Die Wirbelsäule - Die Zentrale für Technik, Tempo und Belastbarkeit

Zu viele Verletzungen haben ihren Ursprung in der Wirbelsäule

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© Lothar Pöhlitz - 19. Juli 2018 - Die Wirbelsäule ist ein komplexes System aus Wirbelkörpern, Bandscheiben, Wirbelgelenken, langen und kurzen Bändern und Muskeln. Sie verbindet als Zentrale des Körpers den Kopf, Rücken mit Armen, das Zentrum mit Gesäß, Beine und Füße. Die Rücken- und Bauchmuskeln stützen und bewegen die Wirbelsäule. Je besser sie ausgebildet sind, umso mehr schützen sie die Wirbel und ihre Verbindungen und umso seltener treten Schmerzen und Beschwerden im Zusammenhang mit Trainings- oder Wettkampf-Belastungen auf.

Die Wirbelsäule ist zunächst „individuell-ererbt“, abhängig von Körpergröße, Gewicht und Hebelverhältnissen hat jeder Mensch seine eigene, mitwachsende, für ihn oder sie typische Wirbelsäulenform. Deshalb ist bereits im Kindesalter eine gründliche sportmedizinische Untersuchung dringend bevor ein sportliches Training aufgenommen werden soll. Leistungssportler und ihre Trainer sollten sie und ihre Schwachstellen (z.B. Skoliose) kennen um Verletzungen – auch an den entlegenen Stellen ihres Zentrums – zu vermeiden.

Das aktuelle Lauf-Weltniveau zwingt zu mehr, zu mehr Effizienz, mehr Wirksamkeit des Hochleistungs-Trainings

Laufweltniveau1_Koken-Foto                                          Lothar Pöhlitz – 7. Juli 2018 - Wenn es bei den Weltrekorden, den Leistungsprofilen Weltbester und den Leistungsdichten in den Laufdisziplinen in den letzten Jahren noch keinen Stillstand gab, muss man einmal darüber nachdenken welche Konsequenzen dies für die eigene Trainingsarbeit und das Wettkampfgeschehen haben müsste. Vielleicht hilft in Vorbereitung auf Olympia 2020 noch einmal ein paar große Steine umzudrehen, noch offene Probleme zu lösen um das Entwicklungstempo zu erhöhen. Wir müssen näher ran. Es gilt noch einmal zu hinterfragen, ob die trainings-methodischen Konzepte in allen Disziplinen, das realisierte Training, die Anforderungen an das auszuwählende Talent, die Ableitungen von der Leistungsstruktur der Disziplin, die psychophysische Begleitung des Trainingsprozesses, das abgeleitete Niveau der physischen Anforderungen oder die Vermittlung psychischer, mentaler Stärke für Wettkampfhöhepunkte schon den großen Zielen entsprechen, die ja alle haben.

Zum Nachwuchsleistungstraining von Talenten im Straßenlauf

 NachwuchsStraße0_Poehlitz-Foto© Lothar Pöhlitz - 26. Juni 2018 - Es gibt sie immer schon die Jungen und Mädchen die früh gern länger schnell laufen und man hat das Gefühl es werden wieder mehr. Auch weil seit 2013 germanroadraces.de diese Aufgabe unterstützt. Vielleicht haben wir wieder welche vorn dabei, 2032 bei den Olympischen Spielen. Heute sind sie um die 10 Jahre alt. Man findet sie in der Regel im Vorderfeld von Straßenrennen. Zu selten werden sie aber beachtet, noch weniger aufgefangen, wo gibt es schon noch leistungsorientierte Kindertrainingsgruppen. Scheinbar wachsen sie nicht schnell genug im Schatten der Bahnläufer auf und erst mit 16-17-18 Jahren wird ihre besondere Begabung für längeres aerob-anaerob schnelles laufen, für den Lang-strecken-Straßenlauf, erkannt.

German Road Races e.V. ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auf der Suche nach Langstrecken-Lauftalenten im Alter zwischen 16 und 22 Jahren. (GRR - Nachwuchs-Cup). Das 2013 begonnene Projekt wird auch in dieser Laufsaison fortgesetzt - die Distanz zur Talentsichtung beträgt 10 Kilometer.

Mit einer Trainings-Maske kann man das Höhentraining vor- und nachbereiten

Masek1_Karsch-Foto© Lothar Pöhlitz / Fotos M.Karsch - 12. Juni 2018 - Schon in den 70iger Jahren rannten DDR - Läufer durch den Wald in Berlin-Grünau, nahe einer damaligen DTSB-Sportschule und testeten gemeinsam mit den Sportwissenschaftlern vom FKS Leipzig Gasmasken. Sie wollten herauszufinden ob man damit das Höhentraining ersetzen, vorbereiten oder durch sauerstoffarme Atmung die Leistungsentwicklung in den Laufdisziplinen unterstützt kann. Klar war schon das tieferes und kraftvolleres Atmen durch Training mit der Maske sich positiv auf die Atemmuskulatur, die Sauerstoffversorgung und auch auf das Lungenvolumen, auswirkt. Das Experiment wurde schließlich eingestellt, auch weil die Bevölkerung, die dort zahlreichen Spaziergänger, nicht duldeten das schon wieder Deutsche mit der Gasmaske übten.

Schon damals war bekannt das eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur (optimale Durchblutung) eine unabdingbare Voraussetzung für eine bessere sportliche Leistung für langsames-langes, aber auch für kurzes-schnelles Laufen ist. Alle wissen das bei Sauerstoffmangel der Körper die Muskelarbeit reduziert und sie ohne Sauerstoff einstellt.

Eine Trainingseinheit im Studio nicht nur für U16 – Läufer

Studio1_Rigal-Foto© Lothar Pöhlitz – 29. Mai 2018 – Für die Entwicklung des Muskelkorsetts im Kinder- und Jugendtraining von Läufern ist es sinnvoll, wenn neben der Vermittlung der Techniken der Koordinations- und Krafttrainingsübungen im Kraftraum oder in Studios die Belastbarkeit mit reizwirksamen, besser weniger aber schnelleren Wiederholungen (2-3 x 8-12 pro Übung), systematisch weiter verbessert werden. Mit besserer Technik und mehr schneller Kraft erhöht sich die Trainingswirkung. Ganzkörpertraining bedeutet jeweils nicht nur einzelne Muskelgruppen zu trainieren, sondern mit Übungen für die Füße, Beine, Bauch, Rücken und Arme systematisch für eine immer bessere Ausbildungs-Balance zu sorgen. Läufer brauchen eines Tages gesunde, starke Füße, Sehnen und Faszien um ohne muskuläre Dysbalancen Verletzungen zu vermeiden, gute Zeiten zu erzielen oder vielleicht sogar um zu siegen.