Zur Lehre von der Führung des sportlichen Kampfes

Bis 2020 optimal auf VL, ZL, HF und F vorbereiten

© Lothar Pöhlitz - 11. November 2017 - Die Taktik zielt in den Laufdisziplinen auf das Erreichen eines individuell besten Ergebnisses im Wettkampf, auf Erfolg gegenüber den Gegnern, im Hochleistungssport bei den jeweiligen sportlichen Höhepunkten des Jahres. Sie wird vor allem bestimmt vom eigenen konditionellen Niveau, der mentalen Stärke und Bereitschaft, von langjähriger Wettkampferfahrung, der Bedeu-tung des Wettkampfes, vom Niveau der Gegner, dem Leistungs- und Platzier-ungsziel (Zeit / auch persönliche Bestleistung) und den klimatischen Bedingungen.

Joaquim Cruz 800 m - Weltrekordler & Olympiasieger 1984

Ein sicher hilfreicher Blick zurück - Über die 800 m Philosophie von Joaquim Cruz und Trainer Luiz de Oliveira 1:41,77 - 2:14.09 - 3:34,63 - vor 33 Jahren

Regeneration Teil des Trainings FotoPrivat© Lothar Pöhlitz – 21.10.2017 - 21.10.2017 - Als der Brasilianer Joaquim Cruz am 6.8.1984 in Los Angeles - im damals schnellsten Rennen der bisherigen olympischen Geschichte – nach VL, ZL, HF im Finale von der Spitze in 1:43,00 Minuten - 800 m Olympiasieger gegen Sebastian Coe wurde, war er gerade einmal 21 Jahre alt (geb. am 12.3.1963 - eine tolle Figur mit 1.87 / 76 kg Renngewicht), da schon mehrere Jahre in der Weltspitze. Ein Jahr zuvor hatte er bei den Weltmeisterschaften in Helsinki hinter dem Deutschen Weltmeister Willi Wülbeck Bronze gewonnen. 3 Wochen nach Los Angeles, am 26.8.1984 lief er in Köln sensationelle 1:41.77. Ich war Zeuge, staunte und war noch Tage über die letzten 200 m stark beeindruckt. Bevor Achillessehnen-probleme seine Karriere beendeten holte er 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul noch einmal Silber auf seiner Paradestrecke. Im gleichen Jahr lief er auch seine persönliche Bestleistung (3:34.63) über 1500 m.

Lauf - Trainer - Planung 2017-2020 und Checkliste für die Jahres-Trainingsanalyse

BerlinOlympiastadion FotoPoehlitz© Lothar Pöhlitz - 07. Oktober 2017 - Der Laufbereich hat sich zurückgemeldet, weitere Fortschritte sind unverkennbar und erfreulich. Nachdem „die Blumen verteilt sind“ steht immer am Ende einer Saison, auch 2017 vor den Trainern in den verschiedensten Aufgabenbereichen die nicht einfache Aufgabe der Bestandaufnahme und Planung für mehr. Sowohl die Fortschritte als auch die Enttäuschungen des Jahres müssen auf den Prüfstand. Dem Licht steht auch Schatten gegenüber. Mehrere Disziplinen haben „den Sprung nach vorn“ noch nicht geschafft. Oft passt die Unterdistanz-leistungsfähigkeit noch nicht zur Spezialstreckenleistung oder die Umfangsqualität nicht zu den Marathonzielen. Die Trainingsmethodik, die Strategie zum weiteren, notwendig schnelleren Leistungsfortschritt, die Organisation des Trainings und der Wettkampfleistung, die Teamarbeit, die zur Verfügung stehende Trainingszeit, der Talentbestand, die Nachwuchsarbeit in den LV und die Ausbildung an den Sportschulen sind Schwerpunkte. An der Spitze eines weiteren Fortschritts im Hinblick auf EM & OS bedarf es wohl auch noch mehr „Qualität in den Trainingsbereichen“. Stillstand bedeutet Rückschritt. Es stellen sich neue Herausforderungen für alle im Hochleistungssport, auch wenn das Weltniveau näher gekommen ist. Schon 2018 ist die EM in Berlin und auch Olympia 2020 ist nah.

Die Läufer im Jahr „1“ des Olympiazyklus 2017 - 2020

Über die WM 2017 - die EM 2018 - die Etablierten und alle für Olympia 2020

 

© Lothar Pöhlitz – 22. September 2017 - Im Jahr „1“ des neuen Olympiazyklus - der internen Zeitrechnung im Hochleistungssport - mit dem WM-Höhepunkt in London - haben die Läufer und die neue Lauf-Trainergeneration, unter dem 2016 berufenen, noch jungen Cheftrainer Thomas Dreißigacker, erstaunliches und erfreuliches zugleich ihren Fans geboten, aber auch neue Erfahrungen gesammelt. In den Kreis der bereits Etablierten Gesa Krause, Christina Hering, Homiyu Tesfaye, Richard Ringer (13:13,48 beim ISTAF), Timo Benitz (Universiade-Sieger), Marcel Fehr und Philipp Pflieger, die 2017 leider - warum auch immer - den großen Abstand zu den Besten nicht verkürzen konnten. Ein „fortgeschrittener Teil des Nachwuchses“ ist aufgestiegen - hat bei den für sie wichtigen Höhepunkten - auf sich aufmerksam gemacht. Bei der U23-EM im polnischen Bydgoszcz (13. bis 16. Juli) - der „wichtigsten Nachwuchsleistungsklasse“ - erkämpften die Läufer 5 Medaillen (2 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze). Auch Marius Probst und Amanal Petros präsentierten Nachwuchs-Fortschritte, wenn es darauf ankam. Dafür muß man den Heimtrainern und ihrem privaten, hilfreichen Umfeld einmal ein dickes Lob zollen.

„Mehr Wissen“ über die Atmung und ein hilfreich-größeres Atemzugvolumen für Läufer

© Lothar Pöhlitz – 20. August 2017 - Obwohl Läufer mit den Begriffen Sauerstoffversorgung, Sauerstoffpuls, Sauerstoffaufnahmevermögen, Sauerstoffdefizit, Sauerstoffschuld, Sauerstoff-Dauerleistungsgrenze, Vitalkapazität oft wie selbstverständlich umgehen, kommt die Lehre von der richtigen Atmung zur optimalen Sauerstoffversorgung und Kohlendioxidabatmung in der Trainingspraxis von Leistungsläufern, in der Trainerausbildung, selbst auch in der speziellen Literatur oft zu kurz. Es wird mehr oder weniger jungen Athleten überlassen wie sie beim langsamen, mittleren oder auch schnellen Laufen atmen, ob durch den Mund oder die Nase oder ob sie nach maximalen Belastungen durch eine bewusste Sauerstoffmehraufnahme die Rückkehr zum Ruheausgangswert und damit auch das Regenerationstempo unterstützen. Oft wird auch unterschätzt das man durch Training der Atemmuskulatur das Atemzugvolumen und damit das maximale Atemminutenvolumen steigern und damit das Sauerstoffangebot erhöhen kann.