu lange für die „Ausdauer“ nicht so viele Kilometer und dazu auch noch vor allem langsam laufen zu können. Als größeres Problem im Sinne der Schaffung der Grundvoraussetzungen für demnächst war aber, dass die Schnelligkeit und das 400 m Training vernachlässigt wurden. War das eine Frage des Wissens, der fehlenden Trainingszeit oder der Überzeugung?   

Wettkampfgewicht – Untergewicht - Gewichtskontrolle - Leistungsverlust - Ernährungsoptimierung

Ernaehrung1_Poehlitz-Foto© Lothar Pöhlitz - 2. Mai 2018 - Immer wieder einmal scheinen sich junge Läuferinnen, Läufer und ihre Trainer an dem „leicht läuft schneller“ zu orientieren und übersehen die möglichen negativen Auswirkungen von Gewichtssenkungen bis unter das Wettkampfgewicht. Schon in den 80iger Jahren gab es einmal eine solche Phase in der nicht nur talentierte Läufer und Läuferinnen ihre mögliche Leistungsperspektive nicht entfalten konnten, auf der Strecke blieben, weil sie durch verschiedene Einflüsse falsche Vorstellungen vom Idealtyp des Läufers und dem Energiebedarf für das Training und in Wettkämpfen hatten. Aber auch zu geringe Kenntnisse über die notwendigen Leistungsvoraussetzungen und die für den Leistungssport notwendige Ernährung führten offensichtlich zum Glauben, dass man, je leichter um so schneller laufen könne.

Aufbau - Wettkämpfe - Training unter Wettkampfbedingungen

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„Aufbauwettkämpfe haben eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit. Sie sind aber so vor- und nachzubereiten, zu organisieren, dass das „Trainingsziel hohe Qualität“ auch realisierbar bzw. verfolgt wird. Innerhalb der Woche ersetzen sie dann eine Trainingseinheit entsprechender Qualität.“ (PÖHLITZ 1985)

 

© Lothar Pöhlitz – 21. April 2018 - Training im Leistungs- und Hochleistungssport zielt auf die höchste persönliche Leistungsfähigkeit - die neue persönliche Bestleistung - zum jeweiligen Jahreshöhepunkt. Erfolgreiche Wettkämpfe aber sind das Ziel des Trainings, in jedem Alter, in jeder Jahreszeit und in jeder Leistungssituation. Ob wichtig oder weniger wichtig programmieren Aufbaurennen das Gehirn und bauen die mentale Stärke auf. Vor allem Schülern- und Jugendlichen machen sie Spaß, wenn die gestellte, realistische Aufgabe erfüllbar ist und sich der Trainer und das Umfeld mitfreuen. Gelingt das nicht ganz, sollte der Trainer aus jedem Rennen etwas Positives erkennen und trotzdem ein kleines Lob übrighaben.

Außer Wettkämpfen mit Qualifizierungs-/ Nominierungscharakter sind Aufbauwettkämpfe Teil der Vorbereitung auf den wichtigsten Wettkampf des Jahres. Es ist nicht nur Training unter Wettkampfbedingungen, sie dienen auch der Entwicklung der komplexen Leistung und offensiv von vorn gelaufen der Entwicklung der speziellen Ausdauer, der Sammlung von Wettkampferfahrungen und lehrt den Umgang mit Niederlagen.

Nicht nur im Nachwuchs ist eine frühe gute Leistung, vielleicht sogar eine persönliche Bestleistung keine Frühform, sondern das Ergebnis eines guten, bis dahin systematischen Trainingsaufbaus. Sie führt bei weiterem anspruchsvollen, richtigen Training in den folgenden Wochen zum freudigen Ereignis beim geplanten Jahreshöhepunkt.